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Labelportait: Morris Audio

Phont Music, Superbra, Speaker Attack und Morris Audio: vier Label, hinter denen eine einzige Person steckt. Stefan Riesen, Techno-Pionier aus Bern, betreibt das Label-Business ausschließlich in seiner Freizeit. Demos werden auf dem Weg zum Brotjob gehört und mit sicherem Ohr vor dem Familienabendbrot selektiert.
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House: Joakim

Das Joakim Lone Octet ist tot. Es lebe Joakim Lone. Mit dem Album "Fantomes" hat der Pariser seinen früheren Daddeldownbeat ordentlich kielgeholt und House den Spiegel der Abweichlerdisco vorgehalten. Alle Ausgehromantiker mit der Suche nach dem Borderlinegefühl danken's ihm.
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Labelportrait: FatCat

Schon komisch. Da hat sich ein englisches Label mit queren Techno-12"s, Noise und sonischen Experimenten über Jahre hinweg eine kompromisslose Reputation aufgebaut, war Sprungbrett für die Elektronikhelden von heute und schaffte es mit Sigur Ros und Múm gleichzeitig in die CD-Regale aller Tankstellen. Für das Brightoner Label ist das kein Widerspruch, wie auch die aktuelle Compilation zeigt.
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Techno: Dinky

Von Chile über New York ins kosmopolitische Nichts. Miss Dinky streicht das Fräulein aus ihrem Namen und flüchtet sich vor chilenischen Telenovelas hinter ihren Rechner und inszeniert auf "Black Cabaret" eine patagonischer Version elektronischer Musik, die ihr in Santiago einiges an Credibility einbringt.
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Musiktechnik: Reaktor 4

Native Instruments spendiert seinem Flaggschiff Reaktor ein Update und hat die modulare Musikumgebung vor allem in puncto Sound, Usability und Kompatibilität nach vorne gebracht. Da nimmt man auch die Rückbesinnung auf den alten Kopierschutz in Kauf.
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Musiktechnik: Vokator

Dem Namen nach ist Vokator ein Vocoder PlugIn, die integrierte Klangerzeugung und die Modulationsvielfalt macht ihn jedoch zu einem sehr vielfältig einsetzbaren Instrument.
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Meteorites

Bei dieser Sternschnuppe gehen alle Wünsche in Erfüllung. Die Meteorites ziehen Stöcke aus dem Arsch und lösen Knoten im Gehirn. Marcus Rossknecht dengelt den Dancehall und Max Turner toastet Vitamine fürs Leben dazu. Dieser cool infantile Charme weckt Nähe und Sofortvertrauen. Ihr Debut-Album "Dub the mighty dragon" auf Cristian Vogels "Rise Robots Rise" macht auf Tanzfläche und im Oberstübchen einen Riesenspaß – und kommt dabei völlig ohne Zynismus aus.
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Copyright: Creative Commons

Auf der Website erklären einem die Whitestripes, wie es geht: Mit Creative Commons läuft seit einem halben Jahr erfolgreich ein Projekt an, das Copyleft auch für den kreativen Bereich zugänglich machen will. Und es sieht gut aus.
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Kino / Kunst: A-Clip

Gesteigerte Empfänglichkeit bei gleichzeitig hoher Zerstreutheit, nirgends ist das so geboten wie im Werbevorspann bei Kinovorführungen. Die A-Clips machen sich das zunutze. Mit politischen und künstlerischen Miniiinterventionen quetschen sie sich zur konstruktiven Irritation zwichen die Kommerzclips. Aufklärung in Guerilla-Taktik jenseits der institutionellen Vorgaben.
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Techno: Chris Liebing

Frankfurt, Stadt der Masterpläne: Die Exzesse der Dialektik im Insitut für Sozialforschung hier, die zwei Türme der Deutschen Bank dort. Darunter: ein tiefes, sägendes Vibrieren. Die U-Bahn? Metallverarbeitende Industrie? Falsch. Godfather of Schranz Chris Liebing produziert einen Bassdruck, so mächtig und nagend wie in keiner anderen Techno-Stadt.