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Kunst: Matthew Barney

Matthew Barney hat mit seinem aalglatt surrealen und pathologisch schönen "Cremaster"-Alptraum aus Film, Fotografie und Installationen der Kunstwelt den verstörendsten Blockbuster aus Kafka und "Twin Peaks" aufgefrachtet. Beim Filmfest in Locarno traf Verena Dauerer Matthew Barney.
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Big Beat: Wall Of Sound

Wäre Wall of Sound nicht so eine ur-englische Kumpel-Bastion, würden sie vielleicht wehmütig auf goldene Big-Beat-Zeiten mit den Propellerheads zurückblicken. Aber so freut man sich über Zoot Woman und frönt dem schmunzelnden Anekdoten-Dropping.
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HipHop: Ty

Der Rapper Ty wagt einen gut gelaunten Rundumblick von Süd-London aus in die weite Welt und stellt fest, dass es aufwärts geht. Und in jede Menge neue Richtungen, in die man gehen könnte. Also macht er sich auf den Weg durch die schwarze Musikgeschichte und zurück, die urbane Stadt dabei immer fest im Blick.
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Pop: Zoot Woman

In Reading gibt es nicht nur das legendäre Reading-Festival, sondern auch genug Kids, die vor lauter Langeweille eine Band gründen, um mit ihr die Welt zu erobern. Adam und Jonny Blake sowie Stuart "Les Rhymes Digitales" Price, besser bekannt als Zoot Woman gehören dazu. Nach Ride und Slowdive jetzt also Zoot Woman. Ein intimes Unter-vier-Augen-Gespräch mit Adam.
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Freistil: Psychonauts

Lange haben sie nur aufgelegt, die Psychonauts. Jetzt sind sie als Produzenten so unbremsbar, dass sie von einigen Tracks gleich 15 Versionen aufnehmen.
Als lebende Schnittstellen
stellen sie die Genrefixierungen auf unscharf und packen umso vielschichtiger ihre Launen, nächtlichen Träume und jahrelangen Musikerfahrungen auf ihr Debut-Album.
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Broken Words: Ursula Rucker

Das Leid der Welt trägt Ursula Rucker auf den gebildeten Schultern und kanalisiert es unverbittert und möglichst wirklichkeitsgetreu in ihren Spoken-Word-Texten, die sie soeben auf einer neuen Platte sanft und scharfsinnig zum Besten gibt.
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Rave: The Chemical Brothers

Sie entstiegen der glorreichen Acid-House-Ursuppe und wurden mangels DJ-Skills zu einem der prägenden Live-Acts der 90er: die Chemical Brothers. Zwischen "Song to the Siren" und "Star Guitar" liegen nun auch schon 10 Jahre. Mittlerweile sind sie in den Dreißigern, fallen aber immer noch gerne mit der Tür ins Haus.
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Dub: Rhythm & Sound

Rhythm & Sound-Veröffentlichungen sind Platten, für die man auch eine Bank überfallen würde, nur um sie weiterhin sammeln zu können. Mark Ernestus und Moritz von Oswald haben in den vergangenen Jahren nicht nur ihre Produktionsmethoden immer mehr verfeinert, sondern ihr eigenes Universum um Reggae-Legenden erweitert. Soeben ist eine umfangreiche Werkschau erschienen.
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HipHop: Aesop Rock

Mit seinen brillanten Lyrics gehört der New Yorker Aesop Rock längst in den MC-Olymp. Auch auf seiner zweiten LP bei DefJux treffen ungewohnte Wortkombinationen auf scharfsinnige Betrachtungen und rumpelig-dreckige Beats.
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Techno: Agoria

Doch. Es gibt auch Musik aus Frankreich, die nicht aus Pariser House-Netzwerken kommt. Agoria aus Lyon zum Beispiel. Der schwimmt diesen Sommer mit seinen Releases auf PIAS auf seiner persönlichen Erfolgswelle und ist dabei alles andere als ein Newcomer. Jetzt macht er sich erstmal daran, die wohlverdiente Ernte aus Begeisterung einzufahren - bei seinen großen Vorbildern aus Detroit.