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Indietronics: Languis

Sie sind durch das Tal des finanziellen Bankrotts gegangen und standen am gesundheitlichen Nullpunkt. Aber jetzt geht es mit Languis' neuem Album geradewegs bergauf. Sie stürmen eine Hochebene, auf der Melancholie, 60er-Anleihen und dicht gestrickte Basslinien "The Four Walls" mehr auflösen als betonieren. Mein Zimmer - mein Aussichtsturm.
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Rare Groove: BBE

Mit "Barely Breakin' Even" hat die Universal Robot Band aus dem New Yorker Disco-Avantgardezirkel der frühen 80er ihren absoluten Klassiker geschaffen. Wer danach sein Label benennt, hängt die Latte an Geschmacksexklusivität verdammt hoch. Peter Adarkwah schafft es aber, sie mit jedem neuen Release auf seinem Label wieder zu überspringen. Vom Jura-Saulus zum Rare-Groove-Paulus - eine Erfolgsstory.
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Indietronics: Lali Puna

Gefälschte Wahlen, verratene Ideale. Lali Puna ist über den derzeitigen Stand der Politik frustriert. Auf ihrer neuen Platte "Faking the books" geht es deshalb darum, auf den Misstand hinzuweisen. Man leiht sich vom Rock die Gitarren, um wieder ein bisschen Energie in die Sache zu bringen. Aber macht man es sich mit alldem nicht ein bisschen zu einfach? Florian Sievers traf Valerie Trebeljahr und diskutierte.
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Múm

Neben Björk und Sigur Ros sind Múm das Hauptaushängeschild für isländische Versponnenheit. Die Assoziation von erhabenem Mondschein-Pathos hängt ihnen zwar selbst zum Halse raus, aber was erwarten sie, wenn man bei ihrem dritten Album "Summer Make Good" zum Knarren von Schiffsplanken in die Lautsprecher eintauchen soll?
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Elektronika: Funkstörung

Vier Jahre herrschte Funkstille um Funkstörung. Mit "Disconnected" ziehen sie nun ganz unerwartete Karten aus dem Ärmel. Soviel Lied und Gesang gab es bei Fakesch und DeLuca noch nie. IDM war gestern, irritiertes Schwelgen ist heute.
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Elektronika: Telefon Tel Aviv

Auf "Fahrenheit Fair Enough" rauschten Joshua Eustis und Charles Cooper alias Telefon Tel Aviv mit viel Organik und kompositorischer Finesse durch die Frickelgalaxie. Nun, drei Jahre später, geht ihre Reise durch die fein verästelten Kapillaren der Seele weiter.
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Techno: sender / benno

Ohne Benno Blomes Label "Sender" würde es den deepen Knarztechno Berliner Provenience nicht geben. Neben Shitkatapult ist Sender die sicherste Bank, wenn widerspenstige Detroit-Tugenden so jung wie am ersten Tag klingen sollen. Eine Jubiläums-Kompilation stellt das in aller Vielfalt klar.


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Broken Beats: Kabuki

Kabuki bewegt sich zwischen seinen diversen musikalischen Vorlieben genauso unangestrengt hin und her wie zwischen seinen beiden Wohnorten Tokio und Frankfurt. Auf einer CD vereint, kann man sein Wandeln zwischen Drum and Bass, Reggae und Broken Beats jetzt nachzeichnen.
Das Debütalbum als Compilation. Und ab!
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Mode / Globalisierung: Apparel-Interview

American Apparel produziert T-Shirts in Downtown Los Angeles, anstatt billig in Asien oder Lateinamerika einzukaufen. Dov Charney will dem Trend des Outsourcing widerstehen. Er zahlt faire Löhne, anstatt Aufträge an die Sweatshops um die Ecke zu vergeben. Sein Geheimrezept gegen die Schattenseiten der Globalisierung: Style.
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Design: Pleix

Sie lassen Hochhäuser explodieren und entwickeln dabei Bilder zwischen Clip und Kunst. Pleix zeigen mit ihren eigenständigen Visuals und bissigen politischen Anspielungen, dass durchaus einiges geht in Old Europes Westen.