Text: oliver köhler aus De:Bug 13

aromizer@handmade.de Ein neuartiges Inhaliergerät verzeichnet den Einzug des Mikrochips in die Aromatherapie Oliver Koehler okoehler@rumms.uni-mannheim.de Auch wenn der Aromatherapie der Ruch des Esoterischen angehängt wird, birgt diese Form der homöopathischen Medizin weitaus mehr Heilpotential als die bloße Linderung seelischer Disharmonie. Gerade in den letzten Jahren wird im Bereich der klinischen Medizin öfter und seriöser über reale Anwendungen dieser, auf der vedischen Heilkunst des Ayurveda basierenden Heilverfahren diskutiert. Mögliche Einsatzgebiete: Chronisches Asthma, verschiedene Bronchialerkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Grauer Star, Multiple Sklerose und nicht zuletzt bei Krebserkrankungen. Erschwert wurde bis jetzt jedoch der Einsatz aromatherapeutischer Substanzen durch die jeweiligen Methoden der Einnahme: Dampfbad und Räuchern. Mit einer Reihe zu verzeichnender unangenehmer Begleiterscheinungen verzichtete deshalb die herkömmliche Medizin bislang auf eine Zuwendung zu diesem Heilverfahren. Mit dem Aromizer kommt ein Inhaliergerät auf den Markt, das die Einnahme von Heilpflanzen für Heimanwender und Therapeut erleichtert. Von Hand in Heidelberg angefertigt, verzeichnet das Gerät einen Durchbruch in der Homöopathie. Es wird bewußt auf den Mikrochip zur Umsetzung medizinischer Erfordernisse zurückgegriffen. Ähnlich seinen Vorfahren beruft sich das Gerät auf die simple Funktion der Einatmung erhitzter Heilpflanzen. Der Unterschied: Durch das bloße Erhitzen der Pflanzen werden, im Gegensatz zum Räucherverfahren, keinerlei krebserregende Schadstoffe freigesetzt und eingeatmet. Es folgt eine nahezu 100%-ige Einnahme der pflanzlichen Wirkstoffe. Um die gleiche Wirkung mit Heilkräutertee zu erzielen, müßte die doppelte Dosis angeordnet werden. Erhitzt werden die Substanzen durch eine ungewöhnliche Heizquelle: eine Halogenglühbirne. Geregelt wird die Temperatur durch einen Motorola Chip. Bei der Suche nach der Herkunft des Aromizers wäre man auf dem Gelände des Heidelberger Universitätskrankenhauses fehl am Platz. Die Vorfahren des Gerätes findet man nämlich im wissenschaftlichen Stammbaum unter der Freak Ecke. Wer sich noch an die phänomenal absurde Kifferpraxis des “Hot Knives” entsinnen kann, dem wird dieses Verfahren schon längst bekannt sein. Die Evolution des Prinzips des reinen Erwärmens rauchbarer Substanzen fand jedoch ihren nächsten Schritt in einem Gerät, das als Prototyp für den Aromizer fungieren sollte: The Vaporiser. Mit einem Heißluftfön wurde Marihuana (ohne Nikotinzusatz) erhitzt, nicht verbrannt, und ohne Ausscheidung von weiteren Dampfstoffen inhaliert. Von einem Medizinmann aus Chattanoogga, namens Eagle Bill, erstmals 1996 in Heidelberg vorgestellt – im Rahmen der Alternativveranstaltung zum 2. Internationalen Kongreß des Europäischen Collegiums für Bewußtseinstudien (ECBS) – , erweckte das Gerät, wegen der Reinheit der Substanzaufnahme, reges Interesse. Dem Aromizer-Erfinderteam, Research and Experience, war der logische Gedankensprung von da an klar: “Wenn aus einer Pflanze die Wirkstoffdämpfe extrahiert werden können, warum dann nicht aus sämtlichen weiteren Heilpflanzen?” In den letzten zwei Jahren wurden sämtliche weitere Prototypen des Aromizers entwickelt und getestet. Der Unterschied zu seinem Stiefvater, dem Vaporiser, besteht in der Heizquelle: Lichtemission statt Heißluft. Inzwischen ist auch das Patent für den schwarzen Kasten durch und eine befristete medizinische Erlaubnis erteilt worden. Der Schweizer Chemiker und Erfinder der Lysergsäure-diäthylamid (LSD), Dr.Dr.h.c.mult. Albert Hofmann, hat auch schon sein positives Urteil gefällt: “Medizinisch gesehen sinn- und wertvoll.” Dennoch ist der Aromizer kein Endprodukt als solches, wie Frank Gill, Erfinder und Entwickler des Projektes, erklärt: ”Der Aromizer ist nicht nur MADE IN GERMANY, sondern HANDMADE in GERMANY.” Der großangelegte Serienbau steht deswegen bislang noch aus, konkrete Anwendungsbeispiele dagegen nicht. Als Chira mit 17 Jahren in ein Autounfall geriet, wurde bei der Untersuchung irreparabler Knochenkrebs entdeckt. Ihm wurde maximal ein Jahr zu leben gegeben. Seine Psychologin empfahl eine Marihuanakur zur Linderung der unerträglichen Schmerzen. Als Freund des Research And Experience Teams wurde er zum Auslöser der Entwicklung des Aromizer Gerätes. “Unser Anspruch war es, eine Maschine zu bauen, mit der sowohl Therapeut als auch Patient zurechtkommen würden.” Die ersten Modelle ähnelten einer Konstruktion aus der Dritten Welt, wirkten aber: “Das erste Modell war in einem Holzgehäuse untergebracht. Die Heizregulierung wurde mit einem Backofenthermostat gelöst.” Chira lebte vier weitere Jahre. Anderthalb Jahre vor seinem Tod begann er, sich mit dem Gedanken der Reinkarnation zu beschäftigen. Das letzte Mal, als ich ihn sah, war auf einer Parkbank. In einer unerfreulich kalten Winternacht saß er mit einem Freund und genoß den Abend. Er hatte Ruhe gefunden. Kurz darauf starb er. Neben einer solchen Marihuanakur gegen Schmerzen findet der Aromizer weitere Anwendung in einer Vielzahl medizinischer Bereiche, vor allem bei Bronchialerkrankungen wie Reizhusten und verschiedenen Katarrhen. Besonders in Verbindung mit Salbeipflanzen werden auch Asthmabeschwerden erheblich verringert. Die Vorzüge einer Aromizer-Anwendung liegen in der raschen Wirkung bei Einnahme. Für eine weitere Beschreibung der Anwendungsgebiete empfiehlt sich ein Blick in die Literaturliste. Weitere Informationen sind auch auf der Webseite, sowie per E-Mail erhältlich: URL: http://www.aromizer.com E-Mail: research@aromizer.com Weiterführende Literatur: Christian Rätsch “Der Atem des Drachen”, AT Verlag 1996. Christian Rätsch “Pflanzen der Liebe”, Hallwag 1990, auch AT Verlag 1996. Richard E. Schultes / Albert Hofmann “Pflanzen der Götter”, AT Verlag 1995. Dr. David Frawley, OMD “Ayurvedic Healing: A Comprehensive Guide” Narendra Prakash Jain For Motilal Barnasidass Publishers Private Ltd., Bungalow Rd., Delhi 110007, India.

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