Katie Stelmanis präsentiert elf grandios gesungene Pop Symphonien
Text: Thaddeus Herrmann aus De:Bug 152

Puccini, Debussy, Mozart, Bach, Synthpop. Für Katie Stelmanis ist das kein Paradox, sondern eine logische Schlussfolgerung. Eigentlich wollte sie Opernsängerin werden, kämpfte hart dafür und gab diesen Karriereweg dann doch für das bodenständige Pop-Business auf. Jetzt sitzt sie hinter ihren Haaren und lauscht ins Leere. Feel It Break, ihre erste LP, ist gerade fertig geworden.

Dass Katie Gesang immer als etwas Heiliges verstanden hat, das hört man jedem Ton dieser Sammlung aus elf umwerfenden Songs an. Der Rest – und das ist das, was die Platte auf einem derart schmalen Grat balancieren lässt – ist eigentlich eine schnell zusammengebaute Preset-Symphonie.
Kategorisch mit zu viel Hall klingt Katie Stelmanis eher wie eine überraschend gut gelaunte Lisa Gerrard, allerdings ohne keltisches Pathos. Zum Glück. Aber wenn die Bassline wobbelt und die Euphorie im Stakkato explodiert, dann ist die Welt in Ordnung. Auf eine ganz und gar oldschoolige und daher fast schon irritierende Art und Weise.

Austra, Feel it Break, ist Mitte Mai auf Domino erschienen