In einem einzigartigen MashUp aus Science Fiction, Steampunk, Thriller und Psychoanalyse erschafft Banks eine Welt, die von der Sekten-artigen Firma "The Concern" kontrolliert und bestimmt wird.
Text: Thaddeus Herrmann aus De:Bug 138

Es ist die große, längst überfällige Parabel unseres noch jungen Jahrtausends. Mit Terror, Irritation, Mutmaßungen und dem immer größer werdenden Informationsvorsprung der herrschenden Klasse. Banks, das war von dem schottischen Autor nicht anders zu erwarten, bewältigt dieses Unterfangen nicht mit gefühlvoller Betroffenheit, sondern der ihm typischen Kodderschnauze.

In einem einzigartigen MashUp aus Science Fiction, Steampunk, Thriller und Psychoanalyse erschafft Banks eine Welt, die von der Sekten-artigen Firma “The Concern” kontrolliert und bestimmt wird. Deren Mitarbeiter haben alles im Blick und dank einer speziellen Substanz können sie zwischen einer unendlichen Anzahl Paralleluniversen hin- und herreisen.

Für diese Reisen gibt es eigentlich nur zwei Gründe: Mord und Rettung. The Concern weiß alles und schaltet und waltet nach seiner ganz eigenen, unergründlichen Raison. Banks wechselt wie besessen zwischen den Charakteren, zwischen den Zeitreisenden, der Chefin der Firma, den Folterknechten, den Austeigern und den Untergrund-Kämpfern, die die Firma entmachten wollen.

Und in “unserer” Welt – die kommt auch vor – droht nicht der Islam mit seinem Terror, sondern die Christen sprengen Flughäfen in die Luft. “Transition” ist ein wichtiges Buch, das einen nicht nur mit seiner verwirrend absurden Vielschichtigkeit in einen Bann zieht, aus dem man sich nie mehr lösen will. Die Vermischung von Realität und Imagination führt uns den Ist-Zustand unserer Welt in bahnbrechender Härte und literarischer Brillanz vor Augen. Dieses Chaos muss ein Ende haben.

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Elektronische Lebensaspekte.