Text: clara völker | caynd@debug-digital.de aus De:Bug 52

buch

talking (not half of) all that jazz
The Rough Guide To Hip Hop

Stadtführer für musikalische Stilrichtungen sind ein kompliziertes Unterfangen, schließlich ist die Seitenzahl meist begrenzt und Musikbetrachtung selektiv und subjektiv. Daher heißen die “Rough Guides” wahrscheinlich auch so wie sie heißen. Sie stellen grob aber nicht polternd dar, was jemand Ahnungsloses zum behandelten Thema wissen sollte, damit er eine etwaige Vorstellung davon bekommt. Ein Einblick im praktischen Hosentaschenformat, für alle, die meinen, dass es gut sein könnte, ein solches Buch immer griffbereit zu haben. Man weiß ja nie, hiermit aber sicherlich mehr, denn auf über dreihundert Miniseiten werden einem wichtige Fakten und Ansichten über relevante Rapgruppen und Hiphopfacetten auf die Nase gebunden. Der Werdegang von einer Menge Big Players sowie kleinerer aber einflussreicher Gruppen wird je mit der besten Platte der Gruppe abgeschlossen, was teilweise Ansichtssache ist. Daneben werden Gebiete wie britischer und kanadischer HipHop kurz angerissen, ebenso Graffiti und Breakdance, Miami Bass und Electro und auch DJing und Label wie Death Row oder Rawkus. Alles in allem ein informativer und kompakter Katalog, der einem soweit es geht Hintergründe beschreibt, mit Hauptfokus auf Amerika, zum Querlesen recht unterhaltsam. Ein so umfangreicher und ultimativer Guide, wie es der Klappentext behauptet, ist es allerdings nicht. Solche guidende Büchlein gibt es übrigens auch für House, Drum and Bass und Techno. Nicht wirklich notwendig, aber zum flinken Vermehren von theoretischem Wissen wahrscheinlich ganz gut geeignet.

Peter Shapiro: The Rough Guide To HipHop, Penguin, 6.99 Pfund bzw. 11.95 $
http://www.roughguides.com/music/index.html

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Elektronische Lebensaspekte.