The Ashgate Research Companion to Popular Musicology
Text: Christoph Jacke aus De:Bug 141

Derek B. Scott, “Professor of Critical Musicology” an der Universität Leeds, hat einen internationalen Pool an Wissenschaftlern diverser Disziplinen versammelt, um gemeinsam eine Art Handbuch für Popmusik-Interessierte, Studierende und Wissenschaftler zu erarbeiten. Popular Musicology bedeutet ganz grob übersetzt den Bereich einer fachübergreifenden Popmusiksoziologie mit deutlichem Gewicht auf Musik-, Medien- und Kulturwissenschaft. Während dieser Begriff auch im Deutschsprachigen langsam ankommt ist er im Angloamerikanischen längst etabliert und ausdifferenziert.

Gegliedert hat Scott seinen knapp 600 Seiten starken “Forschungsbegleiter” in die Kapitel “Film, Video and Multimedia”, “Technology and Studio Production”, “Gender and Sexuality”, “Identity and Ethnicity”, “Performance and Gesture”, “Reception and Scenes” sowie “The Music Industry and Globalization”, und dafür in der internationalen Popmusikforschung renommierte Autoren wie Anahid Kassabian, Peter Wicke, Ian Inglis oder Andreas Gebesmair gewinnen können.

Neben vielen nahe liegenden Themen wird sich aber auch mit zunächst exotisch anmutenden Feldern wie Altern in Popmusik (Nicola Smith), Musik und kreative Wissensökonomie (Geraldine Blustien) oder Gesangsstil und Männlichkeit (Jacqueline Warwick) beschäftigt. Der Companion richtet sich laut Scotts Einleitung an Neugierige, “[…] who need to familiarize themselves with the work of cutting-edge researchers, rather than to study textbooks that cover tried and tested methodologies from the past”. Und auch wenn der Band in jeder Hinsicht nicht ganz einfach zu haben ist, so lohnt sich die Lektüre der vielfältigen Ansätze.

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Elektronische Lebensaspekte.