Juri Gagarin und Ägypten im Zirkelschluss
Text: Anton Waldt aus De:Bug 151


Foto: CC-BY Fyodor Nosov

Heute jährt sich der Aufbruch der Menschheit ins All zum 50sten mal: Am 12. April 1961 flog der Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin im Raumschiff Wostok 1 als erster Mensch in den Weltraum und umrundete unseren Planeten einmal, bevor er Sowjet-Technik-Widrigkeiten zum Trotz wohlbehalten zur Erde zurückkehrte.

Danach war Gagarin der größte Popstar der Sowjetunion, der auch dem befreundeten Ausland die Ehre erwies. 1962 besuchte er Ägypten, also das Land, das 2011 für einen Aufbruch steht, mit dem sich universelle Menschheitshoffnungen verbinden. Im direkten Vergleich könnte der Unterschied allerdings nicht größer ausfallen:

Während es in Ägypten soziale, politische und kulturelle Werte sind, die Anlass zum Optimismus bieten, gründete sich die Zukunft für Gagarin und seine Zeitgenossen auf den vermeintlich unaufhaltsamen Siegeszug der Technik. Und genau dieser Glaube an grenzenlose technische Machbarkeit scheint dieses Jahr endgültig an einem Wendepunkt angekommen.

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6 Responses

  1. Kedmanee

    “Glaube an grenzenlose technische Machbarkeit … an einen Tiefpunkt angekommen” Nein, ist er nicht!

  2. Anton Waldt

    @kedmanee: hast völlig recht, es muss “wendepunkt” heissen.