Wodka in Portionstüten aus De:Bug 110


Unser Supermarkt um die Ecke hat jetzt von Montag bis Samstag bis 22 Uhr auf, da ist wenig los und man kann sogar funky Konsum-Dinge entdecken, die man eher in Japan vermutet hätte: Schnaps in Portionstüten zum Beispiel, der “Bum” heißt.

Die drei Geschmacksrichtungen “Energy”, “Lemon” und “Blutorange” haben jeweils ordentlich Wodka drin, der für einen dezenten Terpentin-Nachgeschmack und satte 16 Umdrehungen sorgt. Bei sieben Kurzen in sieben Beuteln für 2,29 € also der ideale Tascheninhalt für jugendliche Nichtsnutze auf der Rolle, die sind nämlich meistens klamm, stören sich nicht am dezenten Terpentin-Nachgeschmack und hängen sowieso mehr vor Discos rum als drinnen an der Bar. Auch wenn sich “Bum” natürlich perfekt dafür eignet, um an den Bouncern vorbei in die Disse geschmuggelt zu werden … wobei der Terpentin-Nachgeschmack übler werden sollte, durch die Erwärmung beim Beutelschmuggel in der Boxershorts.

Das natürliche Bum-Terrain dürfte trotzdem der Parkplatz und die Straße werden, wenn die Temperaturen dort wieder langwieriges Rumhängen gestatten. Klar dürfen Beutel mit 16 Umdrehungen nicht an Jugendliche unter 18 verkauft werden, aber wenn die Rechnung der Firma Sunny Selection aufgeht, gibt es im Sommer einen moralischen Aufschrei-Remix des großen Alkopop-Haareraufens von 2004. Und vielleicht kommt dann nach dem “Gesetz über die Erhebung einer Sondersteuer auf alkoholhaltige Süßgetränke (Alkopops) zum Schutz junger Menschen” auch die “Sondersteuer auf Schnaps in Portionsbeuteln zum Schutz der Parkplatzraver”.

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Elektronische Lebensaspekte.

One Response

  1. Beanie

    I can’t believe I didn’t buy these when I was in Berlin. Schade 🙁