Ich hab noch einen Koffer in Detroit
Text: Sascha Kösch aus De:Bug 112


Amsterdam hat Glück. Über einen Mangel an neuen herausragenden DJs und Produzentinnen müssen sie sich nicht beklagen. Erst Shinedoe und Steffi von Klakson und jetzt Estroe aka Esther Roozendaal. Seit zehn Jahren als DJ unterwegs, u.a. als Resident im legendären Mazzo, hat sie vor knapp drei Jahren zu produzieren begonnen, und ihre Tracks treffen mitten ins Detroit-Herz von Holland. Zunächst auf 12″-Compilations des hierzulande noch ziemlich unbekannten Eindhovener Labels Lessismore (die erste mit dem brillanten Titel “Butminimalistoomuch”), gibt es dieses Jahr gleich zwei eigene EPs.

Bei Connaisseur zeigt sich mit “Driven”, dass Detroit aus Holland mittlerweile auch als Trittbrett für Europa funktioniert. Und dadurch, dass Estroe zusammen mit dem Vorreiter kontinentaler Detroitvisionen (Stefan Robbers aka Terrace und Klaas-Jan Jongsma aka The Moderator von u.a. Techno Tourist und Ground Zero) das neue digitale MP3-Sublabel von Eevolute, EevoNext, managed, merkt man deutlicher denn je, was Detroit in Holland ausmacht: Es lässt keine Generation zurück. Wenn ein solcher Zusammenhalt dazu führt, dass mehr deepe, housige, aber dennoch reduziert minimal-fundamentale Tracks wie die von Estroe von Holland aus den Dancefloor erobern, muss man sagen, dass wir Glück haben, dass Amsterdam Glück hat.
http://www.myspace.com/djestroe

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Elektronische Lebensaspekte.