Macromedias Flash versteht sich als Tool für bessere Applikationen und Content im Netz. Viele glauben daran und basteln mit Flash an ihren fluffigen Product Sites oder versuchen damit, online VJ zu spielen. Um zu lernen, wie man XML in lustige Datenwolken verwandelt oder was Action Skript in Version MX verspricht, liest man entweder in der Online Hilfe oder kauft sich jede Menge Bücher. Marcus Hauer hat sich durchgeblättert.
Text: Marcus Hauer aus De:Bug 65

Das Standardwerk unter den Kompendien ist bei McGraw Hill/Osborne erschienen: “Macromedia Flash MX: The Complete Reference” von Brian Underdahl. Angefangen bei den einfachsten Funktionen bis hin zu ActionScript wird auf 720 Seiten alles erklärt, was der geneigte Flash Developer wissen sollte. Prima auch, dass ein extra Kapitel sich dem Produzieren von Flashmovies für den PocketPC widmet.
Wem englische Handbücher aber zu anstrengend sind, der kann ruhigen Gewissens auf das bei “Markt+Technik” erschienene “Flash MX und ActionScript: Webdesign und dynamisches Programmieren” zurückgreifen. Trotz der Vorurteile, die man auf Grund des schlechten Design (Wir probieren Photoshop-Filter aus!) haben könnte, beschreibt es wirklich prima kompetent auf 950 Seiten bis ins letzte Detail sehr anschaulich, was es zu beachten gibt. In einer kurzen Einführung wird auf die Verbindung der Skriptsprache ASP mit Flash eingegangen, um damit auf Datenbanken zuzugreifen.
Beide Bücher kann man, je nach Präferenz der Sprache, empfehlen, da sie auch ungefähr den gleichen Preis haben.

Für Fortgeschrittene

Ein etwas anderes, dafür aber umso praktischeres Buch, ist bei unserem heimlichen Lieblingsverlag “Friends of ED” rausgekommen. Bei “Flash MX Studio” geht es einzig und allein darum, euer bereits bestehendes Wissen aus “Flash 5” mit allen neuen Funktionen abzugleichen. Der Fokus liegt ganz klar auf “ActionScript”, das Buch soll also eher den Profi ansprechen. Unser Tip für alle, die meinen, sie wüßten schon alles!
Wem noch die Grundlagen fehlen, der kann sie mit “Foundation ActionScript for Macromedia Flash MX” aus demselben Verlag nachholen – der nötige Enthusiasmus wird einem mit einer Portion schulischem Humor vermittelt. Weiterhin gibt es bei “McGraw Hill/Osborne” noch das “Macromedia Flash MX Developer Guide”, das als Ergänzung zur Reference zu sehen ist und sich besonders mit den Erweiterungen von Flash beschäftigt. Von 3D bis MySQL, und von XML bis “Director” wird nichts ausgelassen, was einem sonst auch nach Stunden der Google Suche verborgen bleibt.
Das bei “O’Reilly” erschienene ” ActionScript: The Definitive Guide” wurde aus verantwortungsvollem Handeln von ActionScript-Gott Colin Moock noch nicht auf “Flash MX” geupdated. Moock meint, man müsse mehr leisten als nur die Manuals von “Macromedia” abzuschreiben. Das verstehen wir nur zu gut und warten gespannt. Typisch O’Reilly.

VJ oder DJ?
Eine der wichtigsten Neuerungen von “Flash MX” ist die Native-Einbindung von Video. Damit demnächst wieder eine Lawine aus VJ-Tools im Netz über uns hereinbricht, hat sich der bereits genannte Lieblingsverlag dem Thema Video intensiv gewidmet. Mit “Flash MX Video” liefern die “Friends of ED” ein wirklich bis ins Detail gehendes Handbuch, das auch Audio nicht auslässt. Anhand eines Projektes wird einem jeder Schritt nachvollziehbar erklärt und um Schluss gibt’s noch die Anleitung für die Steuerung per “ActionScript”.
In Sachen Sound hat auch “New Riders” ein prima Buch zu bieten. “Flash MX Audio Magic” ist ein handy Buch mit fünf Kapiteln, das alles vom editieren, interagieren bis hin zum Streamen bietet und anhand von 15 Projekten eigentlich alles erklärt: Sounds, Flash und überhaupt.

Hey du – kreativ?
PrayStation. Joshua Davis. Lange mussten wir warten, auf ein Buch, das so auch schon vor einem Jahr hätte erscheinen können. Wurde es doch von “New Riders” auf Eis gelegt, um es pünktlich mit “Flash MX” zu releasen. “Flash to the core” ist ein Buch, das allen, denen die Flash-Hilfe reicht, einem den Blick des Joshua Davis auf Flash vermittelt. Einige Projekte der letzten beiden Jahre werden anhand von Texten (fast ohne Bilder) erklärt und nachvollziehbar abgehandelt. Insgesamt ein wirklich nicht zu unterschätzendes Buch, das nur einen Haken hat: Es hat nichts mit “Flash MX” zu tun. Egal, die erste Auflage ist wohl schon ausverkauft.
Genau das Gegenteil zu diesem Buch ist das von den Lieblingsfriends erschienene “fresh flash: new ideas with Flash MX”. Anhand der einzelnen neuen Möglichkeiten von “Flash MX” erklärt einem jeweils ein Designer erklären, was möglich ist. Eigentlich der Geheimtip, den man aber auf keinen Fall als einzelnes Buch benutzen sollte, sondern in Kombination mit “Flash MX Studio”. Sind das doch die beiden einzigen wirklichen “Flash MX” Bücher, die diesen Namen auch verdienen.

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Elektronische Lebensaspekte.