Die aktuelle Ausgabe der De:Bug ist dem Thema Augmented Reality gewidmet, der erweiterten Realität. Das passende Cover-Motiv stammt von dem niederländischen Künstler Florentijn Hofman, der die Realität mit dem "Rubber Duck Project" um 16 Meter große, gelbe Quitscheenten erweitert.

Osaka
Bild: Florentijn Hofman

Seine aufblasbaren Enten inszeniert Florentijn Hofman, wie viele seine Projekte, im öffentlichen Raum und so wurden die Riesenerpel bereits in Japan, Frankreich und Brasilien zu Wasser gelassen. Das Bild auf dem Cover, wurde in Osaka aufgenommen, passend zum Japan-Themenschwerpunkt aus De:Bug 138.

Hofmann wählte für seine Installationen das Motiv der lustigen Quitscheente, weil es sich jeglicher politischer und kultureller Barrieren entzieht. Sie sind einfach freundliche Wesen, die auf der ganzen Welt einem Zweck dienen – den Menschen zu erfreuen und ein Lächeln zu zaubern. Die Enten tauchen dort auf, wo sie am wenigsten hin passen und stehen im krassen Kontrast zu Ihrer Umgebung – Sei es eine eckige, graue Stadtkulisse oder ein natürlicher See.

Florentijn
Bilder: Florentijn Hofman

Auf den zweiten Blick kann man seinen Installationen jedoch trotzdem eine subtile, politische Aussage zusprechen, denn sie verbinden nicht nur Menschen in den jeweiligen Städten, sondern auch über internationale Grenzen hinweg. Damit könnte das „Rubber Duck Project“ nicht nur als eine erfreuliche Erweiterung der grauen, urbanen Realität wahrgenommen werden, sondern auch als Forderung für Toleranz über kulturelle Grenzen hinweg.

Wie die riesen Enten überhaupt aufs Wasser kommen und dort aufgeblasen werden, kann man im folgenden Filmchen sehen, der den Aufbau im belgischen Hasselt zeigt.

Mehr interessante Aspekte der Agumented Reality, wie zum Beipiel die Verbindung von Kunst mit der erweiterten Realität, gibt es in der aktuellen Ausgabe der De:Bug 138.

http://www.florentijnhofman.nl

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