Drucken in schick
Text: Thaddeus Herrmann aus De:Bug 116


Wenn es eine Ecke im Büro gibt, wo niemand gerne länger als nötig hinschaut, dann ist es die, wo der Drucker steht. Nicht nur die Kartons mit dem Papier sind uns ein Dorn im Auge, sondern vor allem auch die Geräte selbst sind nicht gerade Vorbilder in Sachen Design.

Die Rechner haben ihre Druck-Bots in Punkto Aussehen schon lange abgehängt. Damit ist jetzt Schluss, dank Samsung. Mit zwei neuen Geräten lässt der Technik-Multi nun auch in der Drucker-Branche die lange fällige Design-Revolution vom Stapel. Glänzend, kompakt und mit slickem Klavier-Lack können es zukünftig die Drucker und nicht mehr die iMacs sein, die endlose “Ohs” und Ahs” aus den offenen Mündern zaubern.

Kleiner Alleskönner

Schauen wir zunächst auf die inneren Werte: Der ML-1630 ist ein monochromer Laserdrucker, der mit seinen gerade mal 33x37x12 Zentimetern Ausmaß nun wirklich in jede Ecke passt, auch wenn exponierte Orte für ihn eigentlich viel besser geeignet wären. Bis zu 16 Seiten pro Minute schafft der kleine Alleskönner bei einer Auflösung von bis zu 1200×600 dpi.

Der Clou: Lange Aufwärmzeiten, wie wir sie von Druckern dieser Art kennen, und abartig laute Lüfter gehören bei Samsungs neuen Geräten der Vergangenheit an. Keine 15 Sekunden braucht der ML-1630, um aus dem Standby-Modus aufzuwachen, und schwuppdiwupp kommen die Seiten auch schon aus dem Beckstein der Drucker. 100 Seiten passen in die Kassette, das sollte eine Weile reichen. Wer sich in den Innereien eines Laserdruckers auskennt oder sich einfach im Laden die Modelle anschaut, fragt sich eh, wie Samsung es geschafft hat, die Komponenten, die so ein Druck-Bot braucht, auf so kleinen Raum unterzubringen.

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Großer Bruder

Der große Bruder, der SCX-4500, ist nicht nur Drucker, sondern auch gleich Kopierer und Scanner. Auch dieses Gerät ist mit seinen 33x39x17 Zentimetern alles andere als groß, schafft ebenfalls 16 Seiten pro Minute im Druckermodus, Auflösung ist hier 600×600 dpi. Im Kopiermodus kommen wieder 16 Seiten aus der Maschine, gezoomt wird von 50-200%. Gescannt wird mit 600×2400 dpi, interpoliert werden kann hier bis maximal 4800×4800 dpi.

Software zum Handling gibt es selbstverständlich dazu. Und natürlich ist der SCX-4500 genauso leise und genauso schnell bei der Sache wie der ML-1630. Wir haben uns die Geräte auf der IFA angeschaut und hätten ehrlich gesagt nicht gedacht, dass uns neue Drucker so begeistern könnten. Beide Modelle sind bereits im Fachhandel erhältlich, der ML-1630 kostet 229 Euro, der SCX-4500 schlägt mit 349 Euro zu Buche.

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Elektronische Lebensaspekte.