Von Malaria! zu Monika-Enterprise
Text: Electric Indigo aus De:Bug 111


Hinweis: In der De:Bug 111 wird fälschlicher Weise “Susanne Kirchmaier” als Autorin dieses Textes genannt. Das ist natürlich Blödsinn, korrekt wäre Electric Indigo gewesen, deren Nachnamen im Zivilleben “Kirchmayr” lautet. Mit “y” und “r”. Ja. Peace.

Die Frau, die Teil der Bands Mania D, Malaria!, Matador war, hinter Moabit Music steht und seit zehn Jahren das Label Monika betreibt, bringt im März ihr Album “I put a record on” heraus – wohl der besonders nahe liegende Veröffentlichungsmonat für jemanden mit offensichtlicher M-Schwäche.

Schon in ihrer Kindheit eher vom Reiz des Risikos fasziniert als auf Sicherheit bedacht, hat sie lieber im Wald der Lüneburger Heide Bomben ausgegraben, das Studium zugunsten einer wilden Underground-Bandkarriere aufgegeben, die Neue Deutsche Welle überlebt und an der Entstehung der Berliner Technoszene aktiv teilgenommen. Berlin, Subkultur und Gudrun Gut stehen in einem Bedeutungszusammenhang, der auf anschaulichste Weise die spezifischen Qualitäten dieser Stadt und einer für sie exemplarischen Laufbahn begreifbar macht.

Debug: Du kennst Berlin seit fast 30 Jahren – gefällt dir, wie sich die Stadt entwickelt hat?

Gudrun Gut: Ende der 80er hat sich diese Underground-Musikszene, in der ich mich befand, in eine sehr negative Richtung entwickelt, ist implodiert. Da war für mich der Punkt gekommen, an dem ich sagte, ey, ich muss raus aus Berlin. Ich wollte nach Barcelona gehen, das hatte ich mir ernsthaft überlegt. Dann kam der Mauerfall und es wurde plötzlich eine ganz neue Stadt, mit Umland. Die schönsten Straßen und Gebäude, das Zentrum, waren plötzlich zugänglich. Der Mauerfall an sich – ich war zu Tränen gerührt, das waren unvergessene Momente. Es gab ein neues Nachtleben, neue Clubs, neue Cafés – das ging ganz schnell. Da wurden einfach irgendwelche Wohnzimmer genommen …

Debug: Ich hege die These, dass der durchschlagende Erfolg elektronischer Tanzmusik auf dem Mauerfall beruht. In den Grauzonen der unklaren Besitzverhältnisse wurden die notwendigen Freiräume geschaffen, wo diese Kultur erst richtig gedeihen konnte.

Gudrun Gut: Die Berliner waren auch unheimlich ausgehfreudig, man wollte die plötzlich neue Stadt kennen lernen, Ost und West wollte sich vermischen.

Debug: Kann es sein, dass “Ossis“ und “Wessis“ einander erst in den Berliner Clubs wirklich begegneten und was zusammen machten?

Gudrun Gut: Das kann schon sein. Ich glaube nicht, dass das durch Schmeißen von Bananen passiert ist.

Debug: Wodurch kam es denn zum vorher angesprochenen Implodieren der Berliner Underground-Szene und wer gehörte dazu?

Gudrun Gut: Na so diese 80er Jahre, Malaria!, Matador, Die Haut, Tödliche Doris, Sprung aus den Wolken, Neubauten – diese ganze Szene. Das war ja ein größerer Block von vielen Bands …

Debug: … die sich im Café M getroffen hat?

Gudrun Gut: Ja, und im Risiko, später noch das Ex Und Hopp. In Schöneberg und Kreuzberg war die alternative Szene. In den 80ern kam erst mal der Ausverkauf durch die Neue Deutsche Welle, von der wir uns total distanziert haben. Bei Matador brachten wir z. B. nur Kassetten raus, wir sind richtig untergetaucht und hatten auch Angst, uns zu verkaufen, weil das so ausgeschlachtet worden ist. Das war so eine dunkle Antihaltung in den 80ern, die immer düsterer wurde. Da hat dann keiner mehr den andern unterstützt, es war auch unheimlich drogenverseucht.

Heroin in Berliny

Debug: Welche Drogen?

Gudrun Gut: 80er war natürlich Speed, durch die Australier hielt dann auch Heroin in Berlin Einzug. Das gab’s zwar vorher auch – Christiane F. und so – aber es hatte uns nicht so richtig tangiert, mehr Speed und Alkohol, klassische 80er Punkdrogen. Durch Techno kam dann Extasy – positive Kraft, plötzlich weiße Klamotten und so …

Debug: Also von schwarz auf weiß, von negativ auf bejahend und freudig in die Zukunft blickend auf das, was da kommen mag. Welche Australier haben eigentlich das Heroin gebracht?

Gudrun Gut: Na, Birthday Party, Nick Cave, Blixa hat ja auch bei Nick Cave gespielt. Australien war eben viel Heroin. Jedes Land hat so seine Drogen, in Australien war das eine ganz normale Droge, weil es so nah an Asien liegt.

Debug: Siehst du die Zeit nach der Wende musikalisch mit Techno verbunden oder gab es da noch andere wichtige Strömungen?

Gudrun Gut: Auf jeden Fall, das war schon hauptsächlich Techno, mit Tresor und Planet, dem Vorläufer vom E-Werk. Obwohl ich schon sagen muss, dass ich nicht nur Techno-Mensch bin, ich habe mit meiner Freundin Danielle damals auch sehr gerne Tricky und Massive Attack gehört, aber hinterher fanden wir das dann gar nicht mehr gut, weil es so kommerziell geworden ist. Es war für mich richtig toll auszugehen und zu tanzen – wir waren oft im E-Werk und dachten uns, au ja, man tanzt wieder!

Debug: Und wozu hast du vorher getanzt?

Gudrun Gut: Ich kann zu allem tanzen, auch zu Led Zeppelin, da habe ich kein Problem mit. In den neuen Clubs war das aber eine ganz andere Art zu tanzen: diese sich langsam entwickelnden Beats, man wusste gar nicht, wie die Zeit verging, und plötzlich hatte man drei Stunden getanzt. Und danach fühlte man sich gut, dann ist die Sonne aufgegangen. Im Tresor waren wir auch manchmal, da habe ich diesen harten Techno echt genossen. Sonst war mir das immer ein bisschen zu viel, aber dort passte es einfach, das war perfekt in diesem Keller. Ich fand es auch gar nicht so weit weg von der Underground-Szene, aus der ich kam, weil dort ja auch das Minimale ganz oben auf der Liste stand, diese Einfachheit und das Reduzieren. Das fand ich durch Techno auf den Punkt gebracht. Aber das Tanzorientierte hatten wir natürlich nicht. Das war das Neue.

Debug: Gab es auch eine Parallele in der Brachialität?

Gudrun Gut: Absolut. Neubauten. Das passte schon irgendwie alles.

Debug: Ich finde es übrigens lustig, dass du dich musikalisch im Techno wieder erkannt hast, mir ging es nämlich ähnlich, obwohl ich eher vom HipHop, Funk und Soul kam. Mir waren immer die Beats und der Bass wichtig, bei HipHop-Nummern spielte ich am liebsten die Instrumentalversionen. Bei Techno sah ich dann sozusagen die Essenz der massiven Beats und funky Basslines …

Gudrun Gut: Weil es so minimal ist, das alles reingeht! Haha! Bei HipHop sind mir auch die Versionen ohne Vocals lieber. Die wollen mir immer was erzählen.

Debug: Interessant, ich habe vorher dein neues Album gehört und viele Stücke sind mit Text. Du willst mir also auch was erzählen!

Gudrun Gut: Aber nicht auf so eine aggressive Weise, das ist schon was anderes. Ich stehe ja auf Gesang, bin ein unheimlich stimmenorientierter Typ, merke mir Stimmen und erkenne daran ein Stück wieder. Ich hab auch in den 90ern keine normale Technoplatte gemacht, da komme ich nicht her. Ich komme dann doch eher vom Pop-Rock-Underground … gar nicht unbedingt mit Songstrukturen, die haben wir immer zerstört, aber auch mit Vocals arbeiten. Ich habe doch da die “Members of the Ocean Club“-Platte gemacht, was dann schon so Technoanklänge hat, diese 90er Sounds und alles, aber es ist mit Gesang und es sind Popstücke.

Debug: Aber du warst Konsumentin von Techno – hattest du da Lieblingsstücke?

Gudrun Gut: Nur ein paar Platten fallen mir noch ein: Sun Electric, Basic Channel, Aphex Twin.

Debug: Dann war wohl eher das soziale Erleben wichtig?

Gudrun Gut: Auf jeden Fall! Aber z.B. mit Housemusik hatte ich immer extreme Probleme, das war mir immer zu seicht, zu nett. Mit hartem Techno hatte ich sofort diesen Anker zu meinen Roots, aber nicht mit House, außer eben diese Theo-Parrish-Abteilung. Und dann hab ich einmal Juan Atkins gesehen, da verstand ich, wovon sie redeten. Wie er auflegte, das war so durchseelt, das fand ich großartig! Aber die Musik an sich, wenn ich die Tracks einzeln hörte, dann musste ich sofort sagen: Ne, das is’ nix für mich, da konnte ich nie richtig rein bei House, jetzt immer noch nicht. Ich hab’s ja versucht, aber das sagt mir nichts.

Debug: Gestern traf ich Dan Curtin, kennst du ihn?

Gudrun Gut: Nö.

Debug: Er kennt dich auch nicht. Ich war etwas konsterniert deswegen und sagte unter anderem, du machtest den Ocean Club, und er fragte, wo der denn sei, was mich wiederum kurz verunsicherte, weil ihr doch auch immer wieder Ocean-Club-Partys veranstaltet habt und ich ihm keine genaue Antwort geben konnte.

Gudrun Gut: Ja, aber die letzten eineinhalb Jahre machen wir fast nur Radio, weil Thomas (Fehlmann) mit seinem Liveprogramm so viel unterwegs ist und ich meine Platte gemacht habe und so weiter.

Ocean Club

Debug: Was ist die Idee hinter Ocean Club?

Gudrun Gut: Bei mir passiert immer alles, ohne dass ich viel überlege. Also ich habe das “Members of the Ocean Club“-Album gemacht (erschienen 1996) und es hing auch mit den Clubs um mich herum zusammen, dass ich “Club“ mit reinnahm, aber das Ding war, ich wollte auf keinen Fall wieder eine Band. Inzwischen ist es gar nicht mehr so schlimm, aber zu dem Zeitpunkt dachte ich: Band – niemals! Es war zu eng für mich, ich dachte, Club – das ist was Freiwilliges, wo die Leute reingehen können und rausgehen können. Etwas, das nicht so fest ist, eher so likeminded friends. Und dann war das Album da und wir brauchten eine Record Releaseparty. Wir machten die Party im Tresor unten, die Plattenfirma hat auch glücklicherweise die Dekoration bezahlt und so hatten wir dann plötzlich den Club im Club. So formierte sich der “neue“ Ocean Club durch regelmäßige Abende mit eigenen DJs – Chica Paula hat da angefangen aufzulegen, Sun Electric haben dann auch z. B. mal eine Wire Compilation gespielt, die Mermaid hat an der Bar gearbeitet und so was – jeden Sonntag im Tresor unten, in dem ganz kleinen Raum, und oben war meistens Tanith mit Ellen. Irgendwann, nach einem Jahr ungefähr, hatte ich keinen Bock mehr. Wir haben da auch kein Geld verdient und jede Woche war mir dann doch zu viel. Dann kam mir der Gedanke, dass ich so gerne Radio machen möchte, und durch Zufall bekamen wir eine Show auf Radio 1. Seitdem machen Thomas (Fehlmann) und ich jeden Freitag von 23 bis 1 Uhr zwei Stunden Radioshow.

Debug: Ist die Sendung live?

Gudrun Gut: Nein, die ist vorproduziert. Wir kommen ja beide nicht vom Radio, sind eigentlich mehr oder weniger Plattenproduzenten und beschlossen, die Sendung so wie eine Platte zu machen. Seitdem gibt es die Ocean-Club-Abende nur noch unregelmäßig, zuerst im WMF, dann auch viel im Ausland – wir reisen damit. Manchmal ist es eine Mischform aus Monika und Ocean Club, wir hatten z. B. einen Abend in Buenos Aires mit Barbara Morgenstein, Chica and the Folder und mir live und am Ende legte Chica Paula noch auf.

Debug: Auf deinem Myspace-Profil entdeckte ich, dass du nach Berlin Los Angeles am liebsten magst. Wie kommt das?

Gudrun Gut: Ich war ja früher so ein New-York-Typ, mit Malaria! haben wir unheimlich oft in New York gespielt, das war unsere Lieblingsstadt. Als ich dann in den 90ern wieder dort war, gefiel es mir nicht – die Stadt hatte sich total verändert, es war so langweilig. Vor ca. 12 Jahren war ich dann zum ersten Mal in Los Angeles und fand es ganz großartig. Ich weiß nicht, vielleicht weil es so völlig anders als Berlin ist. Die Stadt ist unheimlich weit gezogen, unheimlich autoorientiert, jeder hat sein eigenes Häuschen. Und in dieser Hollywood-Wüste, dieser fake Hollywood World, haben wir so tolle Leute kennen gelernt – Plug Research und Dublab, die Radiostation, super! Sie haben nichts mit Hollywood zu tun, es ist eine ganz eigene, kleine Szene. Damals brachte niemand Los Angeles mit cooler Musik in Verbindung, es war verschrien für Mainstream Rock – diese total überproduzierten Langhaarigen, das war L.A. Music.

Debug: Gibt es einen guten Club in L.A.?

Gudrun Gut: Ach nee. Es ist Horror, das gibt’s da eben alles nicht. Man kann aber auch schlecht mit Berlin in Konkurrenz treten, was das angeht. Also das Nachtleben auf der ganzen Welt – hm, weiß nicht. Das ist dann gleich enttäuschend.

Debug: Da gebe ich dir völlig Recht. Aber es könnte ja trotzdem sein, dass es einen netten Club gibt …

Gudrun Gut: Es gibt schon nette Läden, gute Konzerte oder irgendwelche Partys, aber so richtig Club? Nee … Wir waren auch in diesem Club von Johnny Depp (The Viper Room), der wird ja so hoch gehandelt. Also wenn du aus Berlin kommst, dann ist das alles nichts. Was ich aber ganz toll dort finde, sind diese richtigen Bars – Ledercouch, Kaminfeuer … Das gibt’s ja hier zum Beispiel nicht.

Debug: Du hast Kunst studiert – visuelle Kommunikation an der HDK. So wie ich die verschiedenen Zweige deiner Arbeit sehe, bist du ja eher Künstlerin als …

Gudrun Gut: … Musikerin.

Debug: Musikerin würde ich schon sagen.

Gudrun Gut: Künstler-Musiker, auf jeden Fall. Aber ich bin nicht Mukker.

Debug: Mukker. Danke, das ist genau der Ausdruck, den ich brauche, der mir als Österreicherin natürlich nie eingefallen wäre … perfekt! Hat dieses Studium Auswirkung auf deine Laufbahn gehabt? Oder hast du irgendwie davon profitieren können?

Gudrun Gut: Doch. Du hast dann natürlich einen geschärften Blick, wenn du dich stundenlang mit Buchstaben als solchen oder mit Kalligraphie beschäftigst – ich wollte das unbedingt machen, weil ich so ein Japan-Fan und so ein bisschen im Zen-Buddhismus war – oder auch mit Drucken und Filme machen. Aber bei mir kam ins Studium rein, dass wir mit der Musik unheimlich viel gemacht haben und dann mit Malaria! auch schnell erfolgreich geworden sind. Also mit Mania D habe ich die Poster noch an der Uni gedruckt, so handgedruckte, gerollte … ganz topp! Aber mit Malaria! haben wir dann irre viel gespielt, sind getourt, waren auf der ganzen Welt zu Hause, da wurde die Uni für mich langweilig. Ich habe das nicht fertig machen wollen. Ich hatte so ein aufregendes Leben, dass das irgendwie nicht mehr so richtig reinpasste. Mein Weg war dann doch eher die Musik. Aber durch die Konzentration auf das Visuelle hat man dann einen anderen Blick. Ausbildung ist nie schlecht!

Debug: Du hast auch mit Pipilotti Rist eine Installation gemacht (“Celle zu zweit selbst“, 2006), das geht ja wieder total in die Kunstrichtung.

Gudrun Gut: Aber sie kenne ich auch aus der Musik, von Les Reines Prochaines, da hatte sie ihre ersten Videos gemacht – Pickelporno z.B. – und kurz danach entschieden, sich ganz auf die Kunst zu konzentrieren. Das ist eine harte Entscheidung, weil es ja so etwas Lebendiges ist, Musik zu machen, auf die Bühne zu gehen. War aber gut für sie. Ich hatte mit ihr noch mal was gemacht: Brillenschlangen, in der Schwangeren Auster in Berlin. Ich habe Loops gemacht und dahinter hatte sie eine Küche installiert, wo ein Video von ihr lief. Dazu gab es auf der Bühne eine Art Talkshow, da saß sie mit ihrer Assistentin, Chica Paula, Mermaid und ein paar Freunden in der Runde. Das war total schräg – ganz toll! Dann war ich bei ihrer DU-Ausgabe dabei und einmal hab ich bei einem Pipilotti-TV-Abend die Live-Loops gemacht. Das ist ein paar Jahre her und wir wollten wieder was zusammen machen. Letztes Jahr wurde sie dann zu Sonambiente eingeladen, das ja eigentlich ein Audiofestival ist, bei dem es um Tonkunst geht. Sie kam nach Berlin, wir haben uns hier tagelang eingeschlossen – deswegen heißt das auch so – sie mit Video, ich mit Ton … die Musik und die Bilder haben wir richtig zusammen entwickelt. Ich wollte auch immer, dass sie ein Video für mich macht, weil ich nicht so einen kommerziellen Videoclip haben wollte, sondern eher einen interessanten, der wirklich mit meiner Arbeit zu tun hat. Dann habe ich sie gefragt, ob sie nicht Lust hat, den sieben Minuten langen Videoloop, der in der “Celle zu zweit selbst“-Installation die ganze Zeit durchlief, zu kürzen und für die CD (des neuen Gudrun-Gut-Albums) eine andere Version zu machen. Das fand sie voll gut und hat’s gemacht.

Wir sehen und “Celle” an, Pipilotti Rists Vidoe auf “I put a record on”, danach auch gleich den als Pormotion-Video gedachten Clip zu “Move me”.

Gudrun Gut: Also dieser “Move Me”-Clip ist folgendermaßen entstanden: Meine Freundin Manon hat eine ungefähr zwölf Jahre alte Tochter. Sie und ihre Freundin filmen sich den ganzen Tag, so zum Spaß. Wenn sie spielen, filmen sie sich. Wir haben früher ohne Filmkamera gespielt, ich erinnere mich gut, als ich mit Puppen gespielt habe – es ist ja auch wie eine Filmszene. Sie machen dazu die Kamera. Als Manon mir das erzählte, dachte ich mir, es wäre doch toll, wenn die Lust hätten, einfach einen Clip für mich zu machen! Das wollten sie auch unbedingt und überlegten sich die Choreografie, nachdem sie noch ein paar Clips auf MTV angeguckt hatten. Sie filmten auch schon die Proben mit, bauten die Szene mit dem Vorhang und dem “Move Me“ drauf auf, brachten Klamottenberge mit, liehen sich in der Volksbühne extra noch Schuhe aus. Dann hatten wir natürlich irre viel Material und ich wusste nicht so richtig, wer das schneiden sollte. Es musste einer mit Gefühl für die Situation sein, es sollte auch nicht zu sexy werden. Manon schlug Filmemacherin Ute Schall von poleposition vor, die z. B. für Pollesch am Prater die Videos macht, eine eigene Filmfirma hat und gewohnt ist, mit so spontanem Homevideo Footage zu arbeiten. Sie kennt auch die Mädchen und es hat geklappt – sie hat’s super zusammenmontiert!

Debug: Ich fand diese Atmosphäre adoleszenter Unbefangenheit sehr lustig – auf berührende Weise …

Gudrun Gut: Ja, es ist spaßorientiert und das fand ich so wichtig. Ich bin natürlich schon ein bisschen musikindustrieverseucht und ich habe mich auch mit meinem ganzen Album immer bemüht, diesen Spaßfaktor nicht zu verlieren. Für die Mädchen war das natürlich auch eine tolle Erfahrung, zu sehen, wie der Clip dann nachher aussehen kann. Die haben sich das schon 100 Mal angeguckt und lachen sich immer tot …

Kaltes Klares Wasser

Debug: Du bist ja in den 80ern musikalisch sozialisiert worden und hast bestimmt dieses 80er- Revival in der zweiten Hälfte der 90er mitbekommen. Hat dich das tangiert?

Gudrun Gut: Ich fand’s ganz schön, dass wir mit den Chicks On Speed (Remix von “Kaltes Klares Wasser“) einen guten Beitrag dazu leisten konnten. Es war ja so, dass diese Platte, eine 10“, keiner haben wollte – mein Vertrieb sagte, nee, das kannste nicht verkaufen – und wir das dann mit den Chicks so durchgeboxt haben. Ich finde auch das Stück eine unheimlich tolle Variante von 80er-Interpretation. Durch DJs wurde das in den Clubs immer größer und dann riefen die Plattenfirmen an … da wurde es plötzlich big. Hat lange gedauert!

Debug: Ist eigentlich keiner auf die Idee gekommen, dass es da Gudrun Gut gibt, die sich auch in Technokreisen bewegt und schon in den 80ern legendär war? Du bist hier ja übrigens in der Legendenrubrik untergebracht …

Gudrun Gut: Oh. Supergut! Aber Nachruf isses noch nicht, oder?

Debug: … um zu meiner Frage zurückzukommen: Ein DJ Hell z. B. mit seinen DJ-Gigolo- Geschichten ist nicht auf dich zugekommen?

Gudrun Gut: Nein. ICH habe DJ Hell gefragt. Der sollte eigentlich den Hauptmix machen, aber er hat ihn nicht fertig bekommen. Dann beschlossen wir, es eben ohne Hell zu machen, worauf der Vertrieb meinte, wir hätten gar keinen Namen …

Debug: Chicks On Speed war kein Name für den Vertrieb?

Gudrun Gut: Nee, die waren überhaupt noch nicht richtig bekannt damals. Das war schon irgendwie der Durchbruch für die.

Debug: Noch eine Frage zu deinen Ursprüngen als Musikerin in den 80ern: Kann es sein, dass damals auch dein Image geprägt wurde? Ich habe mir z. B. gestern dieses unglaublich amüsante Video zu “Firething“ angesehen, aber auch die Fotos, die es von dir gibt – das Bild, das du nach außen transportierst, ist doch oft das einer sehr kühlen Schönheit, geradezu sphinxisch, etwas rätselhaft.

Gudrun Gut: Diese Unterkühltheit war auf jeden Fall 80er, aber ich vom Typ nicht derjenige, der so plakativ ist. Ich bin ja eher eine ruhige Person, auch nicht unterkühlt, sondern eher von Emotionen getrieben.

Debug: Noch mal anders gefragt: Hat sich dein Image in den letzten zehn Jahren geändert?

Gudrun Gut: Natürlich! Ich bin Geschäftsfrau geworden! Ich bin jetzt auch Chefin und habe die Musik- und Labelarbeit richtig kennen gelernt. Das ist schon anders.

Monika

Debug: Du hast einen ziemlich großen Backkatalog mit Monika …

Gudrun Gut: Ja, wir sind bei 55.

Debug: Wie kannst du deine Erfahrung mit Labelarbeit zusammenfassen? Wie hat sie sich verändert?

Gudrun Gut: Es ist extrem arbeitsintensiv geworden. Unheimlich viel – Marketing, Promotion – wird auf das Label abgeschoben. Früher haben die Vertriebe die Anzeigen gemacht, heute muss das Label unheimlich viel selber machen. Das ist eigentlich eine totale Überforderung, weil es mit dem, was an Gewinn hängen bleibt, ganz schön schwierig ist.

Debug: Das heißt, es ist eine finanzielle Überforderung?

Gudrun Gut: Auch dadurch, dass du so viel Arbeit hast, aber vom Gewinn her mit dem Künstler an der letzten Stufe stehst. Das letzte Jahr war auch ganz schlecht! Es ist nicht einfach, gerade …

Debug: Hältst du Promotionarbeit für so wichtig? Letztens meinte jemand zu mir, Promotion hilft überhaupt nicht, das Einzige, was etwas brächte, wäre Mundpropaganda.

Gudrun Gut: Monika ist ein Künstlerlabel, wir bauen Künstler auf und die wollen auch, dass das promotet wird. Bei einem Clublabel ist das anders, wo es um Musik geht, die ein DJ spielt oder nicht spielt. Aber unsere Künstler sind jung – z. B. unser letztes Signing Milenasong: Es ist ihre erste Platte und sie möchte natürlich auch noch eine zweite und eine dritte machen. Wir bauen sie auf und das ist sehr viel Arbeit, weil sich Presse und Vertrieb gar nicht mehr auf neue Künstler einstellen wollen. Es ist schwer geworden. Wenn einer nicht bekannt ist, dann interessiert sich keiner für ihn.

Debug: Das ist ein nicht unbedingt neues Problem, hört sich aber so an, als wär’s früher einfacher gewesen.

Gudrun Gut: In den 80ern war’s nicht so schwierig. Wir hatten ja überhaupt nicht so ein Marketing oder Promotion, das war lächerlich. Es hat von alleine funktioniert. Wir haben natürlich selbst unsere Tour gemacht, wo dann manchmal auch nur 20 Leute kamen, aber danach hat sich das dann irgendwie rumgesprochen, ist dadurch größer geworden.

Debug: Das würde ja jetzt wieder bedeuten, dass Promotion überflüssig ist.

Gudrun Gut: Das kann man echt so sehen. Ich tendiere auch dazu, dahin wieder zurückzugehen. Es hieß mal, ein Zehntel der Verkaufsmenge sollte in Promotion investiert werden. Im Augenblick ist es schon fast bei 50%. Das hat Dimensionen angenommen, die sind nicht mehr normal.

Debug: Trägt sich dein Label?

Gudrun Gut: Das trägt sich. Aber ich habe auch kein Problem damit, dass ich irgendwann tatsächlich ausschließlich auf Online umsteige, wie es z. B. Kitty-Yo gemacht hat. Das ist eine Alternative, das wird irgendwann mal so sein und ich finde es auch nicht schlimm, dann hab ich zumindest nicht mehr diese Plattenkisten da. Meine Wohnung ist voll!

Debug: Du würdest dann die CD- und Plattenproduktion vollkommen einstellen und nur noch digital arbeiten?

Gudrun Gut: Im Augenblick gibt es die Idee, dass wir wahrscheinlich viel mehr limitiert machen. Ich möchte eigentlich nicht auf das Produkt verzichten, das ist schon toll. Auch die Independent-Industrie hat ihre Forderungen und wenn ich von vornherein sage, ich mache eine limitierte Auflage, dann ist das klar.

Debug: Was sind die Forderungen der Independentindustrie?

Gudrun Gut: Dass eine Tour gemacht wird, wie die Presseergebnisse sind … dieser ganze Schwanz, der mit einer Veröffentlichung zusammenhängt. Das kann einen echt in den Wahnsinn treiben! Hinterher kriegst du die Retouren, weil die alle irgendwie rausstellen in den Läden, damit es besser aussieht. Da stellen sie 10 hin, obwohl nur 3 verkauft werden, und dann kriegst du plötzlich 500 Platten zurück. Was machst du damit? Milles Plateaux ist an den Retouren kaputt gegangen. Es liegt auch an den Vertrieben, je nachdem, wie sie rauspumpen. Die machen das sehr unterschiedlich. Manche sind vorsichtig, dann verkaufen sie aber auch nicht so viel.

Debug: Kannst du dein Zielpublikum definieren?

Gudrun Gut: Ich weiß es ungefähr durch die Myspace-Reaktionen. Auch wenn’s noch so verschrien ist, durch dieses Myspace siehst du deinen direkten Kunden – unheimlich tolle Leute, finde ich! Bin begeistert von den Monikakäufern! Ich seh’s ja auch in einer fremden Stadt, L.A. z. B., es gibt die klassische Monika-Käuferin.

Debug: Und wie sieht die aus, die klassische Monika?

Gudrun Gut: Ach, die hat dann wahrscheinlich Wildlederboots mit Fell an und so …

Debug: So hippiemäßig?

Gudrun Gut: Bisschen hippiemäßig, aber selbstbewusst, alternativ, umweltbewusst. Neue Hippies. Kein Techno-Rave-Kid.

Debug: Ich nehme an, du fühlst dich der Clubszene verbunden. Ist es für dich ein Problem, dass die Leute dich und deine Geschichte wahrscheinlich nicht so kennen?

Gudrun Gut: Nö. Ich bin nicht so cluborientiert. Ich kenne da auch nicht so viel – m_nus grade mal. Ich hab mich auch von den Clubsachen ein bisschen abgewandt, das finde ich nicht mehr so richtig interessant. Aber natürlich habe ich ein Problem damit, wenn einer meine Platten nicht kennt – immer! ALLE sollten Monika kennen! Weil es gibt viele Monikaplatten, die man eher zu Hause hört. Man ist ja nicht den ganzen Tag im Club.

Ketamin in Berlin

Debug: Manche schon. Hier in Berlin …

Gudrun Gut: Ja, ich weiß. Für meine Begriffe implodiert die Clubszene so ein bisschen. Eine kleine Drogenimplosion, wie sie auch Ende der 80er schon mit dem Underground stattgefunden hat. Es gibt natürlich immer noch gute Clubs, aber mich langweilt’s im Moment.

Debug: Gibt es stattdessen etwas anderes, das dich nicht langweilt?

Gudrun Gut: Ich gehe mehr zu Konzerten. TV on the Radio fand ich großartig! Oder CocoRosie. Da war ich richtig verliebt. Es gibt aber schon immer Sachen, die ich clubmäßig sehr gut finde: Modernist, The Field aus Schweden, Ricardo Villalobos …

Debug: Wenn du auflegst, wie machst du das dann? Es hört sich ja eher an, als wärst du nicht unbedingt darauf versessen, eine Tanzfläche zu füllen.

Gudrun Gut: Genau, absolut nicht. Meistens sind das Lounge-Geschichten. Ich fand immer Clubs gut, die eine interessante Lounge haben – wegen des kulturellen Talk-Aspektes. Die gibt’s aber kaum noch. Was ich aber inzwischen ganz gerne mache, ist vor und nach Konzerten aufzulegen. Oder in San Francisco: Da habe ich in diesem Recombinant, einem wahnsinnig tollen Tonstudio mit den besten Boxen der Welt, aufgelegt. Das war wie eine Art Audiogalerie, die Leute waren ganz ruhig, man konnte alles genauestens hören und wirklich auf die Kleinigkeiten achten – der perfekte Sound! Ich mische mit zwei Plattenspielern, zwei CD-Playern, demnächst mit Laptop, immer alles auf einmal. Ich ziehe dann so Sachen rein, die nicht zusammengehören, und so was.

I put a record on

Debug: Hast du für das neue Album ähnliche Methoden angewandt?

Gudrun Gut: The Land z. B. ist nur aus Country-Samples gemacht, es sollte eigentlich ein richtiger Country-Song werden, ist jetzt aber ganz anders. Ich wollte nur altmodische Sachen – die Ursprungsidee war, Blues, Boogie Woogie, alles Sachen, die man so nicht macht – mit reinzunehmen.

Debug: Kann man “I put a record on“ als dein erstes Soloalbum bezeichnen?

Gudrun Gut: Finde ich eigentlich nicht. “Members of the Ocean Club“ läuft auch unter Gudrun Gut, aber da waren unheimlich viele Freunde dabei. Also irgendwie ist es schon mein erstes Soloalbum, weil ich ja auch selber produziert und selber gemischt habe. Ich bin ja eher so ein Kollaborationstyp, aber es war dann auch wichtig, das mal alleine fertig zu kriegen. Das muss man mal gemacht haben!

Debug: War dieses “Alles machen, was man nicht macht“ und Regeln brechen Konzept?

Gudrun Gut: Ja genau. Ich hatte den Tango als Single (Move Me) – dass die so gut angekommen ist, war unheimlich wichtig für mein Selbstbewusstsein. Und dann hatte ich auch diesen Girlboogie (Girlboogie 6) und dachte, jetzt habe ich schon zwei Sachen, die so komische, schräge Themen nehmen. Das hat sich dann immer mehr entwickelt. Manon (Duursma) und ich wollten einen Blues machen (Pleasuretrain), der jetzt doch ein Dub geworden ist. Ich wollte mir diese “verbotene” Musik aneignen …

Debug: Dafür ist es aber sehr zusammenhängend geworden.

Gudrun Gut: Es ist ja keine richtige Bluesnummer, es ist ja auch kein richtiger Tango. Es ist halt ein Gudrun-Gut-Tango.

Debug: … ein Gudrun-Gut-Blues … Das bringt mich zur nächsten Frage, die ich auch mit Eigeninteresse stelle: Wie kann man denn in dem Business würdevoll altern?

Gudrun Gut: Au. Würdevoll altern … ich weiß nicht, wie das geht. . Ich will eher würdelos altern. Wir haben nämlich vor, wenn wir Rentner werden – also ab 60, 70 – noch eine Rentnerband zu gründen, mit Manon und noch ein paar andern, wo wir dann wirklich noch mal so richtig schön schräge Musik für ältere Leute spielen und durch die Altersheime ziehen!

Debug: Manchmal frage ich mich schon, ob es nicht eine Zumutung für die jungen Leute im Club ist, da ewig auf seinem Posten zu verharren …

Gudrun Gut: Also ich finde das nicht so schlimm mit dem Alter. Ich muss sagen, dass ich auch alte Leute gut finde, die Musik machen – guck dir mal jemanden wie Ibrahim Ferrer aus Kuba an. Ich habe Holger Czukay bei einem Konzert in Los Angeles gesehen, der ist ja eine Generation vor mir, und fand’s interessant! Es war mir völlig egal, wie alt der ist. Musik wird zwar immer mit Jugend in Zusammenhang gebracht, aber dieser Jugendwahn ist doch irgendwie vorbei – für mich jedenfalls. Das größte Publikum heutzutage sind sowieso Ältere.

Über 30

Gudrun Gut: Auf jeden Fall! Viele hängen dann unheimlich in der Vergangenheit. Das habe ich nicht so – ich habe auch einfach sehr viel vergessen … Wenn man die ganze Zeit so im Leben ist, dann denkt man auch nicht so viel darüber nach. Obwohl ich gerne drüber nachdenke … Mein Buch habe ich immer noch nicht fertig.

Debug: Welches Buch? Eine Autobiografie?

Gudrun Gut: Ja. Ich habe mal angefangen, vor drei Jahren, bin bis zu den 80ern gekommen und dann habe ich aufgehört, hatte keine Lust mehr. Ich wollte lieber eine Platte machen. Aber mache ich noch mal!

Debug: Wie sieht’s eigentlich mit dem Miasma-Projekt aus? (Miasma ist das 1991 gestartete Performance-Projekt mit der Kanadierin Myra Davis.)

Gudrun Gut: Wir haben im November sechs neue Stücke gemacht, die sehr gut geworden sind. Aber das Projekt ist eigentlich abgeschlossen und läuft jetzt unter Myra Davis, die mit verschiedenen Leuten dafür zusammenarbeitet. Wir haben Wagners Ring auf 20 Minuten gebracht, das war hochinteressant. Es gibt einen Remix von den Walküren, so eine Art Techno-Variante. Dafür wird auch gerade ein Video in Kanada gedreht. Die Arbeit mit Myra war wieder sehr gut. Wenn man so lange zusammengearbeitet hat, dann geht das sofort so weiter, man hat eine gemeinsame Schwingung. Das war auch mit Manon für das Album so. Manon (Duursma) war auch bei Malaria! und Matador – ich habe mit ihr vier Platten gemacht. Wir sind nach wie vor unheimlich gut befreundet, ohne Unterbrechung.

Debug: Wer sind denn die neuen, hoffnungsvollen Talente in deinem Umfeld?

Gudrun Gut: Mein neuer Shootingstar ist Milenasong aus Norwegen. Geht so ein bisschen in eine schräge, dunkle CocoRosie-Richtung – sehr künstlerisch! Und die “4 Women No Cry”-Serie, bei der in einem Album vier neue Künstlerinnen aus der ganzen Welt vorgestellt werden. Die Reihe macht mir unheimlichen Spaß. Da kommt bald die dritte, eine Frau aus Kolumbien ist sicher dabei. Und ein neues “Chica and the Folder”-Album kommt – das ist SEHR gut geworden!

Debug: Angesichts deiner Legendenhaftigkeit muss ich dir noch eine allerletzte Frage stellen: Was kannst du jungen Akteuren im Musikbusiness raten?

Gudrun Gut: Bei mir ist es ja so, dass ich in alle Fettnäpfe getreten bin, unheimlich viele Fehler gemacht und durch sie viel gelernt habe. Man muss Mut haben zu scheitern! Das ist entscheidend.
http://www.m-enterprise.de

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Elektronische Lebensaspekte.

One Response

  1. http://blackbirds.tv – Berlin fletscht seine Szene » Video des Tages: Gudrun Gut – Move me (1960 – It was a very good year) – inspirated by Frank Sinatra

    […] (2) Schon in ihrer Kindheit eher vom Reiz des Risikos fasziniert als auf Sicherheit bedacht, hat sie lieber im Wald der Lüneburger Heide Bomben ausgegraben, das Studium zugunsten einer wilden Underground-Bandkarriere aufgegeben, die Neue Deutsche Welle überlebt und an der Entstehung der Berliner Technoszene aktiv teilgenommen. Berlin, Subkultur und Gudrun Gut stehen in einem Bedeutungszusammenhang, der auf anschaulichste Weise die spezifischen Qualitäten dieser Stadt und einer für sie exemplarischen Laufbahn begreifbar macht.” (Electric Indigo alias Susanne Kirchmayr über Gudrun Gut auf de-bug.de) […]