Was "Trainspotting" mit Teilchenbeschleunigern zu tun hat
Text: Anton Waldt aus De:Bug 112


Sunshine
Der neue Film des “Trainspotting”-Regisseurs Danny Boyle ist fundamentaler SciFi: Im Jahr 2057 beginnt die Sonne zu erlöschen, die letzte Überlebenschance für das Leben auf der Erde ist die Mission “Icarus 2”. Acht Wissenschaftler fliegen zur Sonne, um diese mittels einer Stellar-Bombe von der Größe Manhattans wieder zu entzünden. Zum Underworld-Soundtrack macht Boyle aus dem Stoff einen Thriller – Drama, Mord und Schockeffekte inklusive. Kinostart: 19.4.2007
Sunshine

Dr. Brian Cox
Cox hat als wissenschaftlicher Berater dafür gesorgt, dass “Sunshine” nicht nur Fiction ist. Der Physiker, der am Genfer CERN am Teilchenbeschleuniger der nächsten Generation mitarbeitet, scheint aber auch darüber hinaus als Aushängeschild seiner Zunft prädestiniert: Immerhin hat er als Keyboarder der Pop-Metal Formation “Dare” das Leben als Rocksternchen gründlich kennen gelernt. Die Band des ehemaligen “Thin Lizzy”-Mitglieds Darren Wharton durfte auf dem Höhepunkt ihres bescheidenen Ruhms 1988 als “Europe”-Vorband durch die USA touren.
Dr. Brian Cox

Grundlagen-Physik am CERN
Die europäische Großforschungseinrichtung in Genf ist jenseits interessierter Physiker-Kreise vor allem durch die Erfindung des WWW-Protokolls durch Tim Berners Lee bekannt geworden. CERN betreibt einen Teilchenbeschleuniger, der gerade zum “Large Hadron Collider” (LHC) ausgebaut wird: Die größte Maschine der Welt soll die Zustände während des Urknalls simulieren und damit die Frage nach dem Aufbau unseres Universums klären: ganz großes Sinn-Kino. Brian Cox arbeitet am CERN am Teilchendetektor ATLAS, der das Geschehen im LHC superexakt beobachten wird.
CERN

Reportage: Urknall und Popkultur in Genf

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.