Wenn jemand den derzeitigen Pixelhype mitbegründet hat, dann sicherlich die Berlin–New York Kooperation "eBoy". Mit Spezialaufträgen für Stylefragen von "DaimlerChrysler", über "Adidas" bis hin zu "MTV" lässt es sich noch dazu gut leben. Steffen Sauerbier ist heute ein Teil von Eboy.
Text: Steffen Sauerteig aus De:Bug 54

Hochschule der Künste Berlin, Visuelle Kommunikation

Zwei Jahre nach dem Fall der Mauer habe ich an der HdK Berlin angefangen, “Visuelle Kommunikation” zu studieren. Zum Glück gab es damals noch ein paar Professoren der alten Schule, die Schriftschreiben und Bleisatz gelehrt haben. Zu unserer Zeit wurden viele davon aus Spargründen abgeschafft. Im Gegenzug dazu hielten Film und Video Einzug in den Lehrplan, was allerdings auch sehr spannend war. Nach den insgesamt 4 regulären Studienjahren habe ich ein Jahr Meisterkurs drangehängt. Die Atmosphäre an der HdK ist sehr angenehm, riesige helle Räume und man lernte ständig neue Studenten kennen, einfach weil es sehr viele gibt. Man kann sagen, dass die ersten zwei Studienjahre eher experimentell ausgerichtet sind, es gibt genügend Zeit, man kann und sollte alles ausprobieren. Um Basiswissen muss man sich allerdings auch selbst bemühen, durch zusätzliche, zum Teil frei wählbare Kurse. Erst gegen Ende meines Studiums habe ich mich auf eher klassisches Grafikdesign spezialisiert. Rückblickend gab es eigentlich zu viele Theoriekurse und zu wenig gute praktische Einführungen – die Grundlagen in Typographie und klassischem Grafik Design kamen meiner Meinung etwas zu kurz. Ein echtes Problem ist, dass Praktika in diesem Studiengang nicht verlangt werden und somit auch nicht vom Bafögamt gefördert werden. Deshalb war mein Praktikum bei MetaDesign finanziell für mich sehr hart, bereut habe ich es aber nie. Denn obwohl das Studium an der HdK insgesamt recht gut ist, kann ich Praxiserfahrungen während des Studiums nur empfehlen.

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Elektronische Lebensaspekte.