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Text: alle / jan / sascha aus De:Bug 32

AHYO House von Rosco Cee (X-Can) und Jake Bullit (Can Studio Engeneer), dessen erstes Release Da Vist Boys nicht als Ankündigung für Krauthouse missverstanden werden sollte, aber dennoch einen Touch davon hat. Vertrieben über Formic. A TOUCH OF CLASS Sublabel des Düsseldorfer Background Labels von Andy Vaz mit amerikanischen DeepHouse Releases wie z.B. von Rick Wade. BCC Kom und Doles 24 Stunden-Discohouse-Label, auf dem sie als Studio 54 veröffentlichen. Darauf verlassen sich Partyanimier-Clubs, wenn es gilt, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Releases von ihnen selbst, aber auch gerne mal von einem Ami als Guest. BLAOU Das Label des ehemaligen Strictly Rhythm-Beauftragten für Deutschland Dittmar Frohmann, das sich um die downtempoigere Seite von House kümmert. Als Inhouseproduzenten und A&R fungieren die DJs Mitja Prinz und Dixon. Als nächstes wird eine Erobique-EP erscheinen, eine Label-Best-Of ist geplant. Frohmann leitet auch die Künstleragentur Strictly Artists, die sich in der Hauptsache um das deutsche Jazzhouse-Umfeld kümmert, aber auch Franzosen und Engländer wie Phil Asher unter Vertrag hat. BLISS RECORDS CAUSE-N-FF-ECT Eher ein Label für US Releases der klassischen grossgeplanten Art. Braithwaite, Mike Dunn, Romanthony, DJ Duke. Die sichere Schiene mit gelegentlichen Hits. http://www.housemusic.de COMPOSE Eins aus dem Compost (Michael Reinboth) Sublabelimperium in München. Scheinbar der Playground von DJ Linus und Pufo und ihrem Resident Club, der Mandarin Lounge, angeschlossen, mit gelegentlichen Guestreleases von Marcel Krieg, Future Funk und Cockroach. Leicht jazzig-discoider Appeal, der stilistisch im sonst recht klar gegliederten deutschen Houseuniversum schwer einzugliedern ist und sich wohl eher an UK Vorbildern orientiert. http://www.compost-records.com/ DECK 8 Eigentlich ein HipHop Label, das aber gelegentlich durch eine kleine Reihe von absurd schmuddeligen und sehr witzigen Discohouse Releases auf sich aufmerksam macht, gerne im 10″ Format. Schmuddel-Glamour. DESSOUS Unterlabel von Steve Bugs Raw Elements, das vor allem mit dem Album von Vincenzo einschlug. Lebenskünstlerisch traditionsmusikalischer Deephouse. DIAL RECORDS Ganz neues Hamburger Houselabel von Pete und Dave, das mit seinem sensationellen ersten Release das Gerücht verschmerzen lässt, dass sich Parfüm verstritten haben. Sehr strange, Kölner Popeinflüsse und minimal coole Grooves der anderen Art. DRAFT Von Herb LF betreutes Label der NTT/Entity Familie aus dem Herzen des Potts, Dortmund. Heim der Discokugel und richtiges Posselabel mit gutem Sinn für schlechten Geschmack. Kickende Discotracks und allerhand Albernheiten zwischen dope, deep, dämlich und damn funky. Releases von Discotexx, Blanche, Tim Bernhardt (mit Yoshino zusammen bekannt als Jeronimo oder auch Lorenzo), Genuine und anderen Freunden aus dem Land der Erdlöcher. 50er Jahre BH Fetischisten. Kommentierte Discographie: http://entity.free.de/label/draft.html FAIRYTRACKS FM RECORDS Das Frankman Label. Releases alle von Frankman (DJ in der Distille). Provinienz: Leipzig. Stil: trocken, deep und minimal. Klassiker und Neustarter des letzten Jahres. FORCE INC US Das erste House-Unterlabel von Force Inc. Stilistisch lange Zeit unentschieden zwischen Ironisierung und Partyerfüllung des Genres und eher als Plattform für diverse US Releases und House aus der Post Tonka und Pooley Ära gedacht, groovt sich Force Inc. US in letzer Zeit immer mehr mit Releases von Marvin Dash, YMC usw. in Richtung Deephouse amerikanischer Prägung ein. FORCE TRAX Jetzt wird es seriös im Houselager von Force Inc. Das neue Unterlabel für abstrakten minimalen Deephouse. Crane AK haben hier ihre ersten Tracks veröffentlicht, Diggler, Jürgen Paape, SCSI 9 gaben Gastspiele, und auch Matthias Schaffhäuser nutzt die neue Plattform für sein erstes Album. Wie immer, wenn Force Inc. ein Sublabel startet, müssen alle ran und tun ihr Bestes. Sehr solide und immer cool. FORMALDEHYD Berliner Label seit 93, das vor allem mit Tracks der DJs Kom und Dole aka Clubheroes und Jan Driver assoziiert wird, das aber auch eine Chicagoconnection unter anderem zu Cajmere und Boo Williams aufgebaut hat. GABY PRODUCTIONS GOLD PLATE MUSIC Tom Clarks Sololabel. GROW Das Houseoutlet der Central Leute, mit einem Bein in Wien (Jeremiah) und dem anderen in Berlin (Hi-Lo). Am erfolgreichsten war ihr gelungener Versuch, als “Starboogie” Discohouse zu toppen, aber ihre kontinuierliche Arbeit gilt reduziertem, dabei slammendem Konstruktivismus-House in Soundperfektion. Haben auch schon auf dem Guidance-Unterlabel Central und HONOLULU UNITED Das ungewöhnlichste der Ruhrpottlabel. 96 von Ramin in Zusammenarbeit mit Stickmen (ähnlich wie bei Cabinet) gegründet, hat sich das Label quer durch alle Stile gespielt, bleibt aber dezent zentriert auf House und Wahnsinn als alles irgendwie zusammenhaltendes Thema. Matthias Kunert (Matthew Boone) ist natürlich dabei, Dave Martin auch, am liebsten Ruhrpottler, gelegentlich aber auch Leute, die man nur noch zufällig nicht für Aliens hält. ITALIC Die schönste aller popig-minimalen Varianten aus dem Rheinland und dem Rest sowieso. Klein aber fein schaffen es die Jungs, uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Landung der Discomaschine auf unseren heimischen Dancefloors war eines der aufregendsten Erlebnisse des letzten Jahres. Mit Antonelli Electr. (DD – Superstar…..), Soda und Binford haben sich die lovely Italic Moments seit Januar 99 erfolgreich etabliert. Die erste VÖ von Antonelli, dem Mainact, erfolgte noch auf dem Düsseldorfer Stewardess-Label. Die Peripherie des Kölner Labels zieht weite Kreise. Kooperationen kündigen sich an, wie jetzt im März mit Miss Kittin. KOMPAKT Über Kölns Plattenladen und Cologne Sound Aushängeschild Kompakt braucht man wohl nicht mehr viel Worte verlieren. Releases von M.Mayer, Dettinger, J.Paape, Spieth und einigen Newcomern auf diesem Part des Wolfang Voigt Labelimperiums sorgen für eine Redefinition der sich ständig verschiebenden Grenze von Minimaltechno und House. Trocken, stilfest und -prägend. KAMTSCHATKA RECORDS LO-FI Nebenlabel zu Christian Rindermanns/C-Rocks Stir 15-Label. LOST VEGAS Eines der mit NTT verbrüderten Houselabels von dem unermüdlichen Matthew Boone, dessen Releases auf USS, BCC, Milk & Sugar und natürlich auch Draft mittlerweile ein ganzes Set ausmachen könnten (aka’s und Projekte: Discotexx, Genuine, Copa America (mit Irlinger) usw.). Releases u.a. von Brotherhood (Stash & Lars B aus Berlin), David Martin Platzdash, Modell und Serienstar (aka. Gordon Gattrell), Barry Lyndon (Irlinger und Sänger), Tauschreleases mit Milk & Sugar, Gastauftritte von Stonded Industries und BCC’s Studio 45 und Remixtributes von H.E.I.M. Electronic. Mischungen nicht ausgeschlossen. Hang zu deepem Disco ebenso. http://www.lost-vegas.de MAINSTREET Das Houselabel aus dem Basic Channel-/Rhythm and Sound-/Burial Mix-Umfeld; exclusive Tracks der Labelbetreiber, die mit New Jersey-Vokaldeephouse starteten und immer mehr die Kreuzung mit den abstrakten Dub-Welten ihrer anderen Label suchen. Kürzlich sind die ersten fünf EPs auf CD zusammengefasst worden. MILK AND SUGAR http://www.milkandsugar.de NEUFORM Neuform ist das traditionsverbundenere Label aus dem Breeze Dance Division-Labelpool, dass mit Anthony Acid und L.A. Williams-Veröffentlichungen Disco- und Vokalhouse nicht ganz so programmatisch auf Chartsplazierungen zuschneidet wie die Tracks auf dem Reformhouse-Ableger, die mit Bearbeitungen von 70er-Gassenhauern von Oliver Cheatham, Anita Ward oder der Rah Band die Deutschen Dance Charts knacken sollen. Der Vertrieb läuft über Peppermint Jam, die Kragenweite ist das. NEUTON MUSIC PARFÜM Hamburger Singlelabel für dezent kitschige, leicht melancholische, relevant poppige Housetracks der anderen Art. PERLON Von DJ Zip aka Dimbiman und Markus Nikolai gegründetes Label, nachdem ihr Projekt Pile von der Sony gedropt wurde. Perlon haben mit ihren trickreichen, bewegungszugespitzten Tracks, die die Struktur südamerikanischer Polyrhythmen umformen, die entscheidende Alternative zum Boogierhythmus im Minimalhouse formuliert. Als Nr.10 erschien eine Doppel-12Inch mit unveröffentlichten Tracks der Labelkünstler. PLAYHOUSE Das Houselabel der Frankfurter Klang-/Ongaku-Technoplattform von Ata und Heiko M/S/O. Don Disco hat mit “Open Door” und Isolée mit “Beau Mot Plage” für internationale Hits gesorgt. Minimalhouse der vertrackten Art mit Popeinschlag. Einen Hang zu zeitloser Grösse beweist Playhouse mit ihren Blaze-Lizensionen. POKERFLAT Ein weiteres Unterlabel von Raw Elements, auf dem Steve Bug sich vom Käfer zum Playboy verpuppt und das epochale “Loverboy” herausgebracht hat. POPULAR ORG. Jörg Burgers Nachfolgelabel zu Eat Raw. Kölns elegantester Konstruktivismushouse in kongenialer Covergestaltung. RECORDS OF INTEREST Mit Sublabel Tracks of Interest Label rings um die Producer Superbird, Daniel Klein, (zusammen Kiez Kids) Lars “lb” Behrenroth, Knee Deep Bros (Toddie & Superbird), Ralf Gum (Würzburger), Jully und Toddie. Gegründet 97, sind sie mittlerweile bei knapp zehn Releases mit an amerikanischen Deep- und Discohouse orientierten, sehr soliden Trax mit gelegentlichen Lizensierungen. Klassische Housemusik stark in der Tradition der ersten Hamburger Schule. http://www.roinet.de ROYAL MUSIC Pascal Lerocs neues Discohouseglamourlabel. SANDY Stilistisch heterogenes Label von Daniel Schramm und Felix Rennefeld zwischen eleganten Minimaltracks, schartigen Chicagostompern und Filterhouse aus Berlin. Haben kürzlich eine Labelcompilation veröffentlicht. Releases von Tom Clark, Kareem, Daniel Sun, Vincenco, Sensor (DJ Senze aus dem Raw), Curtis IC und Direction Indicator (Ronny Krieger). Partybeats. Grade bei Discomania gelandet. Caipirinhaflavoured Berlin NuStyle. http://www.sandyrecords.de SONAR KOLLEKTIV Das Label der Jazzanova-Posse. Ruf es NuJazz statt Acid Jazz. Fest integriert in die weltweite Latinjazzhouseszene, entwickelt sich hier mitten aus der Kastanienallee, Prenzlauer Berg, Berlin eine der überraschendsten Aufsteigergeschichten des Landes. Weltweit geliebt für ihre Wir-retten-Acid-Jazz-aus-der-Stilkrise Attitude, veröffentlichen sie ein mal smoothes, mal breakiges Release nach dem andern auf ihren – zum Glück – nie endenden Labelreihen. SUBURBAN NIGHTZ Ein Label, das zwischen klassizistischem und mehr discoid getwistetem Deephouse pendelt, zusammengehalten durch Hang zum Detail und Antipathie gegenüber allzu offensichtlichen Gimmicks. STIR 15 Christian Rindermanns/ C-Rocks Label, das mit plink-plonkigen Tricky Disco-Fanproduktionen gestartet ist, längst aber warmpulsierenden Minimalhouse perfektioniert. Hier erschien C-Rocks “Track & Feel”-Album. C-Rock ist der Initiator der Netz-Kooperation “www.mad-net.de”, auf der sich Label wie Playhouse, Perlon, Kompakt, Ware oder Raummusik gemeinsam präsentieren. USM United States of Mars, das erste Label, das die Gleichung: Leipzig = House aufmachte. Marvin Dash und der Berliner Korsakow gehören zum engeren Kreis der Artists, aber auch die Grow-Leute als Memory Foundation oder C-Rock haben hier veröffentlicht. USM hängt am Tool mit Nähe zu Techno, aber undogmatisch. USS RECORDS Der geheimnisvolle Gigant der Deutschen Dance Charts. WALTROP Unscheinbarstes Kind der NTT (kommen aus Waltrop) Familie für deepe Posthornhousetracks. Tim Grotendorst, Bastian (Bleach), Closed Circuit (Martin) und Tracky Boys releasen so far und sorgten für Moodyness und neue Sachlichkeit mit Kick. Länger nichts mehr von gehört. WARE Das Label von Matthias Schaffhäuser aus Köln, auf dem er versucht, zwischen einer dezent poppigen aber auch minimalen Houserichtung gelegentlich auf andere Genres überzugreifen und Musik zu machen, die sich weder im Club noch zu Hause verortet fühlen muss. Klassisches Warenkorb Netzlogo und schlichtes, typisch Kölner-Serialismus Design. Meist Releases von Matthias Schaffhäusers oder seinen verschiedenen Projekten, mit denen er auch auf anderen Labeln schon früh veröffentlicht hat (Math U Matics, Mathew Hates Jazz/Frisbee, Definitive usw.), gerne mit gelegentlichen Hans Nieswandt Remixen. YUPPIE RECORDS Sandy-Unterlabel und Felix Rennefeld-Playground für gerne dreisten Disco- und Vocalhouse oft in Formelübererfüllung.

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Elektronische Lebensaspekte.