Zittern, bluten, röcheln, schwitzen, fiebern, zucken, frösteln, pinkeln und hyperventilieren.
Text: Anton aus De:Bug 134


Foto: US Airforce

Der Roboter-Freund auf dem OP-Tisch heißt iStan und ist ein Human Patient Simulator (HPS) der Firma Medical Education Technologies (METI). iStan kann zittern, bluten, röcheln, schwitzen, fiebern, zucken, frösteln, pinkeln und hyperventilieren. Außerdem beherrscht er alle denkbaren Atmungsvarianten vom flachen Hecheln bis zum veritablen Hustenanfall.

Die Latexhaut des Testpatienten fällt zwar hier und dort etwas lappig aus, dafür kann sie ganz nach Bedarf heiß oder kaltschweißig werden. Dank seiner Akkus ist der Medizin-Dummy unbegrenzt mobil, die Steuerung erfolgt mittels iStan-Software am Rechner, der via WLAN mit dem Roboter verbunden ist.

Für gängige Krankheitsbilder gibt es dabei Pre-Sets, die Wirkung zahlreicher Medikamente kann per Plug-in nachgeladen werden. Der einzige Haken an diesem High-Tech-Spielzeug ist unterdessen der Preis, wer per Mausklick einen stark unterzuckerten Diabetiker mit Nasenbluten simulieren will, muss etwa 65.000 Euro auf den Tisch legen.

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Elektronische Lebensaspekte.

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