Steuerung per Bildanalyse
Text: Anton Waldt aus De:Bug 122


Ein weiterer Monster-Trend für Interfaces ist die Bildanalyse. Klingt erst mal absurd, hat aber ungeheuere Potentiale, die sich aus der Kombination von allgegenwärtigen Kameras und billiger Rechenleistung ergeben.

Anschaulich wird das Prinzip beispielsweise mit dem Bubblegum Sequencer, den Studenten an der Universität von Berkeley gebastelt haben. Dabei werden ein simples Holzbrett mit einer Matrix aus gewöhnlichen Bohrlöchern und eine Hand voll bunter Kaugummikugeln zu einem ausgewachsenen Musik-Sequencer. Der Kniff besteht nun darin, das Muster der farbigen Kugeln mit einer Kamera zu erfassen und anschließend in Midi-Signale zu verwandeln.

Aber die Bildanalyse sollte bald auch jenseits solcher klar definierter Spielflächen zum Einsatz kommen, Nokia will mit seinem Projekt Point & Find sogar die ganze Welt zu einer klickbaren Oberfläche machen. Dazu werden beliebige Bilder aus der Handy-Kamera an einen Nokia-Server verschickt und dort analysiert.

So soll das System nicht nur Immobilien wie Ladengeschäfte, sondern auch bewegliche Objekte erkennen können. Das Foto vom Auto am Straßenrand wird per Bilderkennung zum direkten Link auf die Websites des Herstellers.

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Elektronische Lebensaspekte.