Vielfinger und Ruckel-Feedback
Text: Anton Waldt aus De:Bug 122


Vibetones

Auf absehbare Zeit heißt der wichtigste Interface-Trend wohl: Touchscreens ersetzen Tasten und Knöpfe. Aktuelle Touchscreen-Handys stellen aber nur den Anfang der Entwicklung dar, denn deren Eingabetechnik ist noch ziemlich beschränkt, vor allem weil sie nicht mehr als eine Berührung gleichzeitig erfassen können.

Eingabegeräte für Spezialanwendungen können da längst mehr: “Lemur”, ein Controller für die Musikproduktion, erlaubt bereits die gleichzeitige Kontrolle von zehn Parametern. Doch die Touchscreen-Lösung hat durchaus auch Nachteile: Vielen Nutzern fehlt die von Tasten und Knöpfen gewohnte Haptik, mit der man den Eingabevorgang intuitiv nachvollziehen kann, und durch grafische und akustische Effekte wird diese kaum zu ersetzen sein.


Lemur

Eine mögliche Lösung des “Feedback-Problems” zeichnet sich aber schon ab: Das haptische Erlebnis beim Drücken einer virtuellen Taste könnte durch Rütteln oder Vibrieren der Oberfläche ersetzt werden. Vorreiter dieser Entwicklung ist das von Spielkonsolen bekannte Prinzip “Force-Feeedback”, mit dem schon jetzt differenzierte Ruckel-Effekte erzeugt werden können.

Die aus Games entliehene Rappel-Technik der Firma Immerson namens “VibeTonz” wurde bereits in einige Samsung-Modelle integriert; den Durchbruch auf dem Massenmarkt dürfte eine unlängst besiegelte Kooperation zwischen Handy-Primus Nokia und dem Ruckel-Spezialisten markieren.


Lemur

http://www.jazzmutant.com

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Elektronische Lebensaspekte.