Text: benjamin weiss aus De:Bug 05

Benjamin Weiss
nerk@buzz.de

Intimidation Apex
Nachdem Intimidation mit dem Don und dem Blue bisher ja eher so in der Mixer-S-Klasse unterwegs waren, ist der Apex, mit 648,- DM knapp halb so teuer wie die großen Geschwister, wohl die neue A-Klasse. Quadratisch, weiß lackiert mit schwarzer Aufschrift, die Potis und Fader schön griffig (mit Gummi überzogen), mit genügend Platz auch für wurstigere Finger (wie meine) dazwischen und übersichtlich angeordnet präsentiert sich dieser Mixer, aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, daß hier etwas fehlt. Statt Linefader für jeden Kanal gibts nämlich Drehpotis, was zugegebenermaßen erstmal etwas ungewohnt und gewöhnungsbedürftig ist, nach kurzem Eindaddeln aber gehts ohne größere Umwege ins Rückenmark über. Pro Kanal gibts einen Anschluß für einen Plattenspieler oder einen CD-Player und fünf Drehpotis; ganz unten ist der großzügig-knubbelige Gain, dann kommen die drei Equalizer für Bass, Mitten und Höhen mit Kill-Funktion (Reichweite: von -35 dB bis +5dB, also die gleichen Rotary-Kill-Switches wie beim Intimidation Blue) und ganz oben ist der Kanalpoti. Kanal- und Gain Poti hätte man meiner Ansicht nach besser umgetauscht, denn sorum besteht ein bißchen die Gefahr, daß man den Gain benutzt, um den Kanal reinzufaden. Unter dem Kanalpoti finden sich noch eine rote LED, die Übersteuerung anzeigt, und eine grüne, die den Beat anzeigt, dafür gibts keinen VU-Meter für den Master, aber so unbedingt braucht man den ja auch nicht. Der Crossfader ist auf den ersten Blick vor allem schön handlich und robust, könnte aber vielleicht noch eine Idee leichtgängiger sein; dafür ist es allerdings auch ein VCA-Fader (also über eine Steuerspannung geregelt), der Knacken und Rauschen fast unmöglich macht, da das Signal nicht direkt am Fader anliegt. Austauschbar ist der Fader auch, schade nur, daß man dafür die gesamte Frontplatte abschrauben muß. Links und rechts neben dem Crossfader sind für jeden Kanal je eine Punch In Taste (ist der Fader zum Beispiel ganz links, kann man über die rechte Punch-In Taste den rechten Kanal eben mal reinpacken oder so stakkatomäßig einzelne Beats eindroppen) angebracht, die sehr präzise und schnell reagieren, was ja bei vielen Mixern leider keine Selbstverständlichkeit ist. Die Mastersektion besteht aus dem Drehpoti für das Mastersignal (regelt das Signal für den Master und den Record Ausgang) und einem Pan-Regler, über den das Gesamtsignal im Panorama bewegt werden kann. Gleich daneben ist die Kopfhörersektion mit dem Lautstärkepoti und dem Drehregler für das Mixverhältnis der beiden Kanäle im Kopfhörer. Soweit hört sich das zwar grundsolide, aber noch nicht besonders spektakulär an, aber schließlich sind da noch die beiden Effekte, die Slaughterchamber und der Phase Generator. Was sich so martialisch Slaughterchamber nennt, ist so eine Art Signalzerhacker, der das Signal auseinandernimmt; dabei kann man über einen Drehregler einstellen, wie lang der Soundfetzen sein soll und über den anderen, wie groß der Abstand zwischen den Hackstücken ist. Hört sich kryptisch an, ist es auch, denn um diesen Effekt einigermaßen kontrolliert einsetzen zu können, muß man erstmal ziemlich viel rumprobieren. Der Phase Generator ist nichts anderes als ein Phaser, dessen Frequenz sich über zwei Drehpotis ändern läßt; was die beiden voneinander unterscheidet, war nicht rauszukriegen, am besten ist der Effekt, wenn man beide gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung dreht. Alles in allem ein empfehlenswertes Teil, das einzige, was mich schon stört, ist das umständliche Crossfaderwechseln.

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Elektronische Lebensaspekte.

2 Responses

  1. thomas

    hi. ich besitze einen intimidation apex mixer. scheinbar von 1997 wenn ich der angabe glauben schenken kann. hab davon null ahnung und bräuchte eine bedienungsanleitung. wie komm ich daran? googlen brachte bis jetzt keinen erfolg.

  2. chill

    hi thomas falls du es verkaufen willst-meld dich hier zurück-ich kaufs ^^ (hab noch ein blue)