Der Rollkragenpulli kann´s nicht lassen aus De:Bug 110

Der Liebling der Rollkragenpulli-Fetischisten, Steve Jobs, hat ein Handy vorgestellt und alle flippen aus. Das iPhone hat eine supi Nutzeroberfläche? OK, ein Punkt für den Rollkragen. Apples Handy hat nur einen Knopf und dafür einen Touchscreen? Für 100 Tacken mehr gibt’s das Prada-Phone von LG, sieht fast genauso aus, und “Prada” hört sich zum Angeben immer noch besser an. Das iPhone kommt mit 2-Megapixel-Kamera? Es spielt Musik? Geschenkt. Eingebaut sind maximal 8 GB Speicherplatz, aber kein Slot für Karten, weil das der Gestaltung im Weg stand? Da macht sich der Design-Hase doch glatt ins Hemd.

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Begraben liegt er aber woanders, nämlich beim Netzwerk. Das Ding funkt mit aufgebohrtem GSM, nur wenn es in Reichweite eines freundlich gesonnenen WLANs kommt, kann man schnell und vor allem für lau downloaden. Was angesichts der üblichen Preise für mobile Datentransfers durchaus auch Sinn macht, jedenfalls bis sich EDGE-Flatrates durchgesetzt haben, was nicht mehr sooo lange dauern wird.

OK: Der Rollkragenpulli hat es schon oft gepackt, mit nett verpackten Kompromissen die Massen zu begeistern, aber diesmal wird es wirklich eng. Die ganze Anmutung des Gadgets schreit “Internet”, und wenn die Nutzer das wirklich ernst nehmen, werden Konsumenten-Tränen fließen, und das iPhone bleibt bloß ein Telefon für Angeber. Womit wieder Prada ins Spiel kommt.
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Elektronische Lebensaspekte.