Text: anton waldt aus De:Bug 29

Genreüberschrift: IT — E-BOOK-STANDARD Auf der Frankfurter Buchmesse hat das kalifornische Unternehmen NuvoMedia zusammen mit BOL [Bertelsmann Online] das “erste sichere elektronische Buch- Vertriebssystem für deutsche Verleger” präsentiert. NuvoMedia stellt das elektronische “Rocket eBook” her. Es verfügt über ein hochauflösendes Display, ist etwa so groß und so schwer wie ein gewöhnliches Taschenbuch und kann bis zu 36.000 Buchseiten aufnehmen. Das E-Book soll in Deutschland im Frühjahr 2000 in die Geschäfte kommen. Zu diesem Zeitpunkt sollen dann auch genügend deutsche Titel verfügbar sein. Für die Verleger soll das Vertriebssystem sicherstellen, dass die Buchtitel zuverlässig an die Kunden digital ausgeliefert und gegen Raubkopien geschützt werden. In dem vergangenen Monaten ist dazu ein allgemein gültiger Datenstandard für elektronische Bücher verschiedener Hersteller, die Open-E-Book-Spezifikation “OEB1.0” entwickelt worden. An NuvoMedia sind neben Bertelsmann auch die Netzwerker von Cisco beteiligt. (AW) http://www.nuvomedia.com SCHMERZEN Das Washingtoner HIT-Lab hat eine Virtual Reality designt, deren erste Anwendungen in der Medizin sensationelle Ergebnisse brachte. Konkret wurde untersucht, wie sich der Einsatz von Virtual Reality bei der Linderung extremer Schmerzustände, wie sie beispielsweise bei Verbrennungen auftreten, auswirkt. Die Illusion einer Virtual Reality wird, je besser sie arbeitet, viel Aumerksamkeit in Anspruch nehmen. In diesem Fall: je mehr desto besser. Der Patient lenkt sein Bewusstsein immer weniger seinen Schmerzen zu, er “vergisst” sie. Die Schmerzen der Patienten zeigten eine hoch signifikante Abnahme im Vergleich zu jenen, die konventionell behandelt wurden.(AW) FLY & SURF Der britische Ableger des US-Internetkonzerns Excite will in Kooperation mit British Telecom Aeronautical Internet-Zugang in Flugzeuge von insgesamt 19 Linien bringen, darunter British Airways, Virgin Atlantic, Singapore, und Malaysia Airlines. Exicite will für den Service keine Gebühren erheben, die Firma leidet unter Kundenschwund und muss deshalb seine Portale wieder attraktiver machen. Ob die Fluglinien extra kassieren ist eine andere Frage. Exite klüngelt für das Projekt auch mit Amazon, das heißt dann “Shop on Wings”.(AW) http://www.excite.co.uk/ SAURE SAUDIS Die 50.000 saudischen Internet-User wollen aus Protest gegen überhöhte Provider- und Telefongebühren an einem Freitag das Netz bykottieren. Für die Netz-Anbieter würde ein Boykott-Tag, an dem sich alle User beteiligen, 192.000 Dollar Verlust bedeuten. Dass die Aktion überhaupt propagiert wird, gilt in Saudi-Arabien als Skandal, im Königreich wird Protest nicht nur nicht geduldet, er findet einfach nicht statt. Dazu kommt, dass vor allem junge Saudis aus priveligierten Schichten im Netz surfen. Das Netz wird in Saudien zunehmend populär, unter anderem weil hier die Möglichkeit besteht die strikte Geschlechter-Trennung zu umgehen. Ausserdem wird es als anderen als Unterhaltungs-Medium geschätzt, da es im Königreich weder Theater und Kinos geschweige denn Discos gibt. Saudische Surfer zahlen eine jährliche Gebühr von 53 USD, eine monatlich von 40 USD und 1,2 USD für jede Online-Stunde.(AW) WICHTIG: filesharing: futurezone, immer frische IT-News http://futurezone.orf.at

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Elektronische Lebensaspekte.