Mathe am Turnschuh
Text: Jan Rikus Hillmann aus De:Bug 125


“John Maeda ist Künstler und Computerwissenschaftler. John Maeda ist Professor des mit Media Lab. John Maeda ist beunruhigt über den Zustand der Designkunst. John Maeda wird oft als Pionier der revolutionären Computerkunst gesehen. John Maeda ist der Sohn eines japanischen Tofu-Herstellers. John Maeda ist eine Anomalie” — Googlism.com

Über seinem Mentor John Maeda sagt der Designer Golan Levin, er sei ein Hybrid aus dem letzten lebenden Samurai und dem letzten lebenden Vertreter der Bauhaus-Bewegung. Er leitet am MIT zusammen mit Henry Holtzman den Physical Language Workshop, ist Autor des Design-Manifests “Design by Numbers” und widmet sich als Designer, der immer wieder die Verknüpfung zwischen Gestaltung und Technologie sucht, seit 2004 dem ehrgeizigen Projekt, die Gesetze der Einfachheit zu entschlüsseln.

So hat sich der “Simplicity”-Guru schon immer gegen blindwütige Technokraten ausgesprochen und das Verlangen nach dem Einfachen forciert: Und siehe, ein Sneaker-Design, das ist doch mal was Einfaches. Die Design-Lösung von Maeda ist allerdings wieder schwer kompliziert. Für die Frühjahrskollektion 2009 von Reebok hat er drei Modelle entworfen.

Beim Flaggschiff Timetanium hat Maeda von ihm programmierte Grafik-Algorithmen eingesetzt und die Formel ins Innenfutter geschrieben. Das Ergebnis sieht so wenig nach Mathematik-Nerd aus, wie es nur denkbar ist.

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Elektronische Lebensaspekte.