Wozu sind eigentlich die Streifen an den Sneakern nützlich? K-Swiss hat einne überraschende Antwort.
Text: Jan Joswig aus De:Bug 98

Verschiebbare Morsestreifen
K-Swiss mit neuem Sneaker-Patent

Die Zivilisation ist eine Abfolge großer Ingenieursleistungen. Ich denke nur an die Pyramiden oder die Büroklammer oder die stufenlos verdrehbare USB-Leselampe für den Rechner. Oder das Pump-System von Reebok. Da möchte die alteingesessene Sneaker-Marke K-Swiss natürlich auch ihren Beitrag leisten und sich nicht nur auf ihren Retro-Errungenschaften ausruhen. Nach jahrelangem Forschen und strikter Geheimhaltung platzen sie jetzt mit einer exklusiven Weltneuheit auf den Markt: verschiebbaren Seitenstreifen. Davon haben sie ja sowieso zwei mehr als Adidas, nämlich fünf, sind auf dem Gebiet also die Platzhirschen. Damit das Kommunikationspotential dieser Streifen nicht so schnöde brachliegt, haben sie die Schiebefunktion entworfen und dazu gleich so etwas wie ein Morsealphabet. Ihr könnt auch an die coolen Fingergesten aus den einschlägigen Ghettos denken: ”Westside“, ”Crisps“ und so. Verschiedenen Streifeneinstellungen haben sie nach Feldforschungen die fundamentalsten Kommunikationsbrocken aus dem Leben zwischen Mitternacht und Morgengrauen zugeordnet. Das ist natürlich nur ein Anfang. Die Schiebereglersprache soll durch die Benutzer wachsen. Endlich kein blödes Den-Mund-fusselig-Reden mehr, nur ein Fingerzeig auf die Schiebestreifen, schon ist alles geklärt.
Damit man sich nicht völlig uncool zu seinen Füßen bücken muss, wenn man die Einstellung verändern will, bietet K-Swiss in Kooperation mit Nokia das neue Nokia-Fashion-Modell 7380 gleich als Fernbedienung an. Essentiell.
Hier die bisherigen Morsecodes:
– Drinks verlöten ist von Nöten
– Geht’s noch? Oder geht’s zu mir?
– Nicht stören, bin gerade auf’m Abflug
– PVD + MDMA = GOD

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Elektronische Lebensaspekte.