Folgende Lichtspielereignisse hat sich Ingrid Arnold für euch reingezogen: "Kurze Filme, die sich auf ästhetische Abenteuer einlassen", keine Groupies im Rock'n'Roll-Roadmovie "Almost Famous", das panamadische Schniederlein,"Too much Flesh", den paranoiden "Cyberthriller" "Antitrust", "Exit Wounds", "Rosetta", "Under Suspicion", "Impostor", "It's Showtime", "Men of Honor", "Die Polizistin", "The In Crowd", "Die Mumie kehrt zurück", "Heartbreakers", "Picking up the Pieces" und "Jesus' Son".
Text: ingrid arnold aus De:Bug 47

Kinonews
Der Mai steckt voller schöner Filmfestivals. Vor Cannes (www.festival-cannes.fr) kann man nach Potsdam fahren: Vom 26. April bis 1. Mai finden hier die 30. Internationalen Studentenfilmtage “Sehsüchte” statt: http://www.sehsuechte.de. Bereits 1999 haben die guten alten Kurzfilmtage Oberhausen das Musikvideo “als eigenständiges und innovatives Kurzfilm-Genre” anerkannt, folgerichtig kooperieren sie in ihrem 47. Jahr erstmals mit MTV und zeigen vom 3. bis 8. Mai “kurze Filme, die sich auf ästhetische Abenteuer einlassen”. Der Sender strahlt im Gegenzug den “MuVi”-Preisträger für das beste deutsche Musikvideo und weitere Kurzfilme aus dem Filmtage-Programm aus. Mehr Infos: kurzfilmtage

“We are not Groupies. We are here because of the music.”
Die vielen hymnischen Kritiken und den Drehbuch-Oscar hat Cameron Crowe für sein liebevolles Rock’n’Roll-Roadmovie “Almost Famous” wirklich verdient. “Band Aid” Penny Lane (Kate Hudson) und Newcomer Patrick Fugit als Crowes 15-jähriges Alter Ego sind umwerfend charming, die dokumentierte Band “Stillwater” rockt erwartungsgemäß authentisch und Philip Seymour Hoffman als Kritiker-Ikone Lester Bangs ist nur ein Grund mehr für den Kinobesuch. Die Website der Produktionsfirma vinyl-films ist auch ganz zauberhaft und sieht aus, als wäre sie 1973 gemacht … almoust-famous

Wes-Craven-Cutter Patrick Lussier schickt in seinem Regiedebüt “Dracula” den Grafen nach New Orleans auf die Suche nach van Helsings Tochter Mary … http://www.wescravensdracula.com (Highlight, 26.4.).
In John Boormans elegant-altmodischer Le-Carré-Verfilmung
“Der Schneider von Panama” löst Geoffrey Rush als von Pierce Brosnan zur Spionage gezwungener Edelschneider mit seinen erfundenen Geschichten beinahe einen US-Militärschlag aus … schneider-von-panama

Nach ihrem Dogma-Versuch “Lovers” widmen sich Jean-Marc Barr und Pascal Arnold in “Too much Flesh”, dem zweiten Teil ihrer digitalen Freiheits-Trilogie, dem Thema sexuelle Befreiung. Neben Elodie Bouchez, erneut als Klischeefranzösin, gibt Barr selbst eine männliche Jungfrau – wie in “The Big Blue” an der Seite von Rosanna Arquette … (Arsenal, 26.4.).

In dem paranoiden “Cyberthriller” “Antitrust” gerät das junge Konvergenz-Genie (Ryan Phillippe) an einen bösen Software-Monopolisten (Tim Robbins als Bill-Gates-Figur). In einem verkorksten Plot bleibt die Anklage fieser Geschäftspraktiken freilich unter ihren Möglichkeiten … antitrustthemovie

Das “Romeo must die”-Team Andrzej Bartkowiak und Joel Silver setzt in “Exit Wounds” statt auf Jet Li auf Steven Seagal (ohne Zopf!) und damit auf noch mainstreamigere Kampfkunst-Unterhaltung mit Hip-Hop-Soundtrack … exitwounds

Belgisches Cinéma Verité: Die 18-jährige arbeitslose “Rosetta” kämpft in einem absolut tristen Ort ums Überleben. Trotz etwas dick aufgetragener Sozialkritik gewannen Film und Hauptdarstellerin Emilie Dequenne 1999 die Hauptpreise in Cannes … peripherfilm

Gehobene Unterhaltung verspricht “Under Suspicion”, das Psycho- und Schauspielerduell zwischen Morgan Freeman als Cop und Gene Hackman als des Mordes an einem Mädchen verdächtigter Anwalt … undersuspicion

Wie “Blade Runner” basiert der Sci-Fi-Thriller “Impostor” auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick. Déja vu: Genialer Wissenschaftler (Gary Sinise) entwickelt eine Waffe gegen Aliens und gerät in Verdacht, selbst einer zu sein … dimensionfilms

Der deutsche Verleihtitel “It’s Showtime” verschleiert Spike Lees Aussage, Schwarze im Showbusiness seien bis heute “Bamboozled” – angeschmiert, reingelegt, ausgetrickst. TV-Produzent Pierre Delacroix (“Saturday Night Live”-Star und notorisches Familienmitglied Damon Wayans) jedenfalls muss die Erfahrung machen, dass die Zeit für den ironischen Einsatz rassistischer Klischees noch lange nicht reif ist: Für seine Minstrel-Show kommt der Applaus aus der falschen Ecke … bamboozledmovie

In der Militärgeschichte “Men of Honor” übernimmt Cuba Gooding Jr. die Denzel-Washington-Rolle und spielt den ersten schwarzen Taucher der U. S. Navy, Robert De Niro ist der böse Ausbilder und die unvermeidliche Charlize Theron die blonde Frau. Natürlich nach einer wahren Begebenheit … menofhonor

Andreas Dresens Grimme-Preis-gekrönter Fernsehfilm “Die Polizistin” über deren Arbeitsalltag in Rostock mag nicht unbedingt kinotauglich sein, ist aber definitiv sehenswert … undersuspicion

Schön trashig soll “The In Crowd” sein, das glaubt man bei Regisseurin Mary Lambert (“Friedhof der Kuscheltiere”) und einem Collegestudenten-gehen-über-Leichen-Plot auch zu gerne … in-crowd.warnerbros.com
“Die Mumie kehrt zurück”, gut getimed zum DVD-Release von Teil eins, und alle machen wieder mit … themummy

Bevor sie mit ALIEN 5 loslegt, konnte Sigourney Weaver nochmal ihrem GALAXY QUEST-Komödienerfolg wiederholen: In “Heartbreakers” ist sie im Mutter-Tochter-Verbund mit Jennifer Love Hewitt auf Heiratsschwindeltour; Ray Liotta, Anne Bancroft und Gene Hackman gibt’s als Dreingabe … mgm.com/heartbreakers

Zum Schluss wird’s mystisch, ob das wohl Einfluss darauf hatte, dass beide Filme schon länger liegen? In Alfonso Araus “Picking up the Pieces” spielt Woody Allen einen koscheren Metzger, der gerade Sharon Stone umgebracht hat … kushner-locke
Und in “Jesus’ Son” bleibt Billy Crudup aus ALMOST FAMOUS als “Fuckhead” den 70ern treu … jesusson

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aus De:Bug 38

Kino News Ingrid Arnold ingrid.arnold@gmx.net DER PATRIOT Amerikanischer geht’s nicht: Mel Gibson als Ex-Kriegsheld (“gegen die Franzosen und die Indianer”) kämpft für Roland Emmerich im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1776 für seine sieben Kinder und “die Sache”. Doch dann waren’s nur noch fünf … Tragisch und dramatisch und nicht ganz so schlecht wie man es von einem Independence-Day-Schinken erwarten würde: Das Drehbuch von Robert Rodat (SAVING PRIVATE RYAN) hält einen sogar über zweieinhalb Stunden bei der Stange. Und dass es patriotisch zugeht, wusste man nun wirklich vorher … http://www.thepatriot.com, The American Revolution Home Page: http://www.dell.homestead.com/revwar/files/index.htm (Columbia TriStar 3.8.). BLACK AND WHITE Autor-Regisseur James Toback führt unter dem Motto “What happens when you mix it up?” eine illustre Schauspieler-Riege (u. a. Robert Downey Jr., Gaby Hoffmann, Jared Leto, Brooke Shields und Elijah “Frodo” Wood), Claudia Schiffer als Anthropologie-Studentin “Greta”, Mike Tyson als himself sowie die Wu-Tangs Method Man, Raekwon und Power (der den Film auch mitproduziert hat) durch New York. Es geht dabei um Mord, eine Erpressung und einen fiesen Cop (Ben Stiller). Ausserdem denken weisse Schulkinder über ihre Faszination für Hip-Hop-Kultur nach. Wäre alles wunderbar, wenn die deutsche Synchronisation nicht Rapper mit türkischem Akzent sprechen liesse und sowieso jeden Rhyme ruinieren würde. Auf jeden Fall in der OF oder OmU schauen! Ansonsten den Soundtrack hören … http://www.blackandwhitefilm.com (Columbia TriStar 10.8.). August-Highlights: PARADISO: Der deutsche Eric Rohmer, Rudolph Thome, reiht in seinem neuesten Werk sieben Frauen um Hanns Zischler, der aber explizit nicht das Alter Ego des Autors sein soll … http://www.moana.de (Nighthawks, 27.7.). Zum 20jährigen Bestehen der Jazz-Big-Band gehen die 14 Musiker aus fünf Nationen auf grosse Tournee. Othmar Schmiederer hat sie begleitet: VIENNA ART ORCHESTRA ON TOUR (Salzgeber, 27.7.). Juliette Lewis, endlich mal wieder! Mit Shelley Duvall und William Hurt spielt sie in dem trashigen Psychothriller THE 4TH FLOOR eine Mieterin, für die einmal mehr die Nachbarschaft zum Quell des Horrors wird (Kinowelt, 10.8.). Die britischen Aardman Animations (WALLACE & GROMIT) haben ihren ersten Langfilm produziert: CHICKEN RUN – HENNEN RENNEN entstand in Zusammenarbeit mit Dreamworks … http://www.chickenrun.co.uk (Tobis Studio Canal 10.8.). Der Film zum Soundtrack: EIN FREUND ZUM VERLIEBEN (THE NEXT BEST THING) von John Schlesinger mit Madonna (“AMERICAN PIE”), die irgendwie von ihrem schwulen besten Freund Rupert Everett schwanger wird. Wie konnte das passieren? http://www.nextbestthingmovie.com (Concorde 10.8.) TITAN A. E. ist der erste halbwegs gelungene Versuch der Fox Animation Studios, an der Zeichentrickfilm-Vorherrschaft von Disney zu rütteln. A. E. steht für After Earth und Titan ist der Planet, auf den sich die Reste der Menschheit unter Führung eines Han-Solo-und-Prinzessin-Leia-Pärchens flüchten. Die Story lässt manchmal etwas zu wünschen übrig, aber die Animation ist teils sehr sehenswert … http://www.afterearth.com (Fox 10.8.). NUR NOCH 60 SEKUNDEN mit Nicolas Cage, Angelina Jolie, Giovanni Ribisi und Robert Duvall ist das Remake des 74er Autoknacker-Stunt-“Klassikers” GONE IN 60 SECONDS (DIE BLECHPIRATEN) und dank des erfahrenen Action-Produzenten Jerry Bruckheimer fast so “gut” wie das Original: Laut, bunt und sehr schnell … studio.go.com/movies/goneinsixty/ (Buena Vista 17.8.). UNDERTAKER’S PARADISE (EIN TODSICHERES GESCHÄFT) von M. X. Oberg (UNTER DER MILCHSTRASSE) ist eine leider nicht immer gute Komödie um ein Bestattungsunternehmen, u. a. mit Ben Gazarra … http://www.movie.de (Buena Vista 17.8.). Volker Schlöndorffs langweilige RAF-Schmonzette DIE STILLE NACH DEM SCHUSS ist wirklich nur wegen der beiden schon auf der Berlinale geehrten Hauptdarstellerinnen sehenswert. Zu bieder um ärgerlich zu sein … http://www.arthaus-filmverleih.de (Arthaus 24.8.). DIE TOTALE THERAPIE versprechen Blixa Bargeld, Sophie Rois und Lars Rudolph in Christian Froschs deutsch-österreichischem Thriller (Neue Visionen, 24.8.).

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aus De:Bug 33

Kino Ingrid Arnold ingrid.arnold@gmx.net SLEEPY HOLLOW Ein neues Horror-Märchen für alle Fans von EDWARD SCISSORHANDS, wieder ein Tim Burton-Film mit Johnnie Depp, diesmal Christina Ricci (statt Winona Ryder) als Dorfschöne und Christopher Lee als Richter. Basierend auf der klassischen US-amerikanischen Kurzgeschichte “The Legend of Sleepy Hollow” (die hierzulande natürlich keiner kennt) muss ein städtischer Kriminalist (Depp) das Rätsel um einen mordenden kopflosen Reiter (Christopher Walken!) in einem kleinen Kaff aufklären. Zunächst glaubt man natürlich nicht an kopflose Reiter … Das ganze kommt visuell und sogar erzählerisch sehr stilvoll, und es wird so gekonnt und vergnügt aus dem Genre zitiert, dass es eine Freude ist. Start: 25.02., Constantin (www.sleepyhollowmovie.com oder besser gleich die Originalstory: http://www.amarillobay.org/contents/irving-washington/legend.htm). SONST NOCH IM KINO Die Durststrecke bis zum Frühling müssen wir mit dem Trash-Monster vom LAKE PLACID (mit Bill Pullman und Bridget Fonda, 24.02., Tobis) überbrücken, mit dem 200-JAHRE-MANN, einem Roboter-wird-Gutmensch-Film mit Robin Williams (02.03., Columbia), und mit Denzel Washingtons Golden-Globe-Performance als ebenfalls guter, boxender HURRICANE (02.03., Buena Vista). Oder man geht in die Verfilmung des Buches, das jeder zweite schon zu Weihnachten bekommen hat: Alan Parkers DIE ASCHE MEINER MUTTER nach Frank McCourt (02.03., UIP). Oder in FIONA, Amos Kolleks SUE-Nachfolger, wieder mit Anna Thomson, aber diesmal noch weniger was für zarte Seelen (02.03., Pegasos) … Vielleicht heitert der Regiestreich von John Turtorro auf, ILLUMINATA, allerdings liegt der schon seit fast zwei Jahren im Regal, selten ein gutes Zeichen (16.03. Arthaus). Wirklich schön ist die John-Irving-Verfilmung GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG (THE CYDER HOUSE RULES), etwas Warmes braucht der Mensch (16.03., Kinowelt). Filter – Popmagazin für Kinokultur Dass da nicht früher jemand drauf gekommen: Ein hippes, schmuckes Kinomagazin zu machen, das mehr ist als Dienstleistung und Pressetextabdruckorgan. Anfang Februar präsentierte die Redaktion von Filter – Popmagazin für Kinokultur im Berliner Filmrauschpalast die Nullnummer ihrer fabelhaften Pop-Idee, die sich laut Editorial in Form von “Wahrheit und Zweifeln”, “reiner Bewegung”, “Geschwindigkeit” und “Vollrausch” graphisch und textlich manifestieren soll. “Gegen die Sinnindustrie” will Filter vorgehen – recht so: Angesichts sich häufender Filmfestivals, deren Aktualitätszwängen und Sinninflationen tut ein theoretisch und historisch selektierender Filter wirklich not. Nicht nur über aktuelle Filme (unter der Rubrik “Kindergarten”), auch über Kulturpolitisches und Bucherscheinungen wird man informiert. Dazu gibt’s Gastkolumnen und Texte zur Filmgeschichte. Toll auch die Idee, die Musik von Mouse on Mars als Soundtrack zu besprechen. Filter liegt prima in der Hand, in ausgewählten Buchläden, Programmkinos und Videotheken aus und bei DM 3,50. Schade nur, dass es das Heft nur in Berlin gibt. Aber schliesslich hat alles mal lokal angefangen und vielleicht kann Filter ja eines Tages die Lücke schliessen, die das (inoffizielle) Ende der Wiener Zeitschrift Meteor in den cineastischen Informationsfluss gerissen hat! Siehe auch demnächst: http://www.filternetz.de. (Aram Lintzel)

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Text: ingrid arnold aus De:Bug 34

Kinonews Ingrid Arnold ingrid.arnold@gmx.net Festival Film und Architektur Das Festival Film und Architektur 4 wird vom 30. Juni bis zum 9. Juli 2000 in Berlin stattfinden. Die 1994 vom Verein Film und Architektur e. V. ins Leben gerufene Biennale zeigt internationale Filme und Videos, vom Klassiker bis zur experimentellen Produktion zum Thema Stadtentwicklung, Architektur und Raumerfahrung. Erstmalig in diesem Jahr wird ein mit 2000 DM dotierter Kurzfilmwettbewerb ausgeschrieben. Filmerinnen und Filmer können bis zum 02.05.2000 Kurzfilme, Trailer und andere Bildmedien (max. Länge 5 Min.) einreichen, die sich der Beziehung von Architektur und bewegtem Bild widmen. MAN ON THE MOON Andy Kaufman war die exzentrische Hauptgestalt des frühen SATURDAY NIGHT LIFE und Milos Forman hat fünfzehn Jahre nach Kaufmans Tod ein recht braves Bio-Pic daraus gemacht. Jim Carrey brilliert natürlich in der Titelrolle und deren Alter Ego “Tony Clifton”. Aber man versteht nie so ganz, was das Tolle oder gar Lustige an diesem Typen gewesen sein soll. Vielleicht ist der Humor zu amerikanisch, vielleicht konnte sich Forman aber auch nicht entscheiden, ob der Film nun Komödie oder Drama werden soll. Jedenfalls der Filmanfang ist schreiend komisch. Im Kino ab 30.3. (Concorde). http://www.man-on-the-moon.com. SWEET AND LOWDOWN Angesiedelt in den späten 1920er Jahren wird die Lebensgeschichte des “zweitbesten Gitarristen der Welt” (abgesehen von “this gipsy in France” Django Reinhardt) erzählt. Sean Penn belohnte man für seine Verkörperung des fiktiven Jazz-Gitarristen Emmet Ray mit einer Oscar-Nominierung, und er spielt wirklich so gutes Playback, dass man denkt, er spiele schon immer Gitarre. Großartig ist auch Samantha Morton als Rays stumme Freundin Hattie. Die “dokumentarischen” Rückblenden werden mit Interviews mit Jazzkennern (u. a. Allen, natürlich) kombiniert. Leider ist der Film trotz der Allen-typischen Kürze von eineinhalb Stunden sehr langatmig. (Arthaus, 30.3.). http://www.spe.sony.com/classics/sweetandlowdown/. MAGNOLIA Der diesjährige Berlinale-Gewinner ist einer dieser Drei-Stunden-Filme, die einen ohne zu langweilen schon aufgrund ihrer schieren Länge beeindrucken. Kommt fast an SHORT CUTS ran (es gibt auch wieder einen Polizisten und Julianne Moore). Eine Menge hervorragender Schauspieler, von Wiliam H. Macy bis Tom Cruise, von Philip Seymour Hoffman bis Jason Robards, erfreuen uns in einem Reigen von miteinander verwobenen Geschichten um Zufall, Familie, Liebe, Tod, Game-Shows und Frösche. Und Regisseur Paul Thomas Anderson (BOOGIE NIGHTS) inszeniert das ganze so elegant, dass man ihn auch alle Preise gönnt, die er damit gewinnen wird. (Kinowelt, 13.4.). http://www.magnoliamovie.com. FANDANGO Also auf ein Neues, es muss doch mal klappen. Ein weiterer Versuch, in Deutschland mal einen “richtigen” Film zu machen oder einen, der zumindest so aussieht. Matthias Glasners Szenefilm scheitert aber, ebenso wie der letztjährige LONG HELLO AND SHORT GOODBYE (Rainer Kaufmann) an seiner bunten und sinnlosen Oberflächlichkeit und der total uninteressanten Story: Shirley Maus (Nicolette Krebitz) will Model werden und ist die Freundin eines Clubbesitzers (Richy Müller), brennt dann aber mit dem DJ (Moritz Bleibtreu, haha) durch. Lars Rudolph wird auch verwurstet, nochmal haha. Damit man szenig wirkt, musste Krebitz wieder Terranova fragen, ob sie nicht die Musik machen, aber genützt hat’s keinem was. Einzig die Bilder von Kamerafrau Sonja Rom sind mehr als einen Blick wert. Der Film ist das totale Fandango. Was immer das ist. (Buena Vista, http://www.fandango-membersonly.de, 30.3.).

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aus De:Bug 35

KINO News DIE UNBERÜHRBARE Grossartig, der neue Oskar Roehler. Hannelore Elsner spielt die Autorin Hanna Flanders (eigentlich Gisela Elsner, Roehlers Mutter – nicht verwandt oder verschwägert mit der Hauptdarstellerin), in den 1960ern eine bekannte, linke Schriftstellerin, die mit der politischen Unsicherheit der Nach-Wende-Zeit nicht umgehen kann und Selbstmord begeht. Eine widersprüchliche Person, kettenrauchende Sozialistin, die Cleopatra-Perücken trägt und bei Dior einkauft, und die als westdeutsche, bourgeoise Autorin gerade in der DDR am erfolgreichsten war. Die Distanz, mit der Roehler die Geschichte seiner Mutter erzählt, ohne sie dadurch zu diskreditieren, ist beeindruckend. Und wie Elsner im gespielten Charakter aufgeht ist Oscar-reif (Ok, Deutscher Filmpreis). Diese weibliche Variante zu Andreas Kleinerts letztjährigem Ostverliererdrama WEGE IN DIE NACHT wird es schaffen, Roehlers letztes Szenewerk GIERIG schnell vergessen zu machen. (Advanced, 20.4.). Let there be life Mars, zum Ersten: MISSION TO MARS war leider vor Redaktionsschluss noch nicht zu sehen. Aber der teuer produzierte Science-Fiction von Brian de Palma sieht, nach den schönen roten Pressefotos und Trailern zu urteilen, auf jeden Fall schon mal gut aus. Es geht um zwei Mars-Missionen im Jahr 2020, die erste wird in einem Desaster enden, die nächste soll die möglichen Überlebenden bergen … Die Hauptdarsteller Gary Sinise und Tim Robbins sind nach gängigem Publikumsgeschmack nicht sehr sexy gewählt, was einen Fokus auf Spezialeffekte erwarten lässt. Die Konkurrenz, Warners RED PLANET (startet im November), schickt dann immerhin Val Kilmer, Carrie-Anne Moss und Tom Sizemore auf Lebensraumsuche. Btw: Die Mutual Space, Ltd. hat ihre Domain http://www.missiontomars.com angeblich Touchstone Pictures zur zweijährigen Nutzung angeboten – aber nie eine Antwort erhalten. Die Adresse steht trotzdem auf dem M2M-Presseheft. Schön für MSL. Alle anderen gehen zu studio.go.com/m2m/ (Constantin, 11.5.). Comedy: Kevin Smith hat es in DOGMA nach New Jersey (CLERKS, MALLRATS, CHASING AMY) nun auf die katholische Kirche abgesehen. Matt Damon und Ben Affleck spielen gefallene Engel und Alanis Morissette ist Gott (Kinowelt, 20.04.). Kein Film ohne Bruce Willis, er wird wohl der neue Harvey Keitel: THE WHOLE NINE YARDS ist eine bescheuerte, laute Komödie, co-starring Matthew Perry (aus der Sitcom FRIENDS): Ex-Mafiosi Jimmy “The Tulip” (Willis) zieht incognito in die spiessige Vorstadt; seine Nachbarn wollen den auf seinen Kopf ausgesetzten Preis kassieren und geraten so in ehrenwerte Gesellschaft. Das ist manchmal sogar ganz lustig (Fox, 20.4.). Und dann fehlte auch noch der Film zur Bully-Parade: ERKAN & STEFAN ist prolliger Blödel aus Deutschland, aber nicht dumm und viel krasser als der neue Otto (Constantin, 20.4.). Tricky: PORNOSTAR ist, wie GHOST IN THE SHELL, HEROIC TRIO und die früheren Takeshi Kitano-Filme, eine Entdeckung der Verleiher von REM, diesmal aus Japan und dem Jahr 1998. Ein “Tokio-Street-Gang-Film”, brutal und bildgewaltig. Und nichts über die Pornoindustrie (27.4.). Die Superheldinnen-Comic-Verfilmung HEAVY METAL F.A.K.K.2 heisst – irgendwie eingängiger – im Original HEAVY METAL 2000 und ist sowas wie die Fortsetzung von HEAVY METAL – THE MOVIE (1981 – das war die Sorte Fantasy mit grossbrüstigen, auf Drachen reitenden Frauen). Diesmal darf Julie Strain aus der “Federation-Assigned Ketogenic Killzone” den Untergang des Planeten Eden rächen … Der Film, eine kanadisch-deutsche Produktion, will sich visuell an japanischen Anime orientieren. Denn die sollen ja erfolgreich sein. Mal sehn (Helkon, 4.5.). THE INSIDER: Gerade bei den Oscars verschmäht, ist der neue Michael Mann (HEAT) wieder etwas lang und zäh geraten. Es geht um Schweinereien in der Zigarettenindustrie (Nikotin macht abhängig!) und um den letzten Aufrechten im Medienbusiness (Al Pacino), mit einem hervorragenden, kaum zu erkennenden Russell Crowe (demnächst Ridley Scotts GLADIATOR). (Constantin, 27.4.). Trash: Das B-Picture BATS (“Fliegende Teufel”) wurde vom selben Autor wie ANY GIVEN SUNDAY und Ridley Scotts GLADIATOR (siehe nächste Debug) verbrochen, ist aber bloss der x-te – wenn auch ein bisschen selbstironische – ALIENS-Aufguss: Gemischtgeschlechtliches Team aus Wissenschaftlern und Soldaten (wahlweise: ein Polizist) müssen böse Monster jagen. Bemitleidenswerte Kreaturen, diese VIRUS-verseuchten Fledermäuse, sie sind leider kein bisschen furchteinflössend (Columbia 4.5.). Spezial Mix (alle Buena Vista): Martin Scorsese drehte BRINGING OUT THE DEAD wieder nach einem Drehbuch von Paul Schrader (TAXI DRIVER); Nicolas Cage spielt einen schlaflosen Notarztwagenfahrer, der sich in Patricia Arquette verliebt. Der Film wird leider nicht weiter in Erinnerung bleiben. Doch. Wegen der Beifahrer, John Goodman und John Sizemore. Gute Nebendarsteller retten den Film vor den uninspirierten Hauptdarstellern (4.5.). In HIGH FIDELITY, nach FEVER PITCH eine weitere Nick Hornby-Verfilmung, geht’s diesmal um Musik statt Fussball, die Probleme für Jungs sind die gleichen, und John Cusack hat sie alle (Regie: Stephen Frears, 11.5.). ROUNDERS schliesslich ist ein Spielerfilm, etwas langatmig vielleicht, aber mit Edward Norton. Der Film liegt schon länger und passt irgendwie auch jetzt nicht zur Jahreszeit, aber allein für John Malkovichs Wutausbrüche, wenn er verliert, lohnt sich der Besuch (18.5.).

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aus De:Bug 36

Kino News Ingrid Arnold [ingrid.arnold@gmx.net] ”In search for the next TRAINSPOTTING” Das “neue britische Kino” ist auch schon mindestens 15 Jahre alt, Zeit also für ein Update: “Future Cinema” veranstaltet vom 25.-31. Mai 2000 in Berlin erstmals das British Independent Film Festival. Gezeigt werden 14 Beispiele für junges, unabhängiges britisches Kino, alle noch weitgehend unbekannt auf dem Kontinent. Programm: http://www.future-cinema.de. KEIN FILM Film ist auch nicht mehr das, was er mal sein sollte. Sagt Michael Brynntrup, der seit vielen Jahren mit seinen experimentellen, nie langweiligen Filmen die Festivals verschönt. Jetzt zeigt er uns den Rhythmus im Zeitalter seiner digitalen Produzierbarkeit. “Ein Film – zwei Originale”: die Internet-Version “in Online-Qualität” (www.brynntrup.de/nofilm) und die 35mm-Version: demnächst in Ihrem Festival-Kino! CRAZY Hans-Christian Schmid und sein Produzenten-Team Claussen + Wöbke haben als letztes “23” gemacht, deshalb konnte man ihnen eine unpeinliche Verfilmung von Benjamin Leberts Internatsroman “Crazy” ohne weiteres zutrauen. Manchmal schleppt es sich ein bisschen, es fehlen ja auch ein paar Lieblingsszenen aus dem Buch – das Schicksal aller Literaturverfilmungen. Aber die Besetzung der Hauptrolle mit Robert Stadlober (der kleine Blonde aus SONNENALLEE) ist kongenial. “Eine Geschichte über das Erwachsenwerden”. Und Echt spielen über den Abspann Rio Reiser. (Constantin, 8.6.) Die Qual der Wahl Romuald Karmakars HIMMLER-PROJEKT lief bisher leider nur auf der Berlinale, nun kommt endlich sein MANILA ins Kino – unbesehen empfehlenswert (Senator, 1.6.). Wiederaufführung: Orson Welles’ TOUCH OF EVIL, hoffentlich ist es die restaurierte Fassung (MFA, 1.6.). Mit reichlich Verspätung gibt es das Regie-Debüt des Schauspielers Tim Roth zu sehen, THE WAR ZONE ist ein klaustrophobisches Missbrauchsdrama u. a. mit Tilda Swinton (Arsenal, 1.6.). Besser als THE BEACH: Zwei Teenager in Thailand kommen wegen Drogenschmuggel in den Knast, ein wider Erwarten recht glaubhaftes Drama mit Claire Danes und Kate Beckinsale (Regie: Jonathan Kaplan; Fox, 8.6.). Jet Li und Aaliyah spielen in dem von Joel Silver produzierten schwarzen Martial-Arts-Movie ROMEO MUST DIE (Warner, 8.6.). Wem der kleine, feine PLUS MINUS NULL gefallen hat, der mag vielleicht auch CONAMARA, den neuen Film von Eoin Moore (Delphi, 8.6.). Cindy Sherman hat ihren ersten Film OFFICE KILLER schon 1997 gedreht, es spielen u. a. Molly Ringwald (erinnert sich jemand an PRETTY IN PINK?) und Barbara Sukowa. Obwohl Sherman nicht selbst fotografiert hat, darf man gespannt sein (Scotia, 15.6.). Winona Ryder produzierte sich selbst als normal-neurotisches Mädchen in einer psychiatrischen Anstalt. GIRL, INTERRUPTED ist dadurch leider ein Star-Vehikel für Ryder geworden, die meisten Miteinsitzenden sind Karikaturen bekannter Störungen, und man weiss auch nicht mehr, wofür Angela Jolie ihren Oscar bekommen hat (Columbia, 15.6.). In dem Konzeptfilm FIVE SENSES werden alle Sinne durchgenommen: Die gefühllose Massage-Therapeutin, ihre voyeristische Tochter, der geruchsempfindliche Raumpfleger, der taube Augenarzt und die Torten-Designerin mit ihren visuell, aber nicht geschmacklich überzeugenden Kreationen. Diese Schicksale werden durch das Verschwinden eines kleinen Mädchens mit viel Anspruch, aber etwas langatmig, verwoben (Regie: Jeremy Podeswa; TiMe, 15.6.). “This is no sequel” – sondern der Abschluss der Trilogie: Im unvermeidlichen SCREAM 3 schickt Wes Craven die altbekannte aber mittlerweile schon arg ausgedünnte Besetzung zum abschliessenden Gemetzel (Kinowelt, 22.6.).

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Text: ingrid arnold aus De:Bug 32

KinoNews Ingrid Arnold AMERICAN BEAUTY Ein erstes Highlight des Jahres. In dieser Mittelstandssatire des britischen Theaterregisseurs Sam Mendes spielt USUAL SUSPECT Kevin Spacey einen alternden geknechteten Bürohengst, der sich, besessen von der Schulfreundin seiner Tochter (Thora Birch), auf einmal recht komisch verhält und am Ende ein Nachbarschaftsdrama heraufbeschwört. Seine Ehefrau gibt eine etwas overactende Anette Bening, den Nachbarsjungen Wes Bentley (sieht aus wie ein junger Mel Gibson). Kommentiert wird so nicht weniger als Fitnesswahn, verlogene Drogenpolitik, Militarismus, Kapitalismus (das Immobiliengeschäft, natürlich), Homophobie und sexuelle Belästigung von Minderjährigen. Klingt vielleicht etwas viel, funktioniert aber. Im Dezember letzten Jahres vertrieb AMERICAN BEAUTY in der Internet Movie Database kurzzeitig THE GODFATHER von ersten Platz der besten Filme aller Zeiten. Soweit muss man in seinem Urteil nicht gehen, sehenswert ist der Film aber allemal. Website: http://www.americanbeauty-thefilm.com. SONST NOCH IM KINO Leider wurde Scorseses hier schon langerwarteter BRINGING OUT THE DEAD auf Mai verschoben; dann kann man bloss hoffen, dass bald nach der Berlinale (9.-20.2.) ein paar ihrer Highlights ins Kino kommen: Wim Wenders THE MILLION DOLLAR HOTEL (Concorde, 10.2.) oder THE BEACH von Danny Boyle (Fox, 17.2.). In DER TALENTIERTE MR. RIPLEY (Kinowelt, 24.2.) spielen Matt Damon, Gwyneth Paltrow und Jude Law unter der Regie von Anthony Minghella (DER ENGLISCHE PATIENT), könnte langweilig sein, und in THREE KINGS, einer “Golfkriegsactionkomödie”, endlich mal wieder George Clooney, mit Ice Cube und Mark Wahlberg (Warner, 24.2.). Im März kommt dann schon der erste der beiden diesjährigen Mars-Filme ins Kino, Brian DePalmas MISSION TO MARS, u. a. mit Tim Robbins (Constantin, 16.3.); die Konkurrenz, RED PLANET, schafft es erst im August. BERLINALE RETROSPEKTIVE 2000: KÜNSTLICHE MENSCHEN Die Retrospektive der diesjährigen Berlinale (9.-20.2.) steht unter dem Motto “Künstliche Menschen, Manische Maschinen, Kontrollierte Körper” und wird den filmischen Phantasie-Output von Golem bis Terminator, von Frankenstein bis R2D2 abdecken. In der Filmgeschichte tauchten künstliche Menschen von Anfang an auf. Der Vergleich von Stummfilmen mit den Möglichkeiten heutiger filmischer Technologie ermöglicht schon einen Ausblick auf das zweite Film-Jahrhundert: “Schöne neue Welt, Künstliche Intelligenz, Körperindustrie und Gentechnologie, Virtualität und Politik.” Weitere Infomationen zum Programm gibt es ab Anfang Februar unter http://www.berlinale.de.

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news aus De:Bug 30

FUCKING ?M?L Der Gewinner des Teddy-Awards auf der letzten Berlinale, das Langfilm-Debüt von Lukas Moodysson, kommt endlich ins Kino. Ein reizender, positiver Film über die Freundschaft zweier Mädchen in der schwedischen Kleinstadt ?mŒl, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Die beliebte aber gelangweilte Elin, blond und hübsch, und die stille Agnes (klar, die dunkelhaarige Leseratte) finden – auf der bedrückendsten missglückten Geburtstagsparty der Filmgeschichte – endlich zusammen, nachdem Agnes schon länger für Elin geschwärmt hatte. Durch Rückschläge und trotz einiger Hindernisse lernen die beiden, was sie aneinander haben können, wenn sie es schaffen, die Meinungen von Eltern und Mitschülern, ihre Kleinstadt-Zwänge abschütteln. (ab 2.12.) Die Rückkehr alter Helden: Im Dezember gibt es im Kino ansonsten vor allem Altbekanntes: Arnold Schwarzenegger kämpft in Peter Hyams’ END OF DAYS diesmal gegen das “ultimativ Böse”, den Satan in Gestalt von Gabriel Byrne (ab 2.12.). In THE SIXTH SENSE (ab 30.12.) kommt Kinderpsychologe Bruce Willis dem Geheimnis eines kleinen Patienten etwas zu nah … (nicht zu verwechseln mit THE SIXTH DAY, da wird Arnie nach einem Unfall von einem Klon ersetzt; aber den gibt’s erst nächstes Jahr …). Und so sicher wie ein neuer Disney (dieses Jahr TARZAN, der “Dschungel-Besuch”, seit 11.11.) kommt auch ein neuer James Bond (ab 9.12.): THE WORLD IS NOT ENOUGH, diesmal im Ölgeschäft, und wir müssen uns auf Sophie Marceau als “Elektra King” freuen, deren Vater James Bond hätte besser beschützen sollen, … und auf die Jahresvorschau 2000 (in der nächsten debug). Endlich: Der neue Polanski Bei der diesjährigen Münchner Werkschau hatten alle vergebens auf seinen neuen Film gehofft, jetzt kommt der langerwartete DIE NEUN PFORTEN (THE NINTH GATE), der erste Film Roman Polanskis seit DER TOD UND DAS MÄDCHEN, ins Kino. Irgendwann gab es mal das Gerücht, John Travolta sollte mitspielen, egal, jetzt ist es Johnny Depp als Bücherjäger Dean Corso. Dessen Job ist es, eine bibliophile Rarität für seinen Auftraggeber Boris Balkan (!) auf ihre Echtheit zu überprüfen, “Die neun Tore des Schattenreichs”. Doch seit er den Auftrag angenommen hat, häufen sich eigenartige Zufälle … Klingt so, als würde Polanski auf der momentanen Gruselwelle mitreiten, aber man kann getrost erwarten, dass er das Genre besonders satanisch variiert. (Ab 16.12.)

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