Drum and Bass ist alt und ehrwürdig. Und Krust, einer der frühesten Helden, wird philosophisch. Sein neues Album ist voller Awareness. Das rettet die Welt und bringt Profit.
Text: Phillip Ketzel & Roly aus De:Bug 105


Drum and Bass ruht in sich selbst wie kaum eine andere Musikrichtung. Berührungspunkte mit anderen Genres sind rar, die von der Technologie angetriebene rasante Entwicklung der ersten Jahre ist längst einer langsamen Verschiebung gewichen, die Außenstehende kaum noch wahrnehmen können. Drum-and-Bass-Helden, die seit den ersten Tagen unermüdlich eine 12″ nach der anderen releasen, wie Krust, dessen grade mal zweites Album, “Hidden Knowlege”, gerade erschienen ist, bewegen sich innerhalb dieser Szene mit traumwandlerischer Sicherheit und einem Glauben an die Kraft von Drum and Bass, die Uninitiierten etwas mystisch erscheinen wird.
Die beiden Berliner Drum-and-Bass-DJs Roly und Wan.2 trafen für uns Krust auf dem Weg nach innen, der für ihn auch ein Weg zum Business ist.

Eins der prägnantesten Samples auf deinem neuen Album ist: “Cowards ask the question is it safe, Experience asks the question is it political, vanity asks the question is it popular, the consciousness asks the question is it right”. Starker Tobak! Was meinst du damit?

Man macht Dinge, weil sie richtig sind. Du machst die Sachen nicht, um populär zu sein und damit dich die Leute auf eine bestimmte Art angucken. Du machst es, weil es richtig ist und weil es gemacht werden muss! Das ist eine Martin-Luther-King-Rede. Er hat das gesagt. Ich wiederhole das nur.

Du willst damit mehr Tiefe in die Tracks packen, anstatt einfach nur Tanzmusik zu machen?

Ja, natürlich. Man muss schon die Balance halten. Als erstes ist und bleibt es Tanzmusik, also musst du dich darum kümmern, dass sie tanzen können. Aber dazu möchte man natürlich auch, ich will nicht sagen politisch, aber bewusst sein. Man möchte den Leuten klarmachen, dass es bestimmte Dinge gibt, für die sie verantwortlich sind. Wir können einfach nicht so weitermachen wie bisher, das ist verrückt!

Wie willst du diese Veränderung erreichen?

Awareness!

In Bezug auf was?

Sich über sich selbst im Klaren sein, darüber, wer man wirklich ist, nicht nur was man physisch darstellt. Aber auf der anderen Seite stecken wir in einer illusionären, materialistischen Welt. Wo dich die Leute etwas glauben lassen wollen, weil sie Angst haben.

Tun das nicht vor allem die Medien und die Politik?

Nur zu einem bestimmten Grad. Wir tun das auch, weil wir schon so konditioniert wurden, diesen Weg zu gehen. Es wurde uns immer gesagt, dass es O.K. ist, so zu sein. Uns wurde gesagt, dass es O.K. ist, Konkurrenz zu betreiben, um weiterzukommen. Aber für mich ist das ein veraltetes Konzept. Wir müssen nicht konkurrieren, denn Konkurrenz erzeugt eine negative Grundeinstellung, die sich als Destruktion niederschlägt. Wenn man jedoch zusammenarbeitet, dann bauen wir was zusammen und entwickeln uns zusammen weiter. Das ist das neue Konzept.

Aber braucht man nicht ein gewisses Maß an Konkurrenz, um sich gegenseitig zu pushen?

Nein, denn man will ja nicht besser als jemand sein, sondern sich zum Maximum herausfordern. Wie kann es sein, dass man z.B. um Energie Konkurrenz betreibt, wenn alle von diesem Problem betroffen sind? Warum gibt es eine Erste, Zweite und Dritte Welt? Warum verhungern die einen, während die anderen vom Platinteller essen? Deswegen sage ich: “Level the playin’ field.” Solange man etwas aus dem Herzen heraus macht, kann man Leute bewegen, und daraus ergibt sich Profit von selbst. Wenn man Dinge aber des Profits halber macht, dann ist man wieder auf dem falschen Weg der Zerstörung.

Wie versuchst du das rüberzubringen?

Drum and Bass ist nur das Transportmedium für die Message. Es gibt einen bestimmten Anteil der Leute, die nur die Musik hören, und die Botschaft geht einfach an ihnen vorbei. Aber es gibt auch Leute, die genau auf die Musik achten und ihre Bedeutung entschlüsseln wollen. Sie können den Vibe spüren, der in der Musik ist. Denn es ist von vornherein bewusste Musik, egal ob mit oder ohne Vocals. Aber das nächste Level ist es, sie nicht raten zu lassen, wie sie das interpretieren sollen, sondern ihnen ein Vocal oder einen Tracktitel zu geben, die genau ausdrücken, worum es geht. Jeder Titel hat seine tiefere Bedeutung. Sie sollen sich das Cover ansehen – zu jedem Titel gibt es eine URL, wo man mehr zum Thema erfahren kann.

Also willst du die Hörer schlauer machen?

Ja, denn was die Kids heute in der Schule lernen, ist alles Müll. Man muss sich wieder an die Natur des Menschen erinnern, also den ganzen Müll vergessen und begreifen, dass unser Geist das großartigste Werkzeug ist, das uns zur Verfügung steht. Es geht darum, sich selbst zu ändern und zwar jetzt und wenn du das machst, erzählst du es deinem Freund, der sieht, dass du dich unabhängig von den ganzen Zwängen zum Positiven verändert hast, und er macht es auch und so weiter.

Unterdrückung, Mann

Wie kommst du zu deinem Standpunkt?

Unterdrückung, Mann. In einer beschissenen Gegend aufzuwachsen, in eine rassistische Schule zu gehen … das hilft. Aufzuwachsen und jemand sagt dir immer, was du nicht kannst. Und du machst es dann einfach trotzdem. Immer wenn sie dir sagen, was du tun sollst, machst du einfach das Gegenteil. Man baut sich eine Crew auf, fängt an illegale Parties zu machen und fängt an zu kämpfen, egal wie. Und während du kämpfst, wird eine Idee deutlicher und deutlicher, bis du weißt, wogegen du wirklich kämpfst und wofür du wirklich kämpfst.

Lass uns über die Musik reden. In welcher Phase befindet sich Drum and Bass? In Osteuropa ist ja alles sehr euphorisch zur Zeit, viele vergleichen die Stimmung dort mit der Anfangsphase in England …

Ja du hast Recht, es ist schon anders, wir befinden uns in Phase 2. In Osteuropa gibt es einen neuen Anfang, die Leute finden gerade einen neuen Lebensstil. In England bekommt Drum and Bass auch andere Züge, er ist erwachsen geworden. man hat jetzt etablierte Künstler, die seit über zehn Jahren dabei sind, Alben machen, Unternehmen haben, die international erfolgreich sind. Und wenn diese Firmen bestehen bleiben, werden es die Majors in 10 Jahren sein. Denn Musik und DJing sind nur zwei Aspekte des Business heutzutage. Wir haben das geschafft und kümmern uns um den Nachwuchs. Das macht bestimmt 80% der Arbeit aus: Infrastruktur ausbauen, neue Talente fördern. Und nicht nur neue DJs und Producer … auch Designer. Wenn du die Kontrolle hast, kannst du dir halt aussuchen, mit wem du arbeiten möchtest. Es ist Zeit, sich nicht auf 12″-Releases mit 1000 Kopien oder eine CD alle sechs Monate zu beschränken. Wir müssen Drum and Bass jetzt als Business betrachten.
http://www.fullcycle.co.uk/

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.


Text: sven von thülen aus De:Bug 28

Weit vorn meint tief unten DJ Krust – Jungle you can trust Die grosse Drum and Bass-Sinnkrise. Ein leidiges Thema, das mindestens genauso totgeschrieben wurde, wie es Drum and Bass angeblich ist. Kein anderes musikalisches Feld stand in den letzten Jahren so unter Innovationszwang. Nachdem der tonangebende Stil in London im Vierteljahrestakt neu ausgerufen wurde und die hypeverliebte englische Musikpresse dankbar jeden Wandel im Soundgewand von Drum and Bass aufnahm, um der Öffentlichkeit zu erzählen, wie fresh und weit vorn die Mannen in London wieder mal sind, hatte man sich dort spätestens Anfang 1998 selbst rechts überholt. Mit Lichtgeschwindigkeit in die Sackgasse! Und wenn man sich erst einmal an den Genuss von mindestens zwei musikalischen und soundtechnischen Quantensprüngen pro Jahr gewöhnt hat, scheint jede langsamere Entwicklung ein Auf-der-Stelle-Treten zu sein. Wörter wie Stagnation und Langeweile tauchen auf und schweben als zu widerlegende Überzeugungen über jeder neuen Veröffentlichung. Zeigt uns erst mal, dass bei euch wieder was geht! Das ist eigentlich der beste Moment, um mal auf die Bremse zu treten, sich bei Impulsgeschwindigkeit kurz umzuschauen, wo man eigentlich steht. So kann man das Geschehene auf sich wirken lassen und sich daran erinnern, was man alles erreicht hat. Jemand, der sich über das Erreichte sehr wohl bewusst ist, ist DJ Krust, hat er doch den langen Weg von Hardcore über Jungle bis hin zu Drum and Bass miterlebt und entscheidend mitgeprägt. Für ihn ist das letzte Wort im Koordinatensystem zwischen gebrochenen Beats und grummelnden Basslines noch lange nicht gesprochen. Krise, welche Krise? ”Lass mich bitte erst mal essen, ich habe einen tierischen Hunger,” bittet mich DJ Krust, als ich zum vereinbarten Interview in einem Kölner Cafe auftauche. Ich bin nicht die erste Station in einem Interviewmarathon, der vor einigen Stunden begonnen hat. MTV war auch schon da, wie schön. Nachdem Krust seinen Salat verdrückt hat und seine Promoter von Universal Jazz sich in eine andere Ecke des Cafes zurückgezogen haben, sind wir allein, und Krust fängt an, mir zu erklären, warum Drum and Bass seiner Meinung nach nicht mehr der heisse Scheiss ist, der er vor zwei Jahren noch war: “Sometimes the music goes so far, it’s pointless. Und genau das ist mit Drum and Bass in den letzten zwei Jahren geschehen. Es ist ja nicht so, dass nichts Kreatives, nichts Originelles mehr passiert ist. Die Leute haben es nur einfach nicht mehr mitbekommen. Wenn du zehn mehr oder weniger gleiche Tracks hörst, dann macht der elfte keinen Unterschied mehr, egal wie gut jeder einzelne ist – du kannst es nicht mehr hören.” Dass in den letzten zwei Jahren viele neue Impulse nicht weiter verfolgt, geschweige denn wahrgenommen wurden, liegt für Krust vor allem daran, dass von Drum and Bass erwartet wurde, sich in Siebenmeilenstiefeln weiterzuentwickeln. Eine Erwartungshaltung, mit der auch schon so manch andere hoffnungsvolle Musikrichtung zu kämpfen hatte. “Nichts kann durchgehend hundert Prozent seines Potentials entfalten. Guck dir HipHop an. Die letzten sechs Jahre war total die Luft raus. Es gab zwar ein paar gute Platten hier und da, aber erst Wu-Tang haben es geschafft, Hip Hop wiederzubeleben. Plötzlich heisst es überall, Hip Hop is back. Was immer vergessen wird, ist, dass Musik sich in Zyklen bewegt.” Music-go-round Eine Überzeugung, nach der Krust und seine Mitstreiter in Bristol gleich eines ihrer Label benannt haben: Full Cycle. Und wenn es nach Krust geht, kann man sicher sein, dass er und seine Bundesgenossen vor Ort sein werden, wenn sich der Kreis das nächste Mal schliesst und ein neuer Zyklus von Drum and Bass beginnt. Krust ist sich sicher, dass Bristol im Allgemeinen und die Full Cycle Posse im Besonderen dabei eine massgebliche Rolle spielen werden. Überhaupt legt er viel Wert darauf, die Eigenständigkeit des Kollektivs aus Bristol herauszuheben. Eine Eigenständigkeit, die er zum einen auf die geographische Lage Bristols, zum anderen auf die gemeinsame Geschichte der einzelnen “Full Cycle”-Mitglieder zurückführt. Überhaupt hat Krust, wenn es um Musik geht, ein grosses Geschichtsbewusstsein. Jedoch geht es ihm nicht darum, als Musikkenner durchzugehen, der altklug Referate über diesen oder jenen Musikstil halten kann. Geschichte fungiert vor allem als Referenzpunkt:”Für mich waren P-Funk, George Benson, Soul Sonic Force und Public Enemy die musikalischen Haupteinflüsse. Das ist meine Geschichte, von der aus ich starte. Man braucht solche Referenzpunkte, von denen aus man einen Vibe generiert.” Vergleichbar ist diese Haltung mit der anderer Musiker aus Bristol: Man denke an Massive Attack, deren Sound vielleicht das beste zeitgenössische Beispiel für eine Musik ist, bei der der Vibe wie eine unsichtbare Kraft die einzelnen musikalischen Einflüsse, die in ihr kulminieren, zu einem stimmungsvollen Ganzen verbindet. Ebenso nimmt für Krust der “Vibe” beim Musikmachen eine zentrale Rolle ein: “Die Kraft von alten Soul-, Funk- und Jazz-Platten liegt nicht in erster Linie in ihrer Musik, sondern in dem Vibe, den sie mit ihrer Musik transportieren. Was ich mit meiner Musik versuche, ist, diesen Vibe einzufangen, dieses Gefühl.” Sein Ziel ist es, eine musikalische Tiefe zu erreichen und so eine kinästhetische Erfahrung zu erzeugen. Der Vibe ist dabei das Gefühl, das in der Musik mitschwingt. Er beschwört ein Bild herauf und erzählt eine Geschichte. Dieser und jener Vibe Der Vibe ist etwas, in das man sich sozusagen jenseits von Genrevorlieben einloggen kann.”Bis vor kurzen hatte ich von Jazz keine Ahnung. I knew a fuck about it. Aber was meine Musik mit Jazz immer gemein hatte, ist die Form des Ausdrucks und des Arrangements. Die Zufälligkeit, das freie Fliessen der Formen, das keinem bestimmten Pfad folgt. Das repräsentieren für mich sowohl Jungle als auch Jazz.” Krust lässt keinen Zweifel daran, dass er sich selbst als Musiker sieht. Drum and Bass ist die Struktur, mit der er arbeitet. Was ihn aber von den Künstlerposen und Musikeransprüchen eines Goldie oder Peshay unterscheidet, ist der Umgang mit den musikalischen Einflüssen. Wo Peshay ganz einfach ganze Jazzversatzstücke sampelt und verbrät, finden sich bei Krust nur kurze Andeutungen und transformierte Formen von Jazz. Es ist kein Versuch, Jazz eins zu eins auf Drum and Bass zu übertragen. Krusts Musikerdasein ist vor allem ein intuitives, über die blosse Berechnung hinausgehendes. “Wenn ich ins Studio gehe, versuche ich, so wenig wie möglich über das, was ich gerade mache, zu reflektieren. Ich denke nicht “ich muss diesen, ich muss jenen Tune machen”, sondern ich lass ihn einfach herauskommen. That’s my unconciousness, my spirit, my soul working. So entsteht “Full Cycle”-Musik: spontan, zufällig und unvorhersehbar.” Und deswegen klingen seine Tracks auf eine unaufdringliche und neue Weise jazzy. Das hört sich nicht nach Acid Jazz an, vielmehr wird einfach nur im Soundkostüm von Drum and Bass das Gefühl “Jazz” vor einem ausgebreitet. So ist es denn auch kein Widerspruch, wenn Krust einerseits erklärt, dass er von Jazz eigentlich wenig Ahnung hat, und kurz darauf Jazz neben Soul, Funk und Hip Hop als eine seiner Wurzeln anführt. Wenn der Vibe sozusagen das Ziel ist, verliert aber auch die beharrliche Forderung, dass Drum and Bass sich durchgehend neuerfinden und vor allem weit vorne sein muss, ihre Kraft. Nicht dass Krust nicht daran gelegen wäre, Drum and Bass weiterzubringen – im Gegenteil. Aber er ist fest davon überzeugt, dass es weitergehen wird, solange der Vibe stimmt. Und das sei hier mal so gesagt: Bei Krust stimmt der Vibe definitiv! Energetisches Engineering Davon kann man sich auf seinem Solodebut überzeugen. Jeder der dreizehn Tracks auf “Coded Language” wirkt auf eine subtile Weise abgründig. Die Vocals der aus Birmingham stammenden Morgan, die auch schon auf der ersten V-Compilation mit Krust zusammengearbeitet hat, schweben über den organischen Beats und vermitteln eine Wärme, nach der man sich in einem fremden Universum sehnt. Darkness taucht in einer Form auf, die nicht auf Paranoia aus ist, sondern auf eine bedrohliche Spannung, Streicherarrangements und klassische Versatzstücke treffen auf zerhackte Soundquellen und Störgeräusche, die im Hintergrund explodieren und einem ein Gefühl von Science Fiction vermitteln, das nicht nur vorgibt, futuristisch zu sein, sondern sich in die Gesamtdramaturgie ohne Prioritätsanspruch einfügt. Hier wird eine Geschichte erzählt, in der all diese Bestandteile zu einem mit einer hypnotischen Kraft ausgestatteten homogenen Ganzen verschmolzen werden. Das Ziel scheint nur eins zu sein: Energie. Im Zentrum des Albums steht der siebenminütige Titeltrack, den Krust mit dem New Yorker Spoken Words Performer Saul Williams produziert hat und der als der erste Drum and Bass-Spoken-Words-Track ever gelten kann. Williams entwickelt hier zu peitschenden Beats die Vision einer Menschheit, die alle Gender-Barrieren und Vorurteile transzendiert und eine neue Bewusstseinstufe erklommen hat. Ein kleines Manifest sozusagen. Krusts Augen beginnen zu leuchten, als ich ihn nach den Umständen dieser Zusammenarbeit befrage.”Ich habe Saul Williams durch einen gemeinsamen Freund kennegelernt. Zu der Zeit war ich gerade auf der Suche nach jemandem, mit dem ich ein paar Vocalparts einspielen könnte. Nachdem ich zufällig ein Tape von ihm gehört hatte, wollte ich ihn unbedingt treffen, was dann auch kurze Zeit später in London klappte. Ich spielte ihm ein paar Tracks von mir vor, und er sagte zu. Als wir uns das nächste Mal trafen, hatte er schon den ganzen Text auf einer Papierrolle fertiggeschrieben dabei. Ich konnte es nicht fassen und drängte ihn sofort, mit mir nach Bristol zu kommen, um den Track aufzunehmen. Er willigte ein, und dann ging alles rasend schnell. In zwei Takes war der Track fertig. Genau das ist für mich der Vibe. Ich bin der festen Überzeugung, dass es Dinge gibt, die einfach passieren sollen, und mein Treffen mit Saul Williams gehört mit Sicherheit dazu. Die gemeinsame Arbeit war einfach so powervoll und inspirierend.” Die neue Gelassenheit Auch wenn dieser Track auf dem Dancefloor für angestrengte Gesichter sorgen dürfte, ist er für Krust das beste Beispiel dafür, wo es mit Drum and Bass hingehen könnte.”Ich denke, es wird in nächster Zeit immer mehr Vocal-Tracks geben. Auch wird die Musik songorientierter werden. Das ist die nächste Stufe. Ich persönlich finde es sehr interessant, dass Drum and Bass diesen Weg geht, da ich Vocals sehr gerne mag. Ich denke, die Musik wird dadurch für viele persönlicher und greifbarer.” So entwirft Krust eine Drum and Bass-Zukunft ohne stressende Fortschrittsmanien. In ihr werden Mensch, Musik und Material gelassener bearbeitet. Nur so wird Drum and Bass das Krisengequatsche endgültig zum verstummen bringen können.

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.