Die besten Freiluft-Raves des letzten Jahres
Text: Debug aus De:Bug 149

Wenn man gern tanzt, Bier trinkt, ein Wochenende ohne Spiegel auskommt und sich vorstellen kann, dass die Hölle anders aussieht als ein Zeltplatz, findet man am Sommer im Grunde wenig Schöneres als Festivals. Trotzdem muss man Prioritäten nach eigenem Durchhalte- und sonstigem Vermögen setzen, die jeden Herbst wieder zu abgekauten Nägeln führen. Trostspendend im Nachhinein wie nervenaufreibend im Vorfeld ist dann, wenn man das eine oder andere Wochenende in der Wildnis (oder zwischen einem Haufen Stahl, wie bei unserer erneuten Nummer eins) gezwungenermaßen ausgelassen hat.

Da ist man direkt dankbar für die gefühlte zweiminütige Ticketverfügbarkeit der diesjährigen Nummer zwei und drei, wenn man nur Scheuklappen bei Ausflügen in die Welt der Medien aufsetzen und Besuchern im Umfeld das Sprechorgan mit Klebeband versiegeln könnte. Hat man den Schmerz dann aber überwunden, kann man doch wieder Sympathie für die glücklichen Nervensägen entwickeln, die noch Monate später mit feuchten Augen vom Sonnenaufgang am Sonntag, der scheinbar nie endenden Anreise und den Cornflakes mit Bier erzählen: Die machen nämlich Lust aufs nächste Mal, wenn man dann endlich mal alles sieht, was auf dem persönlichen Timetable steht und das Wetter einem keinen Strich durch die Rechnung zu machen versucht. Kann nicht schaden, jetzt schon mal mit dem Daumendrücken anzufangen.

01 Melt!

02 Fusion

03 Nachtdigital

04 SonneMondSterne
05 Sonar
06 Elevate
07 Urban Art Forms
08 Club Transmediale
09 Juicy Beats
10 Prater Unser

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