Popgroup und Mark Stewart & The Maffia sind längst legendäre Bands, die den Funk wollten und zum Blueprint für EBM, Trip Hop oder die junge Neo-No-Wave-Szene um LCD Soundsystem wurden. Wir sprachen mit dem Mastermind.
Text: Jan Joswig aus De:Bug 98

Vom Zerbrechen des Funk zum Zerbrechen des Ego

Ende der 70er hatten die Schlachtrufe “Gabba Gabba Hey” der Ramones und “God save the Queen” der Sex Pistols die finanzkontrollierte Dinosaurierwelt der Teeniebopper und Progressiverocker ordentlich aufgemischt. Endlich wurde Platz für Aufbruch, Experiment, Selbstorganisation, Do it Yourself. Die Niederreiß-Phase des Punk war vorbei, jetzt konnte man neu aufbauen. Alte Genres wie Psychedelic-Rock, Funk oder Reggae konnten ganz neu aufgegriffen werden. In den USA entstand die No-Wave-Bewegung mit Liquid Liquid, den Contortions, Suicide, ESG usw. England entwickelte die Industrial-Szene um Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire und Test Department, einen Wave-Dub um Adrian Sherwoods “On-U-Sound”-Label und Freefunk um Rip, Rig & Panic oder Maximum Joy – und eben die Popgroup von Mark Stewart. Während die einen verblassten oder die anderen in die Charts stiegen (Neneh Cherry, John Lydon mit PIL), konnte Stewart seine hochpolitischen, düster expressiven Funkdublärm-Exkursionen über ihren wütenden Dilettantismus hinaus auf ein nächstes Level retten, das seit fast 25 Jahren genug Substanz bietet, um daran beständig weiterzuarbeiten. Einen zentralen Anteil daran haben seine Mitmusiker seit 1981: Doug Wimbush, Skip McDonald und Keith LeBlanc. Wimbush und McDonald bildeten seit den 70ern das musikalische Rückgrat von Sylvia Robinsons Funk-Label “All Platinum”, ergänzt durch LeBlanc waren sie die Hausband von Robinsons HipHop-Pionier-Label “Sugarhill Records”. Nachdem sie für Grandmaster Flash oder Treacherous Three die Studioarbeit geleistet hatten, stiegen sie in England als “Tackhead” in die On-U-Sound-Welt ein und fusionierten mit Mark Stewart zu Mark Stewart & The Maffia. Auf ihr klassisches Album “As the veneer of democracy starts to fade” von 1985 können sich von Nine Inch Nails bis Tricky alle Prä-Rave-Sozialisierten einigen. Post-Rave-Sozialisierte fahren besser mit “Mark Stewart” von 1987. Neben der historischen Compilation auf Souljazz ist ein brandneues Album noch für diesen Winter angekündigt.
Anlässlich seiner Minitour durch Europa haben wir mit Mark Stewart über seinen langen Weg vom Zerbrechen des Funk bis zum Zerbrechen des Egos gesprochen.

Ihre Affinität zu Funk ist ausführlich bezeugt. Aber genauso nahe liegend scheint mir ein Bezug zur Industrial-Szene, wenn ich die ersten Popgroup-Alben höre.

Mark Stewart: Wir fingen an, als Punk schon im vollen Gange war. Wir waren also zu spät, um auch Punk zu spielen. Denn etwas Bestehendes zu wiederholen, hat nichts mit Punk zu tun. Punk bedeutet, die Musik zu hinterfragen, bis sie zerbricht. Wer die Gesellschaftsstrukturen herausfordern will, muss auch die Musik herausfordern. Also versuchten wir mit unseren begrenzten Mitteln Funk zu spielen – im vollen Bewusstsein, dass dabei nur etwas Neues herauskommen konnte. Andere Musik war mir aber genauso wichtig, ich liebe die New York Dolls, “Metallic KO” von Iggy Pop, seltsame Glam-Auswüchse wie Cockney Rebel. Industrial fand in einem Paralleluniversum statt. Ich bin mit Genesis P. Orridge von Throbbing Gristle befreundet, im Moment teilen wir uns sogar den gleichen Manager. Intellektuell verbindet mich vieles mit der Industrial-Szene, Autoren wie JG Ballard oder Lautreamont. Aber das Beste an den frühen Throbbing-Gristle-Konzerten war das Publikum. Die Konzerte waren Salons für die interessantesten Menschen aus allen Kreativbereichen. Die Musik hat bei den Diskussionen eher gestört.

Sie können sich brüsten, die verschiedensten Genres angestoßen zu haben …

Mark Stewart: Ich hasse es, über Genres zu sprechen. Ein Kritiker schob mir mal unter, ich wäre ein “Genre Crusher”. Das geht klar mit mir. In Bristol sieht jeder rot bei dem Wort “Trip Hop”. Wir wollen experimentieren, und zwar ergebnisoffen. Unser Experimentieren beim Album “As the veneer of democracy starts to fade” hat allerdings verschiedenste Genres angetreten: Das Stück “Slave of love” war ein Katalysator für die Bristol-Szene, Trent Reznor und Al Jourgensen von Nine Inch Nails beziehen sich auf das Album, Carl Craig, Reggae-Leute, all diese verschiedenen Künstler erzählen dir, sie lieben ein und dasselbe Album.
Im Moment mag ich Booty Dance, Detroit Electro, Reggaeton. Ich mixe Gabba, Ragga. Aber die beste Musik, die gerade in England (und Kanada) passiert, ist Desi. Es ist ein Mix aus HipHop, Ragga und indischer Musik. Wenn die indischen Musikläden in die Charts-Erhebung einbezogen wären, wären die Top Ten voll von Desi-Tracks. Grime ist cool in einigen wenigen Bezirken von London, die arty farty Journalisten stehen drauf. Aber Desi hört man in Sheffield, in Manchester, überall, aus jedem Auto mit Boombox, in dem Kids mit komisch gefärbten Haaren sitzen.

Popgroup galten immer als ein linker Außenposten im Musikgeschäft. Das Poster zum ersten Album mit der aggressiven Agitprop-Collage wurde allerdings von Unterhaltungsmulti Warner Bros. finanziert. Was waren das für Zeiten?

Mark Stewart: Das Poster hat sie in den Wahnsinn getrieben (lacht). Damals, 1979, gab es noch keinerlei Independent-Szene. Meine Freundin wohnte mit Geoff Travis zusammen, er hatte gerade Rough Trade gegründet. Alles sehr in den Kinderschuhen. Mit Popgroup wollten wir aber im wahrsten Sinne des Wortes “Pop” sein. Wir wollten im Herzen der Unterhaltungsindustrie explodieren. Genügsam außen vor sich hintüfteln wie John Cage interessierte uns nicht. Mitten rein, das war die Devise, wie Spandau Ballett, aber mit einer Message … einer coolen Message. Einen Tag hockst du um den WG-Tisch, am nächsten bist du auf den Titelblättern. Das war das Spiel, das lief nicht mit Rough Trade zu der Zeit.
Aber es gab einen alten Hasen, Andrew Lauder, der in den 70ern das Label “United Artists” geführt hatte. Er wollte ein unabhängiges Label gründen, das völlig unter seiner Kontrolle stehen sollte, aber Finanzen und Strukturen eines Majors nutzen könnte. So entstand “Radar” in Partnerschaft mit Warner Bros. Lauder veröffentlichte auf Radar Popgroup, eine Iggy-Pop-Compilation, Elvis Costello, Red Crayola …
Ich habe draufgängerische Labelbosse immer gemocht. Im Moment treffe ich die reflektierteren Leute eh hinter den Kulissen des Musikgeschäftes, Promoter, Veranstalter, Medien-Menschen. Es gibt nicht viele interessante Musiker, seltsam.

Spandau Ballett orientierten sich ebenso wie Popgroup an schwarzer Musik, an Funk und Soul, setzten ihre Statements aber ohne den Krach und die Wut, mehr auf eine ironische Hinten-rum-Weise. Hat Sie diese Herangehensweise je interessiert?

Mark Stewart: Spandau Ballett – oder auch ABC. Martin Fry von ABC kam aus einer sehr guten Noiseband, Vice Versa, die mit Cabaret Voltaire befreundet war. Er ist ein smarter Typ. Im neuen Buch von Simon Reynolds kann man nachlesen, wie Fry genug davon hatte, mit Cabaret Voltaire und Throbbing Gristle in ungeheizten Kirchen zu spielen und sich mehr auf Pop und Ironie verlegen wollte, die Möglichkeiten des Ruhmes ausspielen wollte. Ich mag diese seltsame Popmusik, The Associates waren auch sehr gut. Die beste Band, die aus Postpunk entwuchs, war Psychedelic Furs. Aber ich respektiere auch Billy Idol, er hat sich zur ultimativen Punk-Ikone stilisiert, wollte ein Cyberpunk-Album machen, so eine Schnapsidee. Wenn Trent Reznor in England Nummer eins werden kann, ist das großartig. Da steckt so viel mehr Wagemut hinter als bei den dogmatischen Linken, die sich auf ihre popelige Scholle zurückziehen und sich für die besseren Menschen halten. Ich habe keine Probleme mit kommerzieller Musik.

Dann haben Sie eher Probleme mit Ihrem Publikum, das Sie genau auf diese Position des gerechten Linksaußen festnageln will?

Mark Stewart: Ich denke, Popgroup-Anhänger halten an mir fest, weil sie sehen, dass ich an meiner Flagge festhalte. Ich mache, was ich will. Das gibt ihnen die Kraft, ebenfalls ihrem Willen zu folgen. Ich habe das von The Clash abgeguckt. Paul Simenon brachte so glaubwürdig die “Macht der Arroganz” rüber, die Arroganz, einfach loszulegen, da konnte man nur einsteigen.
Aber es gibt coole Leute im Inneren der Maschine. Der Manager von Sony Films zum Beispiel. Er beauftragte Graeme Revell von SPK, Soundtracks für gigantische Hollywoodprojekte zu komponieren. Ich bin kein Separatist. Du musst deinen Platz in der Welt aushandeln, es gibt kein “Them and us”.

Wie kam der Kontakt zu der Maffia, den Amerikanern Doug Wimbush, Keith LeBlanc, Skip MacDonald, zustande?

Mark Stewart: Popgroup gaben ihr Abschiedskonzert 1981 bei einer großen Veranstaltung der “Campaign for Nuclear Disarmament”. Kalte-Kriegs-Paranoia hing damals in der Luft. Ich hatte noch nicht herausgefunden, dass die USA Trotzki finanziert hatten, nichts über den Wodka-Cola-Deal mit Stalin, nichts darüber, dass Henry Ford die deutschen Panzer gebaut hatte. Mir fehlten noch grundsätzliche ökonomische Einsichten. Aber die Paranoia war da. Und ich mag Paranoia. Ich arbeitete hart im Büro der “Campaign for Nuclear Disarmament”, half ihnen bei der Organisation. Zur Veranstaltung kamen 500.000 Menschen auf den Trafalgar Square. Verantwortlich für die Demonstration waren ein katholischer Priester, Bruce Kent, und Englands bester historischer Theoretiker, Tony Benn. Priester und Theoretiker wollten speziell dem jungen Publikum etwas bieten: Musik. Also fragten sie mich um Rat. Natürlich wusste ich, wer da spielen musste, meine Band, die Popgroup. Vor uns traten Killing Joke auf. Ich wollte mit unserer Musik niemanden von den Demonstranten ausschließen, es musste also etwas Generationsübergreifendes sein – aber bloß nicht “We shall overcome”. Also nahm ich ein Gedicht von William Blake, “Jerusalem”, das englische Allgemeinbildung ist, und baute es in einen Reggaetrack ein. Dazu lud ich einige meiner jamaikanischen Musikerfreunde ein, die bei Dub Syndicate, Creation Rebel oder African Head Charge spielten. Das war der Übergang von der Popgroup zur ersten Maffia. Diese Musiker bildeten die erste originale Maffia.
Andererseits hatte ich starke Verbindungen nach New York über die No-Wave-Szene und einige Filmemacher. Da ich immer schon Funk mochte, nahm ich sehr früh HipHop wahr. In Bristol realisierte man Hiphop früher als in London. Das ganze Drumherum etablierte sich früh in Bristol, Graffiti, Scratching. 3D von Massive Attack war dabei. Halb Bristol fuhr nach New York, um sich Trainer zu kaufen. Der Club “Doghouse” war unsere Zentrale. Als ich mit der Popgroup in New York auftrat, entdeckten wir eine Radiostation für HipHop, WBLS. Red Alert und Afrika Islam hatten dort eine Show. Wir schnitten sie auf Kassette mit und spielten sie jedem in Bristol vor. Ein Mix stammte von Doug Wimbush, Keith LeBlanc und Skip McDonald, die als “Fats Comet” auftraten. So massives Drumming hatte ich noch nie gehört, und dann diese Raketen-Sounds, 5, 4, 3, 2, 1, bum, buuuuum. Fantastisch.
Adrian Sherwood fragte bei der Midem in Cannes seinen zufälligen Tischnachbarn: “Und, was machen Sie?” Der antwortete: “Ich heiße Tom Silverman und bin der Boss von einem HipHop-Label, Tommy Boy.” Adrian, der zu der Zeit keinen Schimmer von HipHop hatte, aber immer den Namen LeBlanc von mir hörte, setzte nach: “Kennen Sie vielleicht einen Drummer mit Namen Keith LeBLanc?” “Keith LeBLanc? Der spielt auf all meinen Rap-Platten.” Also schnappte sich Adrian seine Nummer.

Und als Fats Comet nach England kamen, haben Sie sie gleich dabehalten?

Mark Stewart: Die drei kamen für ein paar Monate und blieben zwei Jahre, in denen sie zur Maffia wurden …

Vor der Zusammenarbeit mit ihnen haben sie völlig andere Musik gespielt, traditionellen Funk für All Platinum und Sugarhill Records.

Mark Stewart: … und für Tommy Boy, Spoonie Gee, yeah. Mit der Popgroup wollte ich Funk spielen, das ging aber wegen technischer Mängel nicht. Jetzt sah ich meinen Traum erfüllt, ich hatte die begnadetsten Musiker, die ich mir nur wünschen konnte, ich sah schon die fetten Hooklines, die Monsterproduktion, das ganze Funky-as-fuck vor mir. Aber als die drei das erste Mal die Platten auf On-U-Sound durchhörten, explodierten ihre Köpfe – wie bei Jimi Hendrix, plötzlich waren sie frei. Ich konnte nicht einfach sagen, entschuldigt mal, husch husch, zurück zu euren alten Leisten. Wenn jemand anfängt zu experimentieren, werde ich ihn nicht stoppen. So entstand unser spezieller Sound. Sie sind äußerst kreative Musiker, aber genauso diszipliniert. Die gleiche Erfahrung habe ich mit vielen Reggae-Musikern in Jamaika gemacht, die zehn Riddims am Tag einspielen müssen.

Ein weiterer Einschnitt in Ihrer Diskografie ist das schlicht “Mark Stewart” benannte Album von 1987, das sowohl TripHop als auch Techno mitdenkt.

Mark Stewart: Ich habe schon immer elektronische Musik wahrgenommen. Von Pierre Henry über Avantgarde-Sachen bis zu Cerrone, “Supernature”, großartig, oder selbst abgedrehten Schwulen-Kram aus New York wie “Lime”. Diese Rhythmen, dimdedimdedimdedimde …

… diese HiNRG-Rhythmen.

Mark Stewart: HiNRG? Das hast du gesagt. Gebe ich das Interview für ein Schwulen-Magazin? In Nordengland entwickelte Ian Levine aus Northern Soul heraus seine HiNRG-Variante. Das war aber so übertrieben camp, das war mir zu viel. Allerdings werde ich mich hüten, Musik nach sexuellen Vorlieben zuzuordnen. In London stehen sehr schillernde, dekadente Leute aus der Mode- und Filmwelt auf meine Musik. Mir hören nicht nur heterosexuelle Sozialisten mit Lust-Komplexen zu.

Sind im “Rave-Age”, mit der Durchsetzung von Techno, viele der Ideale, für die Popgroup und Mark Stewart & The Maffia stehen, zu Realität geworden?

Mark Stewart: Es war seltsam. Über die Industrial-Schiene hatte ich Autoren wie JG Ballard, John Shirley, William Gibson, Bruce Sterling schätzen gelernt. Ich kaufte ihre Fanzines, verschlang das Cyberpunk-Manifesto. Als ich das erste Mal ins Amnesia auf Ibiza ging – es war die zweite Saison –, schwangen die Türen auf, italienischer Techno brüllte mir entgegen und ich dachte, wow, du stehst mitten in einer Cyberpunk-Story. Ich hatte die Eintrittskarte nur aus Versehen gekauft. Was für ein großartiges Versehen. Paul Oakenfold hatte es nur ein halbes Jahr vor mir entdeckt.

Musikalisch wollten Sie aber nie ins Techno-Zentrum vorstoßen?

Mark Stewart: He, ich brauche so lange, bis ich halbwegs zufrieden mit meinen Sachen bin. Ich bastel gerade an einem Neo-Slogan: “Believe in nothing”. Wie soll ich da die Betonungen setzen? BELIEVE in nothing, Believe IN nothing, Believe in NOTHING, BELIEVE IN NOTHING? So etwas kann mich Monate kosten … und dann wandert es in den Papierkorb. Ich werde mich also nicht auf ein völlig neues Feld stürzen.

Sie müssen also glücklich sein, dass sich die Menschen wieder verstärkt für das interessieren, woran sie kontinuierlich arbeiten.

Mark Stewart: Ich hatte immer ein Publikum, all die Jahre, überall auf der Welt. Trent Reznor oder Nick Cave empfehlen immer: Checkt Mark Stewart aus. Das zieht. Als ich David Bowie über Jean Genet reden hörte, zog ich los und kaufte mir Genets Bücher. Ich mag Outhud, !!!, den Typen vom LCD Soundsystem. Wenn sie sagen: Mark Stewart ist Gott. Was soll man machen? (lacht)
Außerdem habe ich eine Menge hinter den Kulissen gearbeitet. Ich habe Tricky unterstützt, für Junior Delgado geschrieben, für Living Colour. Doug Wimbush ist seit fünf Jahren Bassist bei Living Colour. Diese Sachen laufen nicht unter meinem Namen, sondern dem meines Sohnes oder so. Denn wo Mark Stewart drauf steht, muss Mark Stewart auch 100% Kontrolle haben.

Gab es je die Überlegung, ihre Lyrics als Buch zu veröffentlichen?

Mark Stewart: Ich arbeite seit einigen Jahren an einer CD-Rom. Wir haben so eine Hypertext-Idee zu den Texten des “Control Data”-Albums. Begriffe wie “Gemstone Files” oder “Nag Hammadi Gospel” kann man anklicken und bekommt Zugang zu allen Informationen im Internet, die eine Suchmaschine dazu findet. So funktionieren Lyrics für mich, man hat einen Begriff und dahinter liegen Boxen, Boxen, Boxen voll von weiterer Information. Meine Lyrics sind nur die Spitze des Eisbergs. Es sind Welterforschungs-Tools. Ich war nie daran interessiert, mich selbst auszudrücken. “Fütter mein Ego, Ego, Ego” (auf Deutsch), dieser Einstürzende-Neubauten-Song. Ich wollte immer nur anderen helfen, ihren eigenen Ausdruck zu finden. Es geht nicht ums Ego. Das Ego ist das Gefängnis, das eingerissen werden muss. Das ist Punk für mich.

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Elektronische Lebensaspekte.