Musik hören mit ... aus De:Bug 99

Roy Ayers – Tarzan (Âme Remix) (Rapster)

Matthew Styles: Was ist das?

Debug: Das kann ich dir doch nicht schon nach vier Takten verraten. Anhören und raten.

Rob Mello: Ja, das ist großartig. Das ist der Âme-Remix von der Roy-Ayers-Remixplatte, oder? Hab ich am Sonntagmorgen auch in der Panoramabar gespielt. Brillant. Die beiden machen zurzeit unglaublich gute Tracks.

Matthew Styles: Hast du nicht vorhin erzählt, dass ”Rej“ von Ame beim De:Bug-Jahrespoll zum Track des Jahres gewählt wurde?

Debug: Ja, das stimmt. Ich würde sagen, ein Überraschungssieger. Aber nicht unverdient.

Matthew Styles: Sehr traditionell vom Sound und vom Arrangement. Das scheint momentan sowieso zurückzukommen.

Rob Mello: Für mich klingt es einfach wie eine perfekte House-Platte, die man auch im Techno-Kontext spielen kann.

Matthew Styles. Ich erinnere mich, dass ich in der Panoramabar in deinen Platten gewühlt habe und noch dachte: ”Roy Ayers also, da bin ich ja mal gespannt.“ (Gelächter) Ich hatte gar nicht gesehen, dass da der Remix drauf war.

Anja Schneider & Sebo K – Rancho Relaxo (M.I.A. Remix) (Mobilée)

Matthew Styles: Das ist ein Remix oder? Hm … (überlegt), ich habe das Original. Und wer auch immer den Remix hier gemacht hat, hat hauptsächlich das Pad aus dem Original verwendet. Aber mir fällt nicht ein, was es ist.

Debug: Es ist M.I.A.s Remix der Mobilée 003 von Anja Schneider und Sebo K.

Matthew Styles: Ja, genau. Ich mag den Remix, sehr schön. Da gibt es doch auch einen Remix von Jennifer Cardini. Hast du den hier? Es ist glaube ich der erste Track, den sie ganz alleine produziert hat. Und er ist richtig gut.

Debug: Ja, der ist auf der EP auch mit drauf.

Anja Schneider & Sebo K – Side Leaps (Jennifer Cardini Remix) (Mobilée)

Matthew Styles: Fabric um fünf Uhr morgens. Perfekt. Es hat diesen schönen Breakdown am Ende des Tracks, wenn die Keys des Originals reinkommen.

Rob Mello: Ja, ich mag den Mix auch. Ein sehr cooler Clubtrack. Sehr schön runtergestripped. Das ist so ein Track, den man immer bringen kann, egal ob man nun die ganze Nacht sehr minimales Zeugs spielt oder, wie ich, zwischen den Stilen hin und her switcht.

Osunlade – Pride (Tiefschwarz Remix) (Set)

Rob Mello: Oh Mann, ich liebe das Original davon. Das ist doch ”Pride“ von Osunlade oder? So eine unglaubliche Platte. Es gab da vor ein paar Monaten schon mal ein paar Remixe? Die fand ich nicht so spannend. Ist aber auch ein schwieriges Unterfangen, denn der Track ist einfach so verdammt gut. Dieser Mix klingt irgendwie nach 1996. Von wem ist er?

Debug: Tiefschwarz.

Matthew Styles: Schwierig. Ich hab das Original so oft gehört, gerade von dir, Rob …

Rob Mello: ja, ich hab das Original ziemlich häufig gespielt. Ich würde sagen, dass auch dieser Mix es nicht schafft, dem Original etwas hinzuzufügen. Sehr schade eigentlich. Keiner der Remixe ist wirklich schlecht, aber es ist auch keiner dabei, der wirklich gut ist. Ich würde diesen Mix genau wie die anderen nicht spielen. Tiefschwarz haben nicht das mit dem Original gemacht, was ich mir wünschen würde.

Debug: Und was wäre das?

Rob Mello: Die Idee, den Track einem anderen Publikum zugänglich zu machen, finde ich prinzipiell ja gut. Auch, dass sie ihn im Zuge dessen für den Dancefloor aufpumpen. Aber wenn man Tracks aufpumpt, muss man aufpassen, dass man sie nicht verwässert und billig macht, und ich denke, das ist hier geschehen. They took something that is quite classy and cheapend it. Ich sage nicht, dass es einfach ist, das zu erreichen, und ich denke auch, dass der Remix hier im Club sehr gut funktioniert. Mich kickt es nur nicht.

Debug: Wen hättest du denn gerne als Remixer gesehen?

Rob Mello: Gute Frage. (grübelt) Wenn ich entscheiden dürfte, würde ich wahrscheinlich Âme fragen. Die stehen auf meiner Liste zurzeit ganz weit oben.

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.