Text: gregor wilderman aus De:Bug 14

Alien zum Jazz-Frühstück Max Brennan von Gregor Wildermann gregorw@berlin.snafu.de Sehr logisch und durchdacht sieht das nicht aus, und genauso umständlich kam auch der Engländer Max Brennan alias Fretless AZM, Universal Being, Maxwell House, O. H. Krilll oder ganz einfach Max, zum Label aus dem Land der bakrotten Banken und der nächsten Fußballweltmeisterschaft. ”Der Kontakt kam eigentlich erst durch Dan Curtain zustande. Er hat in London aufgelegt, und ein guter Freund & Nachbar von mir brachte ihn am nächsten Tag mit nach Isles of Wight, also ging ich rüber. Dan wollte einige Tracks von mir auf seinem eigenen Metamorphic-Label herausbringen. Und weil Dan zur gleichen Zeit ein Büro für Sublime in New York aufmachte, kamen meine Tracks über diesen Umweg nach Japan. Irgendwann kamen die Japaner mal nach London. Yoshihiro Sawasaki hat mir erzählt, wie er sich unsere Zusammenarbeit vorstellt, und daß er meine Arbeit schätzt. Insgesamt nicht gerade ein direkter Weg.” Max Brennan hatte wie viele andere irgendwann das Bandleben satt und veröffentlichte erste Platten auf Holistic Recordings in London, erkennbar an seinen kleinen Piranha-Fischen (Compilation demnächst!). Der gelernte Maler und Dekorateur wird bald für eine Zeit nach Japan gehen, liest sehr viel, hat Frau und Kind, Studio und ein eigenes Label namens Nine Yards (1.Platte demnächst!). Er war erst unlängst das erste Mal in Deutschland (in Rahmen der Sublime-Tour), hätte früher beinahe mal bei Mille Plateaux eine Platte gemacht und hat vor gar nicht langer Zeit mit Russ Gabriel einige Tracks aufgenomen (Name demnächst!). Seinen Output beschreibt er selber als “raregroovefunkjazzthingÒ, er träumt von “Clubfunk mit einer richtigen LivebandÒ und gesteht als Grund für seine freie Spielweise, daß “wenn man auf der Isles of Wight wohnt, es fast unmöglich ist, irgendwelchen Trends zu folgen.Ò Es stellt sich die Frage wie er strukturierte und klare Technoplatten wie die Omega Point-EP und gleichzeitig völlig freie Jazzelektronika ˆ la Fretless AZM produzieren kann? ”Es ist nicht so, daß ich von etwas Speziellem inspiriert worden wäre. Ich habe immer diesen funky Jazz geliebt und gehört, und da liegen bestimmt meine Wurzeln. Da Sublime aber eher Club-orientiert ist, bringt mich diese Ausrichtung automatisch dazu, eine Art Hybrid dieser beiden Styles zu kreieren. Bei meinen Maxwell House-Produktionen ist dagegen alles sehr experimentell, und da Pete von Peacefrog-Records ein Jazzkenner ist, mag er eben diese Seite meiner Kreativität. Bei dem Fretless AZM-Platten steht dann wieder der Funk im Mittelpunkt, und ich finde auch, daß solche Platten zu selten produziert werden. Sicherlich würde ich meinen Clubtracks lieber gleich minimaler mit Jazzfeeling produzieren, aber es ist schwer eine gute Balance zu finden. http://www.musicmind.co.jp/label/sublime/ http://atom.co.jp/INDIES/Sublime/sublime.html

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Elektronische Lebensaspekte.