Warum Mob 2.0? Weil es sich auf Web 2.0 reimt. Oder mit Flashmob stabreimt. Weil wir es mit einem heillosen Durcheinander von mobilen Netzen und Flatrates zu tun bekommen (GSM, UMTS, WI-FI, IP, etc.), kann von grade durchnummerierter Ordnung keine Rede sein. Da ist ein Anruf im Festnetz manchmal schon eine heiße neue Applikation. In dieser Leiste also ein erster Überblick über verschiedenste Software und "Services", die die Welt der Handys jetzt und in der nächsten Zeit ordentlich durcheinander wirbeln können. aus De:Bug 105


Opera
Defacto Standardbrowser für Telefone. Sollte dein Telefon einen anderen haben, lohnt es sich immer, Opera mal zu testen.
http://mini.opera.com

SoonR
Hinter den meisten Mob-2.0-Applikationen steht eine möglichst einfache Idee. SoonR zum Beispiel verbindet einen Webserver auf dem eigenen Rechner mit dem Handy. Was sich daraus alles machen lässt, ist schon komplizierter. Das Handy als Fernbedienung für Skype z.B., Oder ein Mobiles Filesharing Powerhouse. Der Rechner zu Hause als ausgelagerte Festplatte für unterwegs oder auch als Groupware-Basis für Außendienstmitarbeiter. Die Kombination von fest ans Netz angeschlossenem Rechner mit direkter Leitung zum Handy bietet ziemlich endlose Möglichkeiten, weshalb wir SoonR eine große Zukunft vorhersagen.
http://www.soonr.com

Gcalsync
Vielleicht im Zuge der immer breiteren Installation von Sync-Programmen auch bei den einzelnen Netzprovidern nicht die zukunftsträchtigste Mob-2.0 -Applikation, aber für alle, die ihren Google-Kalender mehr lieben als jede andere Kalendersoftware, definitiv die einfachste Variante, um ihn via Java auf den meisten handelsüblichen Telefonen schon jetzt mitzunehmen.
http://www.gcalsync.com

Mobilicious
Auch das Mashup lebt auf dem Telefon. Mobilicio.us verbindet den Google-Mobile-Service, der schwergewichtige Webseiten für das eher screenarme Handy zurechtschneidet, mit dem eigenen Delicious Account, so dass man sich seine Lektüre für unterwegs schon mal via Delicious zurechtfolken kann oder einfach die auf Handys gelegentlich umständliche Bookmarkfunktion umgeht, indem man mit einem eigenen Tag die wichtigsten Seiten fürs Handy auf Delicious ordnet.
http://mobilicio.us

411sync
Mit über 700 Mashups post 411Sync auf der Webseite. Alle via Handy abrufbar per SMS oder Email an den SMS-Service. Da hat alles eine eigene Nummer. Von der Ebay-Standardzeit bis zum Myspace-Blogeintrag. Etwas unübersichtlich, aber der ein oder andere Fund in der mobilen Grabbelkiste lohnt sich.
http://411sync.com

Widsets
In gewisser Weise ist Web 2.0 ja auch die Erfüllung des Browser-freien Traums gewesen. Webservices statt HTML. Widsets übersetzt den Widget-Wahn fürs Java-fähige Telefon und bevölkert die quäkende Kröte mit lauter sinnigen und unsinnigen Miniapplikationen. Vom Feed bis zum Wetter, vom Flughafen bis zu Technorati. Dabei ist Widsets nicht nur Entwickler, sondern auch Plattform und Bücherei für kleine neue Applikationen.
http://www.widsets.com

Bluepulse
Ähnlich wie auch Widsets versucht Bluepulse Widgets auf das Handy zu bringen. Im Startpaket sind zumindest RSS-Reader und MSN, Yahoo und ICQ. Auch hier gibt es ein Software Development Kit und die Idee, dass viele Hände mehr Widgets bauen können.
http://www.bluepulse.com

EBuddy
Für Chatsüchtige (Aim, Yahoo, MSN), die eher Monochat-mäßig unterwegs sind, und z.B. nur Aim, aber nie Yahoo benutzen, eine schnelle Lösung, um sich die Finger endgültig auf der Minitastatur zu ruinieren. PS: Im Zweifelsfall ist Telefonieren um ein Vielfaches billiger und ein Mehrfaches schneller als Chatten.
http://www.ebuddy.com

Mobileglu
Gute Mob-2.0-Einsteigersoftware so wie Superglu für Web 2.0. Blogfeeds, Flickr, Del.icio.us und anderes zu einer eigenen, ständig upgedateten mobilen Jumpstation in nur ein paar Minuten zusammenzufrickeln, kann Spaß machen. Bestens geeignet für multiphrene Blog-User, die unterwegs den Überblick behalten wollen. Beschränkt allerdings durch die Auswahlmöglichkeiten.
http://www.mobileglu.com

Tiggdo
Ein durchaus kompetentes, kleines, RSS-Feeds sammelndes Ding ist Tiggdo. Zwar versuchte es sich, als “personalisierte mobile Hompage” zu verkaufen, bemerkenswert ist aber vor allem die einfache Möglichkeit, eigene Feeds auch via OPML zu importieren und zu durchsuchen.
http://www.tiggdo.com

Litefeeds
Die mobile Software, die einem ausgewachsenen Newsreader am nächsten kommt. Für jeden Eintrag lässt sich vorher schon auswählen, ob man ihn mit Bild oder ohne sehen will, Feeds lassen sich an andere Leute mailen, bloggen und intern oder über delicious bookmarken.
http://www.litefeeds.com

Google Maps Mobile
Das Mutterschiff der freien Navigation im überraschend dreidimensionalen Universum. Google Maps fürs Telefon funktioniert wie der Gegenpart auf dem Browser. Mittlerweile mit KB-Verbrauchsmesser (schluckt ganz schön) in deutscher Version und mit Blackberry-Unterstützung.
http://www.google.de/gmm

Mobile GMaps
Java-Applikation, um nicht nur Google Maps, sondern auch Yahoo, MSN Virtual Earth, Ask.com und Satellitenbilder aufs Telefon zu bringen, mit der Möglichkeit, die – sofern vorhanden – an einen GPS Reciever zu koppeln. Wer sich dann noch verirrt, ist lost.
http://www.mgmaps.com

Jaiku
Das soziale Telefonbuch ist der Claim. Jaiku versucht, ein Ersatz für die Adressbücher in Telefonen zu werden, indem man sich eine Buddyliste zusammenstellt, die nicht nur Auskunft darüber gibt, wo man gerade ist, sondern auch mit was man sich gerade beschäftigt (eingeben muss man das zumindest selber). Gleichzeitig hat Jaiku auch noch einen Bluetooth-Scanner, so dass man weiß, wie viele andere noch in der Gegend sind, und all das lässt sich auch noch aufs eigene Blog bringen. Opfer: Privatsphäre.
http://jaiku.com

Apache
Nokia hat das für die S60/Symbian-Plattform portiert. Falls einer unter euch also einen Paten bei irgendeiner Telekom-Gesellschaft hat und UMTS-Meilen verschleudern kann bis zum Umfallen, wären wir froh, falls uns jemand mal berichtet, was man mit einem Webserver in der Hosentasche alles anstellen kann. Definitiv die Königsdisziplin für Mob 2.0.
http://research.nokia.com/research/projects/mobile-web-server

Jajah
Jajah ist ein wenig wie Juju. Ich hab’s selber nie getestet, aber scheinbar funktioniert Jajah wie eine Telefonvermittlung über das Internet, so dass man sich selber über den Browser anruft und dann an andere Jajah-User weiterverbindet. Alles weitestgehend zum Nulltarif. Ziel: Telefonieren muss wieder nichts kosten. Jajah funktioniert mit jedem Browser und kommt ohne Softwareinstallation aus. Klingt wie ein Märchen? Selber testen.
http://www.jajah.com

Phonecaster
Du hast eine Flatrate, dann nutz sie aus. Wer mit dem Handy ins Festnetz eh umsonst telefoniert, kann via Phonecaster Telefonnummern für diverseste Podcasts (der De:Bug-Podcast ist einer der über 1000) anrufen, die dann über sein Telefon (wir empfehlen Kopfhörer) in feinster Transistorradio-Qualität hören und zahlt gar nichts. Nummern einfach unter Phonecaster nachschlagen.
http://www.phonecaster.de

Mobango
Sharing-Seite für Mobiltelefone, auf die man Photos, Filme, Klingeltöne und Software stellen und mit anderen tauschen, bzw. durchbrowsen kann. Wer es noch nicht wusste, wird feststellen, dass das Lieblingstauschobjekt von Handyusern selbstinszenierte Pornos sind.
http://mobango.com

Jangl
Wegwerf-Telefonnummern gibt es schon eine Weile. Mit Jangl tritt die Nummer-Kryptographie allerdings in ein neues Zeitalter, denn man bekommt nicht etwa eine neue Nummer, die man dann nach Belieben abstellen kann, sondern jede Beziehung zu einer neuen Person hat eine eigene Nummer, die in beide Richtungen funktioniert. Beispiel: Hans und Hugo können sich von ihren Telefonen mit der gleichen Nummer anrufen. Niemand sonst. Mag Hans Hugo nicht mehr hören, stirbt mit der Liebe auch die Nummer (nur in Amerika bislang und nur in der Betaphase umsonst).
http://jangl.com/

Movedigital
Falls sich irgendwer mit der Idee plagt, Videos von z.B. seinem Blog an Handys zu streamen, sich aber nicht mit der Technik auseinander setzen möchte, empfehlen wir Movedigital. Bis zu einem dezenten Traffic frei, gibt es obendrein auch noch die Möglichkeit, Filme, Musik oder sonstiges als Torrent mit einem Klick aufzusetzen.
http://movedigital.com

MyNuMo
Community muss sich wieder lohnen. Für die Business-Orientierten unter euch kann MyNuMo selbst gebastelte Klingeltöne, Themes oder sonstiges für euch verkaufen. Der mobile Webshop für alle, die nicht die geringste Ahnung haben, wie man das selbst zusammenbauen sollte.
http://www.mynumo.com

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Elektronische Lebensaspekte.