Kalkbrenner, Handy-Zukünfte & Tyler, the Creator
Text: Debug aus De:Bug 153

KALKBRENNER: ER WILL JA NUR SPIELEN

Paul Kalkbrenners erstaunliche Karriere sorgt für Irritationen, nicht zuletzt beim Protagonisten selbst. Zwischen der Sehnsucht nach Normalität, neuen Geschäftsmodellen der Musikindustrie und Techno als Truppenbetreuung.

TYLER, THE CREATOR: BÖSER WOLF

Vatermord, Vandalismus, Vergewaltigung – die HipHop-Hoffnungen ruhen derzeit auf den schmalen Schultern von ein paar Teenagern, die genau diesen Riot-Rap glorifzieren. Wir klären, was es mit Frontmann Tyler, The Creator und seinem Album “Goblin” auf sich hat.

SHANZAI: ECHT FAKE

Shanzhai, so heißt der chinesische Neologismus für Fakes. Design-Klonfabriken mit Namen wie Nokla, EiPhone und der Window-of-the-World-Wahnsinn boomen. Im Interview spricht Philosoph Byung-Chul Han über die Mashup-Kultur und den Zusammenhang mit asiatischem Selbstverständnis.

DURCH DIE NACHT MIT: BEN DE BIEL

Mit dem Maria am Ostbahnhof muss ein weiterer Berliner Traditionsclub dem Stadtumbau weichen. Club-Macher Ben de Biel lässt aus diesem Anlass die schmutzige Geschichte des Berliner Nachtlebens Revue passieren.

MOUSE ON MARS: STUDIOBESUCH

Mouse on Mars haben sich in den historischen Räumen des ehemaligen DDR-Funk- und Fernsehareals eingenistet. Wir haben sie zwischen ihren Techniktürmen besucht, um über intuitiv bedienbare Digitalinstrumente und ihr erstes orchestriertes Werk “Paeanumnion” zu sprechen.

MOBILE: ZUKÜNFTE

In der Mobilfunkwelt stehen alle Zeichen auf Beschleunigung. Wir schlagen eine Bresche in die Nebelschwaden der Mobilfunkzukunft und gehen den Fragen nach, was demnächst von deinem Handy zu erwarten ist und wie sich die Dinge bis zum Ende der Dekade entwickeln dürften.

# Perspektive 2020: Vom Handy zum Body
# Perspektive 2015: Vom Jumbophone zum digitalen Schrumpfkopf
# Handysaison 2011: Smartphones & Tablets

MUSIK

# Paul Kalkbrenner: Er will ja nur spielen
# Tyler, The Creator: Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
# Musikhören mit: Prosumer
# Battles: Eher untraditionell
# DJ Harvey: Der Meister der Throngs
# Dominik Eulberg: Modellbau der Seele
# Meat Beat Manifesto: Bahn frei
# Laurel Halo: Synths für Baudrillard
# Ad Noiseam: Musik für Hirnbegeisterte
# EMA: Nichts für Würmer
# Si-Tew: Im Spiegel ist Sonntag
# Festivals: Melt!, Nachtdigital, Praterunser etc.

MEDIEN & GADGETS

# Bug One: World IP6v Day
# The29Nov Films: Kosmetikstudio Techno
# Kino in Korea: betrunkene Jugend
# Shanzai: Ohne Original keine Kopie
# Games: Child Of Eden
# Bilderkritiken: Locker bleiben, rät der Wabbelwurm
# TDK Boombox & Olympus E-PL2
# Anthology Of Rap & Samsung XN11

MODE

# Valerie Steele: Reading High Heels
# Modestrecke: Süßer Vogel Jugend
# Gürtel: Pointer und Carhartt
# Schuhe: Vans x A.P.C., Vans Pritchard

MUSIKTECHNIK

# Studiobesuch: Mouse On Mars
# NI Razor: Errorsmith schnitzt Wellenformen
# TwistedTools Scapes: Reaktor-Futter
# Missing Link: OSC/MIDI Übersetzer

VOLLE KANNE FUTURE

# A Better Tomorrow: Yogatote auf dem Holzweg

18 Responses

  1. Olf

    Und jetzt soll ich mir ne Zeitschrift mit den deutschen Nationalfarben auf dem Titelbild kaufen?

  2. Stefan

    De:Bug ist mittlerweile zum Abgewöhnen! Ich werde mein Abo kündigen!
    Nur noch verzweifelte “Ich muss dringend Auflage machen”-Artikel und bezahlte Gefälligkeitsheadlines.
    Ich abonniere mir nun lieber wieder die Bravo, denn da gibts wenigstens nützliche Tipps zur Sexualität.

  3. terry bell

    ok leute, lasst uns offen sein. wie ihr wisst, hab ich mit englischen musikmagazinen vorlieb nehmen müssen (djmag, mixmag und iDJ), weil ich in australien war. und ehrlich gesagt.. am anfang war ich überrascht und mir taten die anglos insgesamt auch ein bisschen leid, denn ich dachte, dass die 3 Ravelines haben. aber zumindest der iDJ konnte mich voll überzeugen, weils bei dem, und das war schön, einfach nur um musik geht. ich brauch nämlich weder eure fashiontipps, noch die echt nervigen pop-diskursversuche (hauen leider nur bei Ji-Hun Kim hin). aber am aller schlimmsten, mit abstand (und dier eheste, warum ich mir die de-bug seit kurzem nicht mehr kaufe), sind eure reviews, und ferner eure vorliebe für typische mädchenmusik. außerdem seid ihr der Groove sehr ähnlich und wer will schon alles 2mal lesen.

  4. Henry

    Da hat doch mal wieder die “früher war alles besser Fraktion” gepostet.

  5. Emergenz

    Ach so, Henry. Früher war alles besser, da durfte man die deutschen Soldaten im Ausland noch ohne das Gemotze von Kritikern bespielen, was? Schmeiß dir deine Pille ein (die waren früher tatsächlich besser) und verschone uns, okay? Ich will keine De:Bug mit einem Truppenbetreuer in Deutschlandtrikot vorne drauf, soviel ist jedenfalls sicher.

  6. sr

    Dass die Leute hier immer ihre wohlfeile Gesinnungspolemik einrieseln lassen müssen: Deutschlandflagge pfui (Macht Euch locker, es ist ein Fußballtrikot!), vor Soldaten spielen pfui (ja, ja, alles Mörder…)

    Und Debug darf jetzt auch nicht darüber schreiben, oder wie? Kalkbrenner jetzt “persona non grata”, oder was? Ist ja fast so wie das Geschiss, das es gab, als die Spex vor Jahren ihre Story über Justin Timberlake brachte.
    Kann mir richtig die inneren Konflikte einiger hier vorstellen: “Ist Debug noch politisch korrekt? Darf die aktuelle Ausgabe noch ohne distanzierende Erklärung auf dem Tisch liegen?”

    Die Lösung ist doch ganz einfach: Kauft das Magazin halt nicht (oder blättert erst mal am Kiosk darin, wenn keiner guckt…).

    Schlimmer finde ich, dass Debug immer seltener das Fernglas auspackt und über Trends und neue Strömungen schreibt. Es fehlt die Frische, denn die Artikel begleiten im Grunde immer nur aktuelle Releases. Und die Reviews sind bei Groove online in der Tat aussagekräftiger und auch weitaus umfassender als in der Debug.

  7. terry bell

    das passt ja dann zu dem vorfall, dass vor jahren meine WG-mitbewohnerin (indie-rocker) total schockiert war, als bei mir justin timberlake lief. hab sie dann gefragt, ob sie timbaland kennt.. war natürlich bevor sie mitbekommen hat, dass ihre bibeln NME, rolling stone usw. das hören des neuen timberlake albums durchaus absegnen.

    übrigens, am freitag war ich am hbf. hab dort einen auf neo-nazi gemacht und mir die de-bug dann doch gekauft. bisher komplett durchgelesen hab ich nur die eulberg und kalkbrenner features. der rest, wie gesagt.. und wenn ihr über technik schreibt, muss ich immer an peer steinbrück denken. dem kauft auch keiner den finanzexperten ab, scheint eher so n hobby von ihm zu sein.

  8. richard

    Lasst Euch doch von Google nur noch personalisierte Werbung reindrücken, dann müsst Ihr Euch nich so aufregen.

    Der Kalkbrenner Artikel trifft es ziemlich gut, mal so nebenbei.

  9. kolja schmeltzer

    ihr verspackten dummlaberer,fickt euch.

  10. wednesday

    schöne ausgabe, ich mag diese vielseitigkeit und die offenheit sich phänomenen anzunähern, danke dafür.

  11. Freddy

    Scheiss auf Deutschlandtrikot. DeBug könnte mit nur einer Änderung um einiges besser werden: Prepp muss komplett verbannt werden.
    Ansonsten hat Kolja Scmeltzer recht.