Happy Birthday, Moving Shadow. Rob Playfords Drum and Bass-Label ist seit 10 Jahren bei jeder Verschiebung des englischen Breakbeat-Horizonts dabei. Eine Instanz in permanenter Bewegung.
Text: Sven von Thülen aus De:Bug 43

How to start a small Business
Zehn Jahre Moving Shadow

Es ist soweit. Nach Reinforced feiert mit Moving Shadow nun das zweite große Drum and Bass Label seinen zehnten Geburtstag. “One decade of beats”, wie die Anzeigen für die anstehende Geburtstagswelttournee verkünden. Der Weg von Hardcore über Jungle bis zu Drum and Bass, vom Whitelabelverkauf aus Autokofferräumen bis zu einem der wohl professionellsten und auch umsatzstärksten Drum and Bass Label überhaupt, war lang und ereignisreich. Wollte man die Entwicklung einer ganzen Generation von ravenden Jugendlichen verfolgen, die Wellen, die der Summer Of Love 1988 mit Acid House losgetreten und in deren Auswirkungen und Diversifizierungen sich auf der Insel eine der größten Jugendsubkulturen seit Punkrock entwickelte, man könnte anhand des Backkatalogs von Moving Shadow so ziemlich jede wichtige Etappe nachzeichnen. Die verstrahlte, extasyschwangere Anfangseuphorie und die soundtechnischen Verfeinerungen und Diversifizierungen bis zu dem Punkt, an dem daraus Drum and Bass geworden war und als Musikstil plötzlich ernst genommen wurde, all das hat Moving Shadow mitge- und erlebt. Eine rasante Entwicklung voller Brüche und Sprünge. Trotzdem sagt Rob Playford: “Die zehn Jahre sind sehr schnell vorbeigegangen. Es kommt mir nicht so lang vor. Eher als wäre alles gestern gewesen. In den letzten Tagen habe ich eine Menge Interviews gegeben, in denen ich natürlich auch immer wieder darauf angesprochen worden bin, und ich muss sagen, dass die Erinnerungen alle noch sehr frisch sind. Das mag natürlich daran liegen, dass dieses Jahr natürlich ganz im Zeichen dieses Jubiläums steht,” grinst er mich an. Wir sitzen zwischen Kartons voller Platten, Computern, so ziemlich jeder erhältlichen englischen Musikgazette und allerlei Bürokrimskrams in seiner Wohnung, die einen schönen Panormablick auf London und seine Tower Bridge offenbart. Pünktlich zum Jubiläum musste Rob Playford dank eines abgelaufenen Mietvertrages und den horrenden Londoner Mieten das Moving Shadow-Office vorübergehend wieder in seine Wohnung verlegen. Back to the Roots, sozusagen. Das Telefon klingelt im Minutentakt. Morgen ist die große Geburtstagsparty im Londoner Club “The End”, die den Auftakt zur Moving Shadow Welttournee bildet. Laura, Julia und Rob sind gestresst. Der organisatorische Endspurt steht an.

Den Joypad in der Hand
“Es kommt regelmäßig vor, dass man sich fragt, wie man weiter machen will, wo es hin gehen soll und so weiter. Aber ich habe mir abgewöhnt, mich solchen Gedanken hinzugeben. Meine Erfahrung aus zehn Jahren Moving Shadow hat mir gezeigt, dass es das Beste ist, wenn man die Dinge einfach passieren lässt und nicht darüber nachdenkt, wie man an der Spitze bleiben kann oder den Erfolg noch maximiert. Ich will Veränderungen und Entwicklungen nicht mit solchen Überlegungen und Schlachtplänen im Weg stehen. Das Label läuft mittlerweile aus sich selbst heraus. Ich habe kein Interesse daran, es in die eine oder die andere Richtung zu stoßen. So lang wir eine funktionierende Infrastruktur haben mit Leuten, die sich um neue Projekte kümmern, so lange sind wir handlungsfähig, wenn etwas Neues passiert,” stellt Rob Playford fest und offenbart damit gleichzeitig auch seine Labelphilosophie. Mit stoischer Ruhe hat Rob Playford Moving Shadow bis jetzt allen Trends, Hypes und Rückschlägen zum Trotz immer wieder in neue Gewässer gelenkt. Sei es die Gründung des mittlerweile wieder eingestellten Start-Up Labels “Audio Couture”, der darauf folgenden “Killabites Compilation” Serie, der “Nice-Price Mix CDs” inklusive CD- Rom oder der Verknüpfung des eigenen Outputs mit der Gamekultur. Rob zufolge alles situative Entscheidungen und Entwicklungen ohne großen Masterplan. Moving Shadow, ein Label im Zustand eines konstanten Werdens.
Auch wenn man in den letzten zwei Jahren bei der Menge von Moving Shadow Releases manchmal ausgiebiger nach Frische, Lebendigkeit und Innovation suchen musste, bei der Einbeziehung von neuester Technologie war Moving Shadow auf jeden Fall allen anderen einen Schritt voraus. Kein Wunder gilt der ehemalige Programmierer Rob Playford doch als technikbesessen. Mit Resonant Matrix gründete er extra für die Labeleigenen Multimediaprojekte (die CD-Roms der Nice Price Serie) seine eigene Subfirma, die aber vor allem auch als Berater für die Film- und Fernsehbranche sowie für Playstation-Games-Entwickler tätig ist. Nachdem Dom & Roland, EZ Rollers, Omni Trio et. al für das von “Rockstar Games” designte Spiel “Rollcage Stage 2” letztes Jahr den Soundtrack lieferten, hat Dom “mein Freund heisst Roland” Angus gerade den Soundtrack für ein nächstes Jahr erscheinendes Playstation 2 Game fertiggestellt. Eine Zusammenarbeit, die Rob eher vom kaufmännischen als vom Innovationsaspekt sieht: “Die Anbindung unserer Musik an die Gamekultur gibt uns die Möglichkeit, den Sound von Moving Shadow auf eine neue Weise zu präsentieren. Wir sind nicht daran interessiert, Musik zu machen, die nur für Games bestimmt ist. Die Tracks, die als Soundtrack für die Games fungieren, sind immer auch Stücke, die wir sowieso veröffentlichen wollten. Es sind in erster Linie Dancefloor-Tracks, deren Energie gleichzeitig dafür sorgen soll, dass sie den Spielen den gewissen Mehrwert an Geschwindigkeit und Spielspaß bringen. Wir würden niemals anfangen, Spielkonsolenmusik zu machen. Wir suchen einfach immer nach neuen Möglichkeiten, unsere Musik adäquat einzusetzen und zu verbreiten. Sei es in einem Film, in einem Game oder auf einer Website. Das sind alles Wege, wie Moving Shadow, aber vor allem auch seine Artists sozusagen belohnt werden und weiter machen können, was sie am liebsten tun, nämlich zu produzieren. Man darf nämlich nicht vergessen, dass wir immernoch ein Independent Label sind. Für mich ist eine der grössten Errungenschaften, dass es mir und dem Moving Shadow Staff möglich ist, trotz Indie-Status vom Label zu leben.”

Die Zukunft?
Wo es in den nächsten Jahren mit Drum and Bass im allgemeinen und Moving Shadow im besonderen hingehen soll, frage ich Rob und ernte wie erwartet nur Grinsen und Schulterzucken. “Es geht immer weiter. Vielleicht ist Drum and Bass in der Zukunft nicht mehr Drum and Bass. Höre dir doch die Pomusik von heute an, das neue Madonna Album zum Beispiel. Ohne Drum and Bass würde es diese Platte gar nicht geben. Das macht mich einerseits glücklich, weil ich weiss, dass ich einen gewissen Anteil daran habe

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Text: oliver köhler aus De:Bug 01

Moving Shadow

Als ein junger Rob Playford vor sechs Jahren auf seinem frisch entbundenem Label ‘Moving Shadow’ erste Drum’n’Bass Baupläne konstruierte, hätte er sich da denken können, daß er mit der Druckwelle, die er und andere auslöste, der Jahrtausendwende stolz in die Augen gucken könnte? Hätte sich dieses Label jemals vorstellen können in Drum’n’Bass Geschichtsbücher als essentieller Bestandteil der Evolution einer Szene eingetragen zu werden? War es zu irgendeinem Zeitpunkt klar, daß nach sechs Jahren das Moving Shadow Rezept immer noch die Kante der Klinge modernster Musik surfen würde?

Als 1991 Rob Playford und sein engerer Moving Shadow Produzentenkern von Sean O’Keeffe (alias Deep Blue) und Simon Colebrooke (zusammen mit Sean alias 2 Bad Mice und Kaotic Kemistry) die ersten SHADOW Releases mit ordentlichen Hüllen und Cover-Designs in einen Markt voll von gesichtslosen White-Labels platschten, hatten sie sich nicht gedacht, daß es vier bis fünf Jahre dauern würde, bis ihre Musik die Anerkennung genießt, die sie verdient hat. Trotz ihrer anfänglich naiven Motivation,wie Simon Colebrooke erklärt: “Tracks zu machen, zu denen man raven konnte,” verkörperten diese Platten, sowie das gesamte Moving Shadow Konzept, dennoch ein Streben nach Professionalität, das bis zu dem Zeitpunkt keinesgleichen gefunden hatte. Mit den Mitteln der Majorfirmen – einprägsames Logo, professionelles Cover Design – sollte Moving Shadow das ins Verruf geratene Genre, damals noch ‘Ardcore genannt, seinen Stolz wiedergeben.

Vorwerfen kann man deshalb Simon Colebrooke, heute A&R Direktor bei Moving Shadow, nichts, wenn er, mit einer Spur positiver Selbstgefälligkeit, zu dem Erreichen dieses Ziels behauptet, daß “diejenigen, die Drum’n’Bass früher als Abschaum der Musikindustrie abgelehnt haben, heutzutage nicht genug davon bekommen. Jetzt hat z.B. Nike einen Drum’n’Bass Soundtrack in ihrer neuesten Werbung. Damals (1991 bis 1994) wollte keiner etwas von Drum’n’Bass wissen, geschweige denn es im Radio spielen. Es wurde die Sampler-Musik des Jahrzehnts genannt, ohne jede Kreativität. Was wir uns damals als Ziel gesetzt haben, war die Anerkennung der Mainstream-Industrie zu gewinnen. In den letzten zwei Jahren ist in dieser Hinsicht am meisten passiert. Viel von dem Erfolg kann Goldie zugeschrieben werden.”
Ein großer Teil dieses Erfolgs muß demnach auch Rob Playford zugeschrieben werden. Inzwischen ist es nämlich kein Geheimnis mehr, daß Goldie ohne seinen Ingenieur, Playford, die Hälfte seiner Träume niemals in Sound umsetzen könnte. Das muß jedoch nicht als einseitiger Prozeß verstanden werden. Zwar wird Goldie mit seiner nächsten LP, die wieder die verdeckte Unterschrift Playfords trägt, seinen Status als Oberhaupt bestätigen, was Playford, der ohnehin schon das Business versteht, von seiner Arbeit mit dem Metalheadz Kapitän mitkriegt, wird ihm genauso von Nutzen sein. In Goldie hat der Moving Shadow Boss nämlich den direkten Kanal zur Mainstream Industrie gefunden. Keineswegs durch den Deal mit Goldie, und folglich ffrr, in seiner Tätigkeit als Leiter eines Independent Labels beeinträchtigt, erhält Playford wertvolle Informationen zum Stand der Dinge in der Major-Infrastruktur. Informationen, die ihn weiterhin zum Erfolg seines Labels und dessen Unabhängigkeit verhelfen. “Rob ist sowohl ein guter Produzent, als auch scharfsinniger Geschäftsmann. Sein Deal mit Goldie ist einerseits gut, weil er in keinster Weise seine Rechte einengt. Andererseits sitzt Rob direkt am Puls und weiß ganz genau, was bei den Majors los ist. Komischerweise halten sie sich von uns fern.”
Das Interesse hat Moving Shadow auch gar nicht nötig, es ist in der gesamten Szene zu einer Institution geworden. DJ’s, Künstler, Plattenläden, Raver, Plattenkäufer wissen alle um den enormen Beitrag und das Kredo dieses kleinen Labels, das vor einem Jahr seine Büros von der verschlafenen Region Hertsfordshire direkt ins Herz Londons, nach Soho, umsiedelte. Nach wie vor ist Moving Shadow eine Firma, die sich nach den Wünschen der Künstler richtet und nicht die Künstler in ihrem Freiraum zu beeinflussen versucht. Denn eines der wichtigsten Lehren, die dieses Label während seiner Entwicklungsphase machen konnte, war die Anwendung der bei Rave oft ziterten Maxime “Go with the Flow!”. Selber ein Produzent betont Simon Colebrooke auch vehement seine Abneigung gegenüber dem Anti-Ethos der Hit-Factories:
“Im Gegensatz zu den meisten anderen üben wir keine Mega-Kontrolle auf das aus, was unsere Künstler machen wollen. Zur Zeit sind viele Gerüchte im Umlauf, daß manche Drum’n’Bass Produzenten von ihren Plattenfirmen gesagt bekommen, was für Musik sie zu produzieren haben, z.B. Vocal Tracks für die Charts. Meiner Meinung nach sind viel zu viele Leute in Major Deals verwickelt; ich mache mir Sorgen. Man wird auch sehen, daß in den nächsten Monaten einige Leute Probleme bekommen werden. Deswegen überrascht mich der Virgin Deal mit Photek. Daß sie die ‘guts’ haben, so etwas zu veröffentlichen, hätte ich nie gedacht. Wir haben auch kein Problem damit, wenn unsere Künstler von den Majors aufgeschnappt werden. Aquasky wurden jetzt gerade von Polygram gesignt. Wir waren da, als Aquasky aufgetaucht sind, und wir haben ihnen diesen extra Boost gegeben. Die Majors signen aber Leute nur weil es modisch ist. Als Drum’n’Bass groß wurde, fielen sie übereinander her, nur um jeden unter Vertrag zu nehmen, den sie finden konnten. Wenn unsere Künstler von Majors unter Vertrag genommen werden, dann kann ich ihnen nur gratulieren und Erfolg wünschen. Die sind aber auch jederzeit bei uns wieder willkommen. Aber was die Unabhängigkeit betrifft, wird Moving Shadow so lange es geht auch ohne die Majors auskommen. Viele Leute glauben gar nicht, daß Moving Shadow ein Independent ist, weil es uns schon so lange gibt. Wir überleben halt dadurch, daß wir eben genau das machen, was wir machen. Es ist auch eigenartig, diese Arbeit als Business zu bezeichnen weil es immer noch wie ein Hobby ist. Es ist ein Job, den wir alle geniessen. Es hängt auch mit unserer Einstellung zusammen, unseren Künstlern den Spaß an der Sache nicht zu nehmen.”
Auf den normalen Plastikmusikmarkt angewendet, erscheint so eine Haltung den Berufsökonomen, die weitgehend das Personal der Major-Betriebe ausmachen, zu unkalkulierbar. Aber in Zeiten, in denen auf Underground Appeal besonders geachtet wird und jede Entwicklung neue Möglichkeiten bietet, fügt sich Moving Shadow hervorragend in dieses Chaos ein. Inzwischen muß die Firma nicht mehr überleben, sondern kann davon leben und sich immer noch leisten, ihr Vertrauen in neues Talent zu setzen.
Bekam man den Eindruck, daß Moving Shadow zu einem Fließband für Bukemesque Produktionen mutiert sei, so wiederlegen die letzten fünfzehn Veröffentlichungen dieses Vorurteil komplett. Checkt man insgesamt die Evolution von Drum’n’Bass aus, wird einem ins Auge fallen, daß zu jedem Schlüsselmoment unter den entsprechend richtungsweisenden Platten einige das SHADOW Imprint tragen. Kaotic Kemistry’s schizophrene Deklaration der Rave New World (mit dem unterschwellig-geflüsterten “XTC”-Refrain), Hyper-On-Experience’s dämonischer Aufruf zum Eintauchen in die Dark-Side Unterwelt mit der Parole “Fuckin’ Voodoo Magic”, Omni Trio’s “Renegade Snares”, die die Ankunft LTJ Bukems feierten, oder die Bassline Salven, die Rob Playford’s Dead Dred Single “Dread Bass” losließen, sind nur ein paar wenige Beispiele, die den Kurs neu bestimmen sollten, die aber nicht von dem Kurs bestimmt wurden. In ihrer Gesamtheit stellen die inzwischen über ein hundert Releases des Moving Shadow Back Katalogs die Fülle der Variationsmöglichkeiten dieser Musik dar, die sich Moving Shadow verpflichtet hat auszukundschaften: “Bei Moving Shadow wollen wir unbedingt eine breite Selektion führen. Wir wehren uns auch dagegen, wenn uns nachgesagt wird, nur der mellow Variante zu folgen. Wir wollen auch experimentieren. Wir nehmen Sachen nicht deswegen an, weil wir denken, daß sie in sechs Monaten en vogue sein werden: Dom & Roland haben wir an Bord geholt, weil er einfach wahnsinnig starke Stücke hat. Dasselbe gilt für Technical Itch. Klar, wenn wir mitbekommen, daß sich die Szene in eine andere Richtung bewegt und uns spricht jemand an, der in diese Änderungen gut reinpassen würde, ist er jederzeit willkommen ein paar EPs zu produzieren. Danach können wir weitersehen. Wir bemühen uns, so viele Styles wie möglich zu präsentieren.”
Die bevorstehenden Releases von Dom & Roland mit Optical “Quadrant 6.6”, sowie Ed Rush mit Dom & Roland alias Neo-Tech werden vor lauter Modifikationen am Schema sogar den Metalheadz Anhänger zum Schmunzeln bringen. Auch wenn nichts geplant erscheinen mag, muß doch Simon Colebrooke in seiner Kompetenz als A&R Mann, der Verantwortliche für neue Acts, an dieser Stelle kapitulieren. Denn in sechs Jahren lernt man einiges, muß man einiges lernen, um weitere sechs Jahre ins Auge zu fassen. Also, wo liegt das “Moving Shadow World Domination” Geheimrezept? Hat Euch Goldie die Zutaten verraten? Wie werdet Ihr die nächsten sechs Jahre vorangehen?
“Rob und Ich nennen das ‘The Formula’. Es passiert, wenn die Musik stagniert. Irgendjemand veröffentlicht eine bestimmte Art von Track, merkt, daß er damit Erfolg hat und plant die nächsten zehn Tracks in genau demselben Stil, nach derselben ‘Formula’. An dieser Stelle stagniert die Musik. Aber es geht weiter. Frost sagt dazu ‘The Circle’. Jetzt sind wir wieder bei der härteren, düsteren Schiene, die wir vor drei Jahren schon hatten. Aber aufgrund der Fortschritte in der Technologie klingt es heutzutage ganz anders. Wahrscheinlich wird dieser Sound bis zum Ende des Jahres ausgefädelt sein, um irgendwann wieder aufzutauchen. Manche Styles sind etwas eingeschlafen oder sind ziemlich fad geworden, aber jeder ist irgendwann dran. Früher sagte man uns, wie seien das Top-Label. Wir sind nie ein Top-Label. Manchmal laufen bei uns die Sachen gut, dann sind wiederum andere Labels wie Suburban Base, Reinforced, Formation, usw. an der Reihe. Genauso wie die Musik!”
Und so sehr wie die Musik kultiviert wurde, so sehr wie sich Moving Shadow in das Inventar eines jeden streetwisen DJ-Koffers eingefädelt hat, so sehr wie Moving Shadow CD’s auf allen trendbewußten Couchtischen der jungen Bourgoisie Englands zu finden ist, so sehr darf man daran glauben, daß der Sturm aus dem Osten weitere sechs Jahre rauschen wird.

PS: Ist Bourgoisie richtig geschrieben?

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