Strotzt vor Yummy-Funktionen
Text: Sascha Kösch aus De:Bug 113


Schon als der erste iPod rauskam, war mein Gedanke: Kann man damit pitchen? Konnte man natürlich – trotz ominös überpräsentem Scrollwheel – nie. Nicht alles, was sich dreht, taugt auch zum Auflegen. Eine schwer gelernte Lektion, an der sich bislang auch nie was geändert hat. Selbst wenn es zahlreiche gut funktionierende DJ-Lösungen für digitale Files gibt (immer Computer mitschleppen, bah!) und das Business der Downloads auch unter DJs langsam das Vinyl in die Krise stürzt, hätte man irgendwie gerne etwas, das man einfach immer als DJ-Setup mit sich rumtragen kann. Und jetzt endlich arbeitet jemand mal an einem MP3-Player für DJs.

Pacemaker wird die Kiste heißen. Und ähnlich großspurig geheimniskrämerisch ist auch die Webseite dazu. Im Juni aber soll es schon erste Testgeräte geben (wir stehen an) und im Herbst dann zu kaufen sein. Verspricht jedenfalls Jonas Norberg, der Entwickler aus Stockholm, dem wir die Schließung dieser wirklich schmerzlichen Lücke zu verdanken haben. Und die Spezifikationen sind jetzt schon klar. Pacemaker wird die Funktionen von zwei Decks und einem Mischpult haben. Strotzt mit 120GB-Festplatte, Crossfader, Cue-Funktion, Loops, Pitch und Equalizer. Yummy! Endlich Westentaschen-DJ werden, ohne dabei auf das Mixen verzichten zu müssen. Wir sehen eine neue mobile DJ-Generation heranwachsen. Fehlen nur noch Gigawattsoundsystems im Pocketformat.

http://www.tonium.com

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Elektronische Lebensaspekte.