Warten auf individuell gestaltete Geldscheine aus De:Bug 111


Auf der Plattform für Online-Shops “Cafepress” kann man Briefmarken mit individuell gestalteten Motiven erwerben, die angeblich problemlos von der US-Post als Porto akzeptiert werden. Der besondere Brief hat allerdings auch einen besonderen Preis, für eine 39-Cent-Marke zahlt man im Cafepress-Shop 99 US-Cent. Der Produkttrend zur Individualisierung sorgt damit nach nervtötenden Handy-Klingeltönen und einer immer noch anschwelenden Flut peinlicher T-Shirts für Albträume bei Briefmarkensammlern – Die durch E-Mails ohnehin arg gebeutelten Markenfans werden jedenfalls ihre liebe Not haben, die Kleinstserien in ihre Ordnungs- und Wertsysteme einzusortieren.

Aber die Briefmarken werfen auch die prinzipielle Frage auf, wie weit die Personalisierung noch getrieben werden kann. Nach den Briefmarken wären jedenfalls persönlich gestaltete Geldscheine die logische nächste Eskalationsstufe, danach kämen in dieser Richtung dann nur noch Führerschein und Personalausweis. Die Chancen für Banknoten mit dem eigenen Konterfei oder Werbung dürften dabei gar nicht so schlecht stehen, wie es im ersten Moment scheint: Für die Sicherheitsmerkmale dürfte jedenfalls auch eine Seite der Scheine ausreichen, wenn die zentrale Authentifizierung in naher Zukunft mittels integrierter Funkchips geschieht. Und Geldscheine mit Imagewert können ziemlich merkwürdige Konsequenzen nach sich ziehen: Beispielsweise wenn der coole bzw. der peinliche Zehner darüber entscheidet, ob man im Club Einlass findet.

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Elektronische Lebensaspekte.