Text: Ji-Hun aus De:Bug 124


Pleo ist der Aibo-Tamagotchi für das kommende Jahrhundert. Der Super-Roboter-Dino ist ein Spektakel. Wo er auch ist … die Aufmerksamkeit, die er gewinnt, gleicht einer Granatenzündung. Verschreckt weinende Kinder, nicht minder abgeneigte Eltern: “Unsere Meerschweinchen brauchen kein USB und Ladeakku, Pff!!” Technikangst schleudert seine Partikel in die Luft. Genauso grenzenlose Faszination.

Er lernt die Umgebung kennen, interagiert mit der Umwelt und reagiert auf Berührungen, Ton und Licht. So was hätte zu Zeiten der Gremlins das Tausendfache gekostet. Der Kindheitstraum, den Teddy aus der Kuschelweich-Werbung oder den Bärenmarkenbären zum Fußballspielen zu haben, wird hiermit realisiert. Die mit HighTech vollgepumpte Urzeitechse ist dabei eigentlich von der anderen Perspektive interessant.

Nicht die Frage, was wir Menschen mit so einem Gerät machen, schlägt auf die Waage, sondern: Was macht diese Maschine mit uns Menschen? Emotionen aller Art werden geweckt, schnell sind sie unsereins gleich. Da fällt es gar nicht weiter ins Gewicht, dass Pleo zeitweilen ein wenig lethargisch ist und vielleicht gar nicht so klug ist, wie man meint, aber das sind Goldhamster auch nicht. Und den On/Off-Button sucht man bei den Kleinnagern auch vergeblich.
http://www.pleo-web.de/

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Elektronische Lebensaspekte.