In L.A. sind die Breakdancer am Krunken und Clownen. In Berlin antworten die Puppetmastaz darauf mit Humping. Leg' ihre neue Platte auf, stelle einen gut gewienerten Stiefelschaft bereit, und ab geht's.
Text: Sarah E. schwerzmann aus De:Bug 97

Humping’n’Rubbin

Die erste musizierende Puppenkiste, Puppetmastaz, kommt, nach drei Jahren Pause, mit dem zweiten Album “Creature Shock Radio FM” angedackelt. Dabei präsentiert sich die Berliner Rapgruppe ebenso charmant wie auf ihrem Vorgänger, auf neuem Label übrigens, und knüpft nahtlos an den Erstling an. An einem sonnigen Freitagvormittag treffe ich The Wizard und Snuggles the Bunny. Mr. Maloke und Panic the Pig sind physisch anwesend, jedoch aus unterschiedlichen Gründen nicht ansprechbar.

Wieviele Puppets seid ihr momentan in der Crew?

Wizard: Es ist schwierig, den Überblick zu behalten. Puppets kommen und gehen. Und ich habe manchmal Probleme mit meinem Gedächtnis. Aber unser Manager hat uns gesagt, dass es inzwischen dreiunddreißig sind.

Snuggles: Wir müssen die Welt aufrütteln. Das kann man nicht zu zweit. Dafür muss man eine Gruppe sein. Und fürs Interview sind wir zu viert. The Wizard, Snuggles aus Afrika, Mr. Maloke aus New York City und Panic the Pig, der da hinten in seinem Körbchen schläft.

Wizard: Eigentlich wollte er mal kurz pissen, aber dann ist er einfach eingeschlafen.

Snuggles: Er ist das Schwein. Er markiert unser Territorium. Er muss immer. Das erste, was passiert, wenn wir in ein Restaurant gehen: Er markiert alle Ecken, um sicher zu gehen, dass der Raum auch wie die Puppetmastaz riecht.

Was habt ihr die letzten drei Jahre so gemacht, außer im Studio rumhängen?

Wizard: Wir sind Skifahren gegangen. Und ich habe viel geschlafen. Also ich meine, eingefroren. Die meiste Zeit.

Snuggles: Er ist ja eine Amphibie und die frieren sich doch so ein und schlafen dann den ganzen Winter. Aber wir brauchen ihn als Rapper. Darum hat’s im Tourbus eine Ecke, die voll geheizt ist, so dass er nicht das Gefühl hat, es sei Winter, und einpennt. Aber ich glaube, dass es wieder Zeit für dich ist, Wizard.

Wizard: Ja, das ist Teil des politischen Lebens, weißt du. Du musst dich an deine Umwelt anpassen. Darum versuchen wir auch ökologisch zu sein und halten meine Ecke mit Panics Pisse warm. Und wir haben unseren eigenen Dschungel. Um fit zu bleiben.

Snuggles: Ich meine, wir sind ja nicht mehr wild. Wir wohnen mit den Menschen in der Stadt und tragen Menschenkleider und so. Also trainieren wir in unserem Dschungel.

Wizard: Ja, aber das machen nicht alle. Mr. Maloke zum Beispiel, der schaut den ganzen Tag in eine Tasse mit Wasser und starrt das Spiegelbild seiner riesigen Nase an … also eigentlich weiß ich gar nicht, was ich sagen wollte … ehm. Wie ging die Frage noch mal?

Auch egal. Ihr habt viele Konzerte gespielt …

Wizard: Ja! Die letzten zwei Jahre haben wir viel gespielt. Das Territorium markiert halt. In ganz Europa. Als nächstes gehen wir nach Kanada. Wir nehmen die ersten Puppetzschritte in der neuen Welt. Wir versuchen, die Menschen für unsere Ideen fruchtbar zu machen. Und wenn wir das nächste Mal kommen, dann werden aus den Samen, die wir gesät haben, große Bäume gewachsen sein.

Snuggles: Genau. Die ganze Musik- und Politikszene ist ein riesiger Sumpf. Und wenn wir darin ein paar Samen verteilen, können kleine Pflänzchen sprießen. Alles, was wir tun können, ist den Boden wieder fruchtbar zu machen. Mit unserem Geruch halt.

Wizard: Das ist nur natürlich. In erster Linie geht es ja nicht um Musik, sondern darum, seinen Geruch zu verbreiten.

Snuggles: Ja, wir haben einen natürlichen Kreislauf innerhalb eines HipHop-Lebens geschaffen. Die Musikindustrie ist scheiße, weißt du? Es geht uns darum, die Leute empfänglich zu machen, unsere Message um die Welt gehen zu lassen …

Wizard: … ja, und Erdnussbutter. Bei uns ist es halt so, dass wir oftmals die großen Dinge vergessen und uns auf die kleinen Sachen im Leben konzentrieren. Zum Beispiel: Wenn du das nächste Mal mit uns sprichst oder zu einem Konzert kommst, dann hätten wir gerne, dass du Nylonstrümpfe und Lederstiefel anziehst. Das sind halt so kleine Dinge, weißt du? Oder dass du deine Beine enthaarst. (Anmerkung der Red.: Die Beine waren enthaart!)

Snuggles: Ja weißt du, wir würden drum gerne auf deinen Beinen humpen. Du musst keine Angst haben, wir sind ja nicht so groß und kommen darum nicht allzu hoch. Aber die Beine reichen uns vollkommen. Ja, und es muss halt einfach rutschen. Darum Nylonstrümpfe und Stiefel. Humping halt …

Wizard: Weißt du überhaupt, was das ist? Es ist so wie Bouncing oder Rubbing oder so.

Ich habe Stiefel unter den Jeans an. Darauf ginge das gut.

Wizard: Zeig mal. Au ja. Darf ich? (springt aufs Bein und rutscht dort rum).

Fühl dich wie zu Hause.

Wizard: Oh, das ist gut.

Snuggles: Hör auf, wir müssen bald los. Das ist ein Interview, Mann. We got bizness to hustle with.

Wizard: Humpin is the bizness. Je mehr Leute humpen und dieses Interview lesen, desto mehr Menschen werden mit Stiefeln zu unseren Konzerten kommen. Danke dafür. Aber weißt du, das ist nicht einfach eine Floskel, sondern eine Metapher.

Habt ihr viele Groupies?

Wizard: Oh ja.

Snuggles: Ja.

Wizard: Ich meine, wir mögen es eigentlich lieber, wenn die Menschen ihre Puppets mit zur Show nehmen. Aber Menschen-Groupies mögen wir auch ganz gerne. Der ganze Groupie-Zirkus lässt das Puppetadrenalin in unserem Blut zirkulieren. Wenn es viele Groupies hat, dann geht’s uns gut. Adrenaline-Humping. Dann fangen wir halt an, Schuhe zu humpen. Wir haben nicht so viel Sex.

Snuggles: Nein, nicht so …

Wizard: Humping’n’Rubbin.

Snuggles: Ja, und dazu braucht man ja keine Menschen.

Wizard: Manchmal springen wir auch einen Stuhl an. Ich meine, wenn er attraktiv ist … da gab es so einen tollen Stuhl, als wir in Italien auf Tour waren. Hast du diese Beine gesehen? Uh yeah.

Snuggles: Oioioi.

Wizard: Manchmal nerven Groupies aber auch gewaltig. Wenn sie nach dem Konzert Backstage kommen und wir gerade am Fressen sind, und dann so: Oh, schau mal den süßen Frosch. Und wir dann so: Ja nett, dass du das sagst, aber warum hast du nicht dein Puppet mitgebracht? Wir sind geschmeichelt, aber es ist ein bisschen enttäuschend.

Snuggles: Es gibt aber auch Menschen, die haben keine Puppets. Siehst du diese dreckige Socke dort? Jemand hat Augen, Mund und Nase draufgemalt. Die hat uns jemand in Schweden gegeben.

Ihr habt euer neues Album auf Louisville herausgebraucht. Warum seid ihr von Virgin weg?

Snuggles: Wir haben herausgefunden, dass Virgin gar keine Jungfrau mehr ist … Wir waren ein bisschen enttäuscht. Virgin war eher eine ausgeleierte Mutter. Und wir wollten etwas tightes wie Louisville. Nein im Ernst, die haben uns rausgeschmissen, weil wir zuwenig Platten verkauft haben. Und dann sind wir zu Louisville gegangen. And now we hussle flame to the game again.

Wizard: Darum heißt unser erster Track auf dem Album auch “We back” … So, jetzt frag’ ich mal was. Wie gefällt dir das Album?

Ehm. Gut.

Wizard: Ich liebe dich.

Snuggles: Ja.

Ich dich auch. Kann ich deine Telefonnummer haben?

Snuggles: Krass, Wizard, ich hab gar nicht gewusst, dass du ein Telefon bedienen kannst!

Wizard: Kann ich auch nicht … Zu kleine Finger. Der Manager telefoniert halt immer für mich … Aber wenn du mich brauchst, dann quakst du einfach und ich werde zur Stelle sein.

Ach übrigens, bist du der, der nicht lesen kann? Einer von euch kann doch nicht lesen.

Wizard: Doch, ich kann lesen. Menschensprache sogar. Panic the Pig, der kann nicht lesen. Und zählen auch nicht. Ich glaube, er pennt hier irgendwo … Mr. Maloke hat ihn gefunden. Irgendwo im Herzen Tasmaniens war er im Boden verbuddelt. Und damals konnte er gar nichts. Nicht mal reden. Ich glaube, er kam aus der vierten Dimension. Und irgendwie ist er wohl aus versehen auf der Erde gelandet. Und Mr. Maloke hat ihm beigebracht, wie man rappt und Texte schreibt und philosophiert und so. Und jetzt ist er ziemlich gut. Es gibt jetzt nichts mehr, was er nicht kann.

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Elektronische Lebensaspekte.

Auch wenn sie etwas zerknautscht aussehen, auf den Kopf gefallen sind die Puppetmastaz nicht. Mit korrekter Attitüde texten sie sich durch ihr "Loonie-Verse" und geben matschigen ElektroHipHopBeats den nötigen Schliff. Enter the Freak Chambers.
Text: Clara Völker aus De:Bug 67

“It’s not about human bullshit, it’s about Creature Funk!” Das sagt Frogga, Teil der Berliner Rapgruppe Puppetmastaz. Und sie sind nicht einfach irgendeine Rapgruppe. Die Puppetmastaz sind die erste musizierende Puppentruppe des Universums, was sich bei ihnen “Loonie-Verse” nennt. Anlässlich ihrer bald erscheinenden Platte “Creature Funk”, die auch musikalisch sämtliche menschlichen Kollegen in die Ecke drücken dürfte, treffe ich an einem Montag Vormittag Panic the Pig, ein prahlerisches Gummischwein, und Frogga, einen forschen Frosch.

DEBUG: Wer sind die Puppetmastaz?
PANIC: Wir sind die erste Toygroup der Welt und wir stülpen bis zum Anschlag. Hä.
FROGGA: Wir stülpen unsere Puppet-Philosophy über den ganzen Globus.
PANIC: Ja, denn wir sind equiped mit dem brutal boot.

DEBUG: Und was ist eure Puppet-Philosophy?
PANIC: Äh. Öh. Also. Two is the one. And if you stick to the one you won’t have a problem with the two. Because only if you have two, you have to decide between the one and the other. If you stick to the one, you ain’t got a prooooblem.
FROGGA: Ja. Wir versuchen die Sachen zu vergleichen. Und wenn wir eine Sache mögen, dann mögen wir die. Wir versuchen nicht, die erstmal umzubiegen bis wir sie mögen, sondern wir stülpen sie einfach. Genau.
PANIC: Ja. Also pass auf: Ähm. Menschen sind oft so, sie erwarten das eine und ähm, kriegen die andere. Aber wir erwarten das eine und kriegen die eine. Hähä.
FROGGA: Yoho.
PANIC: It’s a trick. It’s a hypnotisation, sticking to the one and not dividing into the two. Keeping it raw and undone.

DEBUG: Wieviele seid ihr denn insgesamt?
PANIC: Zweiundzwanzig. Puppets. Mr. Maloke, Panic The Pig, Snuggels, Turbid The Toad, Frogga, Croucho the Woucho, Croucholina, Lisa, äh, Big Eye, Prosetti, Prosetti, Prosetti. We got three Prosetti Brothers …
FROGGA:… yeah its them brothers. It’s the sound. They are making the beats.

DEBUG: Es muss doch ein bisschen schwierig für euch sein, mit den menschlichen Produktionsinstrumenten umzugehen.
PANIC: Ja, da haben wir auch teilweise Menschen, die uns helfen, aber ähm, mit den Prosetti Brothers, die sind da irgendwie drin aufgewachsen, in diesen Instrumenten.
FROGGA: Die sind ziemlich schlau, die haben eine Sache erkannt: Je mehr Equipment du hast und desto größer das Keyboard, desto geiler.
PANIC: Ja. Je länger das Mischpult, desto fetter der Sound. Und dementsprechend ist unser Sound so fett geworden auf der Platte, dass es schon fast unangenehm fett ist. Also fettig schon fast, so ein bisschen friteusenmäßig fast. Naja also so, sind schon verschiedene Bassboxen durchgeflogen. Kann sein?
FROGGA: Kann schon sein.

DEBUG: Was macht ihr den Tag über?
PANIC: Mr. Maloke, das ist der mit der langen Nase und dem Zylinder, der hat früher zusammen mit dem Shark E, mit dem Hammerhead, so Splatterfilme gemacht. Da wurden ungefähr 24 Menschen verprügelt in nur 13 Sekunden.
FROGGA: Es war die Hölle. Danach hat er sieben Kriegsfilme abgedreht. Auch mit Splattersequenzen ohne Ende. Nur Durchschuss, Abschuss …
PANIC: Na eigentlich war er sehr auf dem Splatterding hängen geblieben. Dann meinten wir zu ihm, wie wollen auch wieder in die Filmindustrie. Aber diesmal mit weniger Splatter und ähm, mehr Thrills, mehr Skills, mehr Beats, mehr …
FROGGA: More pigs, more froggs on the screen
PANIC: Less peanuts.

PUPPEN HABEN KURZE BEINE

PANIC: Also es fing so an, Mr. Maloke hat so in New York gesessen, in Crooklyn und er hatte sich so’n Song angehört, der ging so irgendwie “First we take Manhattan, then we take Berlin”. Er dachte sich so “Geil. Croucho geht nach Berlin, ich geh auch nach Berlin”. Croucho wollte so’ne politische Kampagne aufmachen, aber hat nicht so richtig geklappt, weil niemand hat ihn gewählt, und dann kam Moloko und meinte: “Du musst ‘ne Band machen!” Und dann hat er eine Band gemacht und diese Band ist dermaßen geil geworden, dass er … oh shiit [pisst über die Bühne] Sorry. Ich bin ein bisschen undicht. Dann haben wir also hier so’ne Band aufgemacht und dann hatten wir keine Instrumente. Und äh naja es fing so an mit turntables and a microphon, das war das Einfachste, was wir machen konnten. Deshalb ist auch mehr oder weniger so was wie HipHop dabei rausgekommen. Aber ich weiß nicht, hätten wir Instrumente gehabt …, ist für uns schwierig, so was zu spielen, Instrumente, da so mit irgendwas drücken und so. Es ist leichter, es im richtigen Moment zu sagen als zu drücken, sagen wir so. Deswegen sind wir da gelandet bei dieser Musikrichtung und äh, ich hab’ zum Beispiel auch Probleme mit ähm, mit Gebrauchsanweisung durchlesen und so.
DEBUG: Wieso?
FROGGA: Na weil er nicht lesen kann.
PANIC: Studium und Institutionen und so gottohgott. Aber dann sind uns diese Prosetti Brothers über den Weg gelaufen und äh die haben uns Beats gebastelt.
FROGGA: Die hatten schon eine Hand in der Steckdose. Von Anfang an.
PANIC: Die waren echt knusprig, die Beats. Und da haben wir die Rippen gefüllt und dann haben wir so einen Deal gehabt mit so einem Menschenlabel. Dann dachten wir uns so: Was, wir bei einem Menschenlabel. Und dann haben wir uns gedacht: Naja. Wenn wir unsere Sachen über den Planeten stülpen wollen, brauchen wir Hilfe.
FROGGA: Genau. Wir haben uns umgesehen, da haben wir gesehen, Virgin, hört sich gut an. Ist vielleicht noch Jungfrau. Und New Noise und Labels und eigentlich genug Marken drauf, damit wir genügend Labels auf die Platten drucken können, und dann haben wir alles aufgekauft.
PANIC: Denn Croucho, musste nämlich wissen, ist der reichste von uns. Der hat früher so Bananenplantagen gehabt. Äh, nicht, äh, zu verwechseln, äh, mit südamerikanischen Blamagen.
FROGGA: Der sieht so fett aus. Alles Kohle.
PANIC: Ist der Kleinste von uns, aber hat am meisten Asche, war mal früher der Präsident von Südamerika und äh na ja, der ist so ein bisschen unser Finanzier und dann läuft’s immer so darauf hinaus, dass paar Leute von den Menschen uns was abkaufen wollen und wir die dann aufkaufen.
FROGGA: Genau, wenn uns ‘ne Sache gefällt, fragen wir Croucho: Haste mal, haste mal ne Blüte. Und dann wird die Scheiße gekauft.
PANIC: Und da haben wir verschiedene Sender, wie MTV und wie heißen die anderen … auf jeden Fall haben wir … und kennste dieses Magazin “Intro”?
DEBUG: Ne.
PANIC: Haben wir aufgekauft. Kennste “Style”?
DEBUG: Ne.
PANIC: Haben wir aufgekauft. Na das geht ziemlich schnell auf jeden Fall. Und, äh, wir haben vor, den ganzen Planeten aufzukaufen.

DEBUG: Wie groß ist denn so die Puppen-Community hier?
FROGGA: So 23 Puppets, aber es kommen immer mehr dazu.
DEBUG: Das ist ja nicht so viel.
FROGGA: Es sind viele auf’m Weg noch.
PANIC: Das ist nicht viel?
FROGGA: Puppen haben kurze Beine, die sind alle noch nicht da. Die sind noch unterwegs. 23 Leute is’ kleine Band.
PANIC: Also ich finde, für 23, der Raum ist ja nicht so riesig, wo wir hier wohnen, oder? Mehr als 23 passen hier nich rein, oder?
FROGGA: Aber es reicht noch nicht, ist nich groß genug.
PANIC: Ist noch nicht groß genug.
FROGGA: Muss größer werden.
PANIC: Na sagen wir, ich bin so ganz zufrieden, wie groß es ist. Weil wenn der Radius größer ist, muss ich öfter rumlaufen mit meinen Markierungen, um die Grenzen zu markieren, und dann muss ich mehr trinken und noch mehr trinken als jetzt. Ich weiß nicht, ob das gut ist.

DEBUG: Fällt euch denn irgendein Unterschied auf, wenn ihr außerhalb von Berlin spielt, wie die Leute da auf euch reagieren?
FROGGA: Ja, anders.
PANIC: Kennen uns ein bisschen weniger.
FROGGA: Tuscheln mehr.
PANIC: Manche können kein Deutsch, das ist ein bisschen komisch. Manche könne sogar kein Englisch, aber Gottseidank, Frogga hier, ist ja Japaner, ursprünglich.
DEBUG: Das sieht man aber gar nicht.
PANIC: Der macht dann manchmal KungFu und so. Und das ist dann allgemein verständlich. Sieht man nicht?
DEBUG: Nein, überhaupt nicht.
PANIC: Na, du kennst dich ja auch nicht aus mit Fröschen. In Japan sind sie auf jeden Fall blau.
FROGGA: That’s right.

DEBUG: Es ist ja schon so, dass Ihr so ein bisschen im Vordergrund steht in eurer Gruppe, oder? Gibt’s bei euch so eine Art Aufteilung …
FROGGA: Nein, gibt es nicht. Es gibt kaum Grenzen, eigentlich gar keine. Es gibt nur die klare Linie, die wir durchziehen.
PANIC: Die ziehen wir durch und wenn die Ende ist, dann äh setzen wir neu an. Äh und äh naja, es gibt einen, der sich meistens so aufspielt, als so Art Großmaul von uns, der heißt Mr. Maloke. Weil der hat so große Nase und so, und der spielt sich immer dick auf, weil der hat ‘n großen Zylinder. Dem hört halt jeder zu. Der sollte heute eigentlich die ganzen Interviews alleine machen, aber dann haben wir ihm gestern Schlafmittel gegeben. Und jetzt machen wir die. Naja. Naja, morgen, hab ich gehört, kommt der Rolling Stone vorbeigerollt.
DEBUG: Wer ist denn der Rolling Stone?
PANIC: Dit is…Na kennste nicht? Das ist so ne Zeitschrift von Mick Jagger, is engliche Zeitschrift. Is derbe geil.
DEBUG: Wer ist denn Mick Jagger?
FROGGA: Mick Jagger? Das ist auch so ein Frosch.
PANIC: Ne.
FROGGA: Ja klar, schon. Der hat so ein Riesen-Riesen-Maul. Der sieht so ähnlich aus wie ich eigentlich.
PANIC: Auf keinen Fall, Frogga. Lass dir nichts einreden von den Menschen, du siehst gut aus. Wo ist das Problem?
FROGGA: Ich hab kein Problem. Hauptsache, Mick Jagger hat kein Problem jetzt.

http://www.puppetmastaz.com

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