Text: Sven von Thülen aus De:Bug 130


Wie Radioslave Matt Edwards machte sich Spencer Parker neben dem Auflegen als erstes durch Re-Edits einen Namen. Vor allem auf der Insel. Die Idee, eigene Tracks zu produzieren, kam zwar immer mal auf, aber wurde von ihm mangels eigenem Studio regelmäßig wieder verworfen. Dank Ableton Live änderte sich das vor knapp vier Jahren. Zur gleichen Zeit fing Matt an, die ersten Rekids-Pläne zu schmieden, und da die beiden schon seit einer Weile befreundet waren, war Spencer neben Mr. G der erste Künstler, den Matt und James an Bord holten.

Nach einigen EPs für Rekids, Buzzin Fly und Tsuba steuerte Spencer für die gerade erschienene Label-Compilation “Rekids Revolution” neben dem exklusiven Track “Yogoto” die dritte CD, einen Mix seiner Lieblings-Rekids-Tracks, bei. Für 2009 stehen weitere Veröffentlichungen auf Rekids an, wie zum Beispiel der House-Track “My Heart”. Ein klassischer, hypnotischer Rekids-Track. Wie Matt hat auch Spencer neben der Musik ein Faible für Design und Kunst. Eine Tatsache, die sich auch auf das Arbeitsverhältnis auswirkt.

“Was ich besonders an Matt und Rekids schätze, ist, dass wir an jedem Aspekt einer Platte zusammenarbeiten. Es ist eine Kollaboration. Du findest zum Beispiel kaum Labels, die den Künstler das Coverartwork aussuchen lassen. Falls sie überhaupt noch Cover drucken. Aber Matt ist dieser Aspekt genauso wichtig wie mir.”

Über Spencer kam auch ein weiterer Künstler zu Rekids: Toby Tobias: “Ich bin mit Toby aufs College gegangen. Ein kleines Kunst-College in Hampshire. Toby und ich haben damals schon aufgelegt und uns auf Parties kennen gelernt, uns aber nach dem Collge aus den Augen verloren. Einige Jahre später traf ich ihn zufällig in der U-Bahn in London und er erzählte mir, dass er angefangen hätte zu produzieren. Als ich ihn fragte, wie seine Sachen klingen würden, meinte er: ‘Ein bisschen wie Quiet Village.’ Und ich: ‘Hey, mein Freund Matt ist eine Hälfte von Quiet Village. Schick mir doch mal eine CD von dir. Matt hat gerade sein Label gestartet und vielleicht mag er deine Sachen ja.’ Und offensichtlich mochte Matt, was er hörte.”

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Elektronische Lebensaspekte.