Unsere Platte des Monats ab heute exklusiv auf Zero-Inch und billiger dank De:Bug
Text: bleed aus De:Bug 152

Irgendwie erinnert einen “Thora Vukk” an die wenigen Momente, in denen das Wort Konzeptalbum Sinn machte. Sieben Tracks, dazwischen Soundcollagen, überall Abstraktion in einer so überraschenden Feinfühligkeit, dass man sich die Musik als Heimat aussuchen würde, wenn es ginge. Jeder Ton sitzt genau da wo man ihn will, jede Stimme, jeder Effekt, jede Harmonie. Vom ersten Moment an ist nichts an dem Album weniger als eine Stimme, die einem ins Ohr flüstert, die einen durchdringt mit ihrer Intimität, die mitten ins Herz geht. Wruhme schafft es auf jedem Track, einem näher zu kommen, ohne sich dabei irgendwelcher Methoden zu bedienen, die wir in unserem Genre-Ghetto als persönliche Vorlieben abgespeichert haben. Jeder Track fängt ganz von vorne an, erfindet sich neu und dennoch hat das Album eine Geschlossenheit, die man eigentlich immer bei Alben erwartet, im seltensten Fall aber auch erfahren kann. “Thora Vukk” ist eine Entdeckung. Die Wiederentdeckung des Albums als wirklich persönliche Aussage, als Poesiealbum, als direkten Blick in das Paradies von Wruhme, als Bilderbuch einer Persönlichkeit, in dem so viele Momente eingebettet sind, dass man nicht satt wird, das Album wieder und wieder zu hören.

bleed, De:Bug #152

Wie jeden Monat könnt ihr unsere Platte des Monats ab heute bei den Kollegen von Zero-Inch erstehen, selbstverständlich zum gewohnten Freundschaftspreis. Zum Download bitte hier entlang.

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Musikredaktion

5 Responses

  1. Robag Wruhme – Klopf an mein Herz, Dicker! | GEGENWAeRTs

    […] Elektronische Musik wird gerne in Tanzen oder Hören unterteilt. Hier geht auf jeden Fall beides. Die wunderbaren Beats von Robag Wruhmes Thora Vukk hämmern nicht, sie klopfen. Weite Flächen tauchen aus dem Hintergrund auf, schwerelose Pianoklänge setzen Akzente, während die klopfenden Rhythmuster uns mit auf die Reise nehmen. Das gefällt sogar meinem dreijährigen Sohnemann, weil da noch so viel mehr drinsteckt: Fieldrecordings, Vocals aus dem Hintergrund, Kinderstimme und eine fantastische Choreinlage bringen das Werk auf den Boden zurück. Auf der Tanzfläche würde ich gerne mal erleben, wie sich Alles verwundert umschaut: Hat es nich eben an der Tür geklopft (“Prognosen Bomm”)? “Sieben Tracks, dazwischen Soundcollagen, überall Abstraktion in einer so überraschenden Feinfühligkeit, dass man sich die Musik als Heimat aussuchen würde, wenn es ginge. Jeder Ton sitzt genau da wo man ihn will, jede Stimme, jeder Effekt, jede Harmonie. Vom ersten Moment an ist nichts an dem Album weniger als eine Stimme, die einem ins Ohr flüstert, die einen durchdringt mit ihrer Intimität, die mitten ins Herz geht.” (de:bug) […]