Mit der ersten eigenen Produktion direkt zum Klassiker avancieren – Traum oder Albtraum? Der Mittdreißiger Ron Trent hat dazu mehr als eine Geschichte parat.
Text: Sven von Thülen aus De:Bug 127


Ron Trent

Als Vierzehnjähriger schraubte Ron Trent, mitgerissen von den ersten House-Böen, die Mitte der Achtziger durch die ”windy city“ Chicago fegten, zum ersten Mal an einem Synthesizer und einer Drummachine herum. Als Siebzehnjähriger wurden drei Tracks, die in diesen ersten Sessions entstanden waren, auf Platte veröffentlicht. Darunter ein Epos mit dem Namen ”Altered States“, das genau an der Schnittstelle zwischen House und Techno mit seinem Streicher-Arrangement Raverhirne und -herzen zum Schmelzen brachte. Der Rest ist House- und Techno-Geschichte. Sich als Siebzehnjähriger gleich an einem solchen Meilenstein messen lassen zu müssen, kann schnell zu einer schweren Bürde werden. Aber Ron Trent ließ sich davon nicht verrückt machen, beendete die Highschool und vertiefte seine Produzenten-Skills. Um sich Anfang der Neunziger zusammen mit seinem damaligen Partner Chez Damier gleich noch einen großen Eintrag ins House-Geschichtsbuch zu verdienen. Ihr gemeinsames Label Prescription entwarf einen Sound, der House frei nach dem Motto ”A dark room and a feeling“ wieder als eine intime spirituelle Erfahrung verstand. Mitte der Neunziger trennten sich die beiden und Ron Trent zog nach New York, um seinen Sound um Live-Instrumentierung und Fusion-Elemente zu erweitern. Nachdem es in den letzten Jahren um Ron Trent und dessen Prescription-Nachfolger Future Vision etwas ruhiger geworden war, hat er sich diesen Sommer mit einigen neuen Maxis und der Wiederveröffentlichung von ”Altered States“ zurückgemeldet.

Wie bist du zur Musik gekommen? Ich habe gelesen, dass dein Vater in einer Promoagentur für 12″s gearbeitet hat.

Es war ein Plattenpool wie der von David Mancuso – Discoplatten, vor allem Maxis. Da hat mein Vater von 1977 bis 1980 gearbeitet. Das war das Umfeld, in dem ich großgeworden bin. 1982 habe ich zum ersten Mal zwei Platten ineinander gemixt. Da war ich ja noch ein Kind. Ich bin jetzt 35. Es war ein Hobby. Ich war neugierig, und es gab ja genügend Platten bei uns zu Hause. Es hat nicht lange gedauert, bis ich nichts anderes mehr gemacht habe.

Du warst Teenager, als House gerade anfing sich als lokales Phänomen in Chicago auszubreiten. Wie hast du das mitbekommen?

Über meinen Cousin. Der war ein paar Jahre älter ist als ich und damals schon DJ. Er war auch ein Grund, warum ich selber anfing mich hinter die Plattenspieler zu stellen. Er hatte großen Einfluss auf meine musikalische Sozialisation. In Chicago gab es damals einen Plattenladen, Imports, da sind wir immer hingegangen, meine meist älteren Freunde, mein Cousin und ich. Bei Imports gab es vor allem New Wave, Post-Punk und Electro. Wir haben auch alle gebreakt. Breakdance war damals einfach Teil dieser Underground-Kultur. Damals hatte das alles noch keinen festen Namen. House hieß es erst 84 und 85. Und das Ganze war vor allem eine schwule Subkultur. Während ich anfing aufzulegen, gab es also House als solches noch gar nicht. Wir haben einfach europäischen New Wave und Italo-Disco mit den Soul- und Disco-Platten, mit denen wir aufgewachsen sind, gemixt: David Byrne, Talking Heads, Klein & MBO, Alexander Robotnick, Salsoul, Philly International, MFSB, Candido. Wer älter war und davon wusste, ist dann schon ins Warehouse, Powerplant oder später in die Muzic Box gegangen, wo Frankie Knuckles und Ron Hardy gespielt haben. Sie waren die wichtigsten Lehrer. Was für Musik du gehört hast, war damals wirklich wichtig. Danach wurdest du beurteilt. Und das meiste von dem, was ich gerade aufgezählt habe, wurde fast nur von einer kleinen feiernden Elite gehört. Es war, als wenn man Teil eines exklusiven und geheimen Clubs war, von dem der Rest der Gesellschaft nichts wusste und in den auch nicht jeder so ohne weiteres rein konnte.
Mit dreizehn bin ich dann zum ersten Mal ausgegangen. Das war 1985. Da habe ich schon Kassetten und Platten gesammelt. Damals gab es in Chicago Highschool-Partys, auf denen Ron Hardy oder Frankie Knuckles gespielt haben. Auf so einer war ich. In einer katholischen Jungsschule. Die Schüler, die das organisiert hatten, waren schwul, was natürlich nicht so an die große Glocke gehängt wurde, ha ha. Diese Highschool-Partys waren unsere Ausbildung. In die Muzic Box oder ins Powerplant sind wir ja nicht gekommen. Näher als bei den Highschool-Partys sind wir dem Underground damals nicht gekommen. Sie fungierten im Übrigen auch als Fund-Raiser für die jeweilige Schule. Es waren gute Partys.

Wie war das Publikum auf diesen Partys?

Die Kids von der Schule und auch ältere Kids, die schon 18 oder 19 waren. Wir waren ziemlich frühreif mit unseren 13 oder 14 Jahren. Wenn ich uns so mit meiner Tochter vergleiche, die jetzt 15 ist … Meine Mutter hat damals wirklich keine einfache Zeit gehabt bei dem Kram, den wir getrieben haben. Mode war wichtig für uns. Tanzen. Und natürlich Mädchen. Es ging um Style. Obwohl wir so jung waren, wollten wir vor allem sophisticated rüberkommen. Kein Kinderkram. Wir wollten cutting edge sein. Next level shit. Wir wollten anders sein. Nicht so wie die meisten Kids heutzutage, die alle gleich aussehen. Ansonsten gab es da auch noch die Gangs, die waren auch auf den Partys. Die wussten, dass vor allem die schwulen Kids teure Klamotten trugen. Gucci Gürtel, Armani-Shirts, das waren ja alles Designer, die gerade ihre ersten Erfolge hatten. Die Gangbanger kamen also, um den Jungs später die Klamotten abzuziehen. Nicht wenige sind dabei ordentlich vermöbelt worden. Da, wo ich herkomme, hat man früh gelernt sich zu verteidigen. Uns haben die in Ruhe gelassen, aber wenn jemand ein bisschen femininer rüberkam, gab es schnell Probleme. Offen schwul hat sich da niemand gezeigt. Eher im Gegenteil, man hat versucht, heterosexuell zu wirken, machomäßig.

Und von den Highschool Partys ging es dann ins Schlafzimmer-Studio?

Ja, es ging alles unglaublich schnell damals. Mit ungefähr 14 habe ich meinen ersten Drumcomputer bekommen und ein Freund von mir hatte einen Synthie – und schon waren wir mittendrin und haben Tracks gemacht. Da war ich noch in der Grundschule. Zur Highschool-Zeit hab ich schon aufgelegt und Platten gemacht.

Mit wem hast du damals abgehangen?

Armando und Terry Hunter waren gute Freunde. Mit Terry Hunter war ich auf derselben Highschool. Er war etwas älter als ich. Damals waren auch Lonnie Rashid aka Common und Dion Wilson, der jetzt als No I.D. für Jay Z Beats produziert, oft mit dabei. Wir waren eine Clique und sind zusammen auf House-Partys gegangen. Das war so 1987 bis 1989. Common und Dion wollten damals schon ein Teil der HipHop-Szene werden, aber House war bis Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger der dominierende Sound in Chicago. Als HipHop dann via MTV die Welt eroberte, änderte sich das. Letztendlich blieb House einfach eine Underground-Kultur, während jeder Aspekt von HipHop vermarktet wurde, bis es eine gleichgeschaltete Wahrnehmung davon gab. Die Kultur wurde gebrandet.

Kurz darauf kam ”Altered States”, deine erste Platte, die gleich ein Klassiker zwischen House und Techno wurde.

”Altered States” war schon einige Jahre alt, als es 1990 auf Platte erschien. Ich habe den Track immer von Band aufgelegt. Ich war damals Resident in einem Afterhour-Club, ”The Reactor”, das war einer der letzten Afterhour-Clubs in Chicago. Armando, auf dessen Label Warehouse Records “Altered States” erschienen ist, und Terry Hunter sind damals mit der frisch gepressten Platte nach New York zum New Music Seminar gefahren – das ist der Vorgänger von der Miami Winter Music Conference, die es heutzutage gibt – und haben sie Frankie Knuckles und David Morales in die Hand gedrückt. Eine Woche später spielte Frankie wieder in Chicago und legte “Altered States” in einer Nacht drei Mal in voller Länge auf. He broke the record to the people. Da war mir klar, was für einen krassen Track ich da produziert hatte, ha ha. Leider habe ich nicht sofort den Lohn dafür einkassieren können.

Was meinst du?

Es gab kein Geld. Internationale DJ-Gigs gab es danach auch nicht. Ich war ja noch viel zu jung. Ich habe einfach weitergemacht. Weiter Tracks produziert. Meine Produzenten-Skills verbessert. Manchmal hatte ich Geld, meistens nicht. Ich habe allerlei Jobs gemacht, es war nicht einfach.

Wie hat das damals zusammen funktioniert, auf der einen Seite Schule und auf der anderen Seite die Musik und der frühe Erfolg mit 17?

Ich bin nach der Highschool von der Schule abgegangen. Ich war zwar gut in der Schule, aber der Unterricht hat mich gelangweilt. Dagegen versprach Musik Aufregung und weltweiten Erfolg. Ich hatte damals ja schon einen guten Namen als DJ, ich war auf dem Sprung. Eigentlich wollte ich Architekt werden. Ich habe sogar einige Vorbereitungskurse dafür absolviert, aber als ich in einem Kurs zu Mechanischem Zeichnen saß, wusste ich, dass das nicht mein Weg ist. So ein Scheiß, ha ha. Aber ich habe mich auch nicht zurückgelehnt und gedacht, ich wäre jetzt ein Star. Ich habe mich voll reingehängt, um alles zu lernen, was es als Produzent zu lernen gibt. Damals war das Publikum auf Partys viel anspruchsvoller und informierter als heutzutage. Es gab großartige Radioshows, House als Kultur ist in jeden Bereich unseres Lebens eingedrungen, so wie HipHop für die Kids heutzutage. You had to have your shit together, ha ha.

Chicago in den 90ern
Wie war der Vibe in Chicago Anfang der Neunziger? Zwischen “Altered States” und deinen nächsten Veröffentlichungen lagen ja ein paar Jahre.

Man kann sagen, dass die Clubszene in Chicago, die gesamte Kultur drumherum Anfang der Neunziger starb. Es entstand eine Lücke, ein Vakuum. Frankie Knuckles ging wieder nach New York, Ron Hardy war gestorben. Die Lehrer waren weg. Die Gesetze in der Stadt wurden verschärft. Es wurde schwieriger Partys zu veranstalten. Zwar wurden auch neue Clubs eröffnet, aber die Macher hatten keine Ahnung, die wollten nur Geld verdienen. Die haben die Kultur, die das Ganze erst möglich gemacht hat, nicht verstanden. Schwarze wurden plötzlich nicht mehr in Clubs gelassen und so ein Scheiß. Eine seltsame und schwierige Situation. Das blieb auch so, bis ich Chicago 1996 verlassen habe und nach New York gezogen bin. Ich war einfach müde und musikalisch uninspiriert.

War Prescription, das Label, das du mit Chez Damier 1993 gegründet hast, eine Reaktion auf Label wie Dance Mania und Relief, die sehr tracky und hart waren?

Die Musikalität ging damals flöten. Es ging immer nur boom, bang, boom, bamm. Alle waren in Trackmode. Vieles war auch einfach nicht ausproduziert und klang scheiße. Wir wollten etwas dagegensetzen. Eine neue, offenere Form.

Wann hast du Chez Damier getroffen?

Wir haben uns 1992 oder 1993 getroffen und haben dann gleich mit Prescription losgelegt. Chez ist etwas älter als ich und war Anfang der Achtziger im Warehouse, der Keimzelle von allem. Wir hatten ähnliche Ideen. Es hat sofort geklickt. Boom. Es war uns wichtig, dass man die Wurzeln der Musik kannte. R’n’B, Disco. Wir hatten eine gemeinsame Vision. Uns haben die alten Platten, ich sage ja lieber Uptempo-R’n’B statt Disco, die sich ewig aufbauten, sich Zeit ließen und den Groove in den Vordergrund stellten, sehr beeinflusst. Das war unser Ansatzpunkt. Den Track laufen lassen. Deepness. Auch wenn ich den Begriff Deep House nicht mag. Unser Sound war die Fortsetzung von Uptempo R’n’B. The next level. Wir haben das Label Prescription genannt, weil die Stadt, die Musik, krank war. Und der Sound des Labels war das Rezept gegen diese Krankheit, das Gegenmittel. Das war unsere Botschaft an die Leute. Das war der Sound unserer Rebellion. Zusammen mit Cajmere, der erste Erfolge mit Dajae und seinem Label Cajual hatte, haben wir versucht uns gegenseitig zu helfen und zu pushen. Es gab diese kollektive Energie.

Wie war die Dynamik zwischen euch, wer hat was gemacht?

Ich war immer eher der Musikalische von uns beiden. Chez war Sänger, Engineer und hatte Erfahrung, ein Label zu betreiben. Er hatte ja schon eine Weile für Kevin Saundersons KMS gearbeitet. Prescription zu starten war auch seine Idee. Ich habe kurz gezögert und dann gedacht, das könnte wirklich funktionieren. Das ist das beste Statement, das wir zum Zustand der Szene machen können.

House im CBGB
Kann es sein, dass Prescription in Europa lange bekannter war als in den USA?

Prescription wurde erst über den Umweg Europa in Chicago und den USA groß, das kann man schon so sagen. Chez und ich waren auch oft in New York zu der Zeit. Da gab es eine Menge Leute, denen dieselben Dinge wichtig waren wie uns, die eine ähnliche Perspektive auf diese Kultur hatten. Wir sind dann regelmäßig in die Soundfactory gegangen, um Junior Vasquez zu hören. Es gab auch eine großartige Party im CBGB’s, das war ja eigentlich ein legendärer Punkrock-Laden, ha ha. Und der andere wichtige Pol war natürlich Detroit. Das KMS Studio von Kevin Sauderson war unser Labor, das Prescription-Labor. Da haben wir alle unsere Platten produziert. Für KMS haben wir dann Tracks gemacht, die etwas härter waren. Mehr Techno. Ohne unseren eigentlichen Sound zu verraten. Das war die Herausforderung und es hat ganz gut geklappt.

Mitte der Neunziger seid ihr dann getrennte Wege gegangen. Du hast Prescription weitergemacht.

Wie gesagt bin ich 1996 nach New York gezogen, kurz nach der Trennung. Das war eine neue Herausforderung. Ich war zwar, was House angeht, ein international anerkannter Produzent, aber New York ist ein ganz eigenes Universum. Ich war dann erst mal damit beschäftigt, mir da einen Namen zu machen und habe viel aufgelegt, im Shelter, Body & Soul. Ich hatte auch meine eigene Party-Reihe: African Blues. So hieß auch ein Projekt, das ich mit Anthony Nicholson schon in Chicago angefangen hatte. Ich bin ja selber ein Dancefloor-Kid. Aber New York war noch mal ganz was anderes. In Chicago haben wir aggressiver getanzt, Slamdancing und so wilde Sachen, aber in New York war das Ganze eine Kunstform. Die hatten ganze Choreographien. Das waren ernsthafte Tänzer, die teilweise professionell getanzt haben. Jazz Dance und so. Das ist meine Welt. Also war ich erst mal richtig viel Tanzen in New York. Viele Leute kannten mich dort erst als Tänzer und dann als DJ. In New York war es auch einfacher, meine Idee der Verbindung von Live-Instrumentierung und Elektronik praktisch umzusetzen, zu experimentieren und den Umfang meines Sounds zu erweitern. Es gibt so viele großartige Musiker in New York. Im Laufe dieser Experimente wurde mein Sound immer jazziger und perkussiver. 2000 habe ich dann zusammen mit Giant Step eine ziemlich erfolgreiche Partyreihe gestartet, wo ich genau so einen Fusion-Kram gespielt habe. Ich bin damit zu meinen Wurzeln zurückgekehrt. Die Funk-Jazz- und R’n’B-Platten, die ich geliebt habe, als ich klein war, verbanden auch Elektronik und Live-Instrumentierung. Das sind für mich nach wie vor die innovativsten Platten, die je veröffentlicht wurden. Von den Rhythmen und vom Ausdruck her. Das ist auch der Sound, den ich bei den Giant Step Partys immer noch spiele. Auch wenn ich in letzter Zeit wieder Sachen gemacht habe, die etwas kantiger und tougher sind. Ich habe meine 909 wieder angeschlossen. Das kommt aus einem Gefühl der Nostalgie.

Was bedeutet es für dich heute DJ zu sein?

Ich kann musikalische Reise formulieren, Geschichten erzählen, die nicht linear sind. Heutzutage sind die meisten Platten sehr DJ-freundlich. Früher war das nicht so. Du hast Platten gespielt, die nicht wirklich etwas miteinander zu tun hatten, aber du hast in deinem Set dafür gesorgt, dass sie musikalisch zusammen funktionierten. Beatmatching war da gar nicht so wichtig und teilweise nicht mal wirklich möglich, da zum Beispiel der Drummer auf der Platte nicht sonderlich tight gespielt hat oder die Rhythmen einfach zu unterschiedlich waren. Dieser Aspekt, ein Set aus sehr unterschiedlichen Elementen zu programmieren, fehlt mir heutzutage vollkommen. Die DJ-Kultur im Moment ist scheiße. Einfach weil einem alles abgenommen wird. Die DJs sind nichts anderes als Jukeboxen. Alles ist vorgekaut.

Ich denke, es ist eine Frage, wie faul man ist. Man kann mit digitaler Technologie auch äußerst kreativ sein, wenn man auflegt.

Technologie ist eine schöne Sache. Klar kann man mit all diesen neuen Werkzeugen kreativ sein. Aber wenn die Technologie die Menschen nicht bildet, ihnen keine Wertschätzung für die Herkunft der Sache lehrt, dann muss man sich meiner Meinung nach fragen, ob es die richtige Technologie für die Menschen ist, weil sie den Wert dessen, was sie da machen, nicht wirklich verstehen.

Wie meinst du das?

Heutzutage kann jeder ein DJ sein. Es gibt Celebrities, die sich DJ nennen. Es bedeutet nichts mehr. Wenn das Maß an Kunstfertigkeit, das du brauchst, um etwas tun zu können, einen so niedrigen Punkt erreicht hat, dann läuft etwas schief. Der ganze Prozess, etwas zu lernen, sich etwas anzueignen, sich mit seiner künstlerischen Seite in Verbindung zu setzen, ist meiner Meinung nach ungemein wichtig, damit du wirklich etwas schaffst, das so was wie Seele hat. Ansonsten reproduzierst du nur eine synthetisierte Ästhetik. Es ist oberflächlich und künstlich.

About The Author

Elektronische Lebensaspekte.