Ein Gespräch über Demoscene und Netlabel Hosting
Text: Sebastian Redenz aus De:Bug 92

SCENE.ORG – MEKKA FÜR FREIE DIGITALE KULTUR SEIT 1996

Ein Gespräch über Demoscene und Netlabel Hosting

Wenn man ein Onlineprojekt betreibt und dabei Content in Form von Downloads anbieten möchte, braucht man vor allem eines: Bandbreite. Diese stellt heutzutage (noch) ein kostbares Gut dar, so dass man als ambitionierte Demogroup bzw. Netlabel die Verfügbarkeit der eigenen Produktionen zeitlich regulieren müsste, will man horrenden Traffickosten aus dem Wege gehen. Zum Glück gibt es neben dem u.a. von HP finanzierten, jedoch schwer unübersichtlichen Archive.org die traditionsreiche Organisation ‘Scene.org’, die neben einem Website Portal auch essentielle Websites der Demoscene wie Pouet.net oder Slengpung.org hosten. Auf dem public FTP Server lassen sich komplette Archive von Demogroups und Netlabels finden, die schon etwas länger dabei sind. Der Hauptserver in Rotterdam wird zusätzlich von mehreren Servern weltweit gespiegelt, womit eine permanente Verfügbarkeit der Files garantiert werden kann, zumal Scene.org in Punkto Speeds sowieso unschlagbar sind. Dass Scene.org vor allem eins ist – nämlich wichtig – ist schon lange klar. Höchste Zeit also bei Redhound und Knos mal nachzufragen, wie der Server aufgestellt ist und welche Philosophie sich dahinter verbirgt.

Intro & Technical stuff

Q: Wann wurde scene.org gegründet und warum?

A: Scene.org was founded circa 1996 by Jaakko Manninen and friends. He has been known under various names such as “Mellow-d”, “MD” and “Kschzt” and is an active electronic musician as well as an experimented demoscener. At the time it was meant as a multifaceted resource/archive/web-based magazine covering multiple electronic medias meant to be distributed online. The archive itself actually started as an archive for the “Five Musician” online music group, which regrouped well respected musicians of the demoscene related “tracking” scene. It went on to develop and take more importance as a demoscene archive when the then leader at the time, the Hornet archive closed its operations. Then the Web part was relatively subdued, as most of its services relied on the ftp server, though it provided web hosting for select individuals and groups.

You can find more on the history of Scene.org through snapshots of its old websites at http://old.scene.org/
A: Scene.org wurde ungefähr 1996 von Jaakko Mannheim und seinen Freunden ins Leben gerufen. Jaakko arbeitete unter verschiedenen Synonymen, u.a. als “Mellow-d“, “MD“ und “Kscht“ und ist sowohl aktiver Musiker im Elektronikbereich als auch ein experimenteller Demoscener. Zu dieser Zeit war scene.org ein vielschichtiges netzbasiertes Magazin, Archiv und Resource für die Onlineverbreitung von elektronischen Medien. Das Archiv wurde von der “Five Musician“-Online-Musik-Gruppe initiiert, um bekannte Musiker der benachbarten “Trackingszene“ zu versammeln. An Bedeutung für die Demoszene gewann das Archiv, als das damals führende “Hornet-Archiv“ eingestellt wurde. Über deren Ftp-Server liefen die meisten Services und das Hosting für ausgewählte Personen und Gruppen.
Über die Geschichte von Scene.org kann man sich gut per Snapshots von der alten Seite informieren: http://old.scene.org/

Wie hat sich Scene.org entwickelt, war es zuerst ein BBS oder ein privater Server?

Scene.org hat mit einem kleinen Pentium-75 angefangen. Es hing immer von den Verbindungen ab, die wir mit den Hostern hatten, sowohl die privaten als auch die kommerziellen oder Universitäten. Der erste stabile Hoster war die UIAH in Helsinki (University of Art and Design). Die haben freundlicherweise das Hosting bis Ende der 90er unterstützt.

Wie habt ihr den “Umzug“ von Scene.org zur Universität von Rotterdam bewerkstelligt?

A: Around 1999 the traffic started to make our hoster (UIAH) very uncomfortable, especially the weeks following major events such as the Assembly and TheParty parties. So by 2000, scene.org had some major hosting crisis looming. The crisis was solved once Jeffry “Redhound” Sleddens became our main administrator and received the server to host it at his then-job at Freeler, a dutch ISP. They gave us great bandwidth freedom until they got bought by Wanadoo and our personal connection with the hoster was reconsidered. Fortunately he himself got hired by the University of Rotterdam around that period and they provide us with the best hosting situations we’ve had since scene.org was ever created. At the same time we started a sponsoring program which made it possible to upgrade our server to what it is now today.
A: Gegen 1999 machte der ganze Traffic auf dem Hoster der UIAH die Sache problematisch, besonders in den Wochen von Großevents wie den ”The Party“ Parties. 2000 zeichnete sich dann die erste Krise ab. Jeffry “Redhound“ Sleddens, der unser Hauptadministrator wurde, konnte sie abwenden, indem er den Server an sich nahm, um ihn bei Freeler, einem niederländischen ISP, neu zu hosten. Dort gab man uns super Bandbreite, bis Freeler von Wanadoo gekauft wurde und unsere Beziehung zum Hoster neu festgelegt werden musste. Glücklicherweise wurde Jeffry zu diesem Zeitpunkt von der Universität Rotterdam angestellt. Die spendierten uns die besten Hostingbedingungen seit dem Bestehen von Scene.org. Zur gleichen Zeit begannen wir ein Sponsoringprogramm, das die Erweiterung von Scene.org zu dem, was es heute ist, ermöglichte.

Q: How do you find your mirror servers? Like, do you apply for fundings at the state, or do you get in touch with other University Networks and explain them what scene.org stands for?

Wie macht ihr eure Mirror-Server ausfindig? Fordert ihr Unterstützung vom Staat an, oder kontaktiert ihr die Uninetzwerke und erklärt ihnen, was Scene.org ist?

A: Most often it is the reverse that is happening, people working in these place express an interest in mirroring the archive for their local users, and if their resources are sufficient it is very easily set up.

Meistens passiert es genau andersherum. Leute, die dort arbeiten melden Interesse an das Archiv für uns auf ihrem Server zu mirrorn und wenn ihre Resourcen ausreichenden sind, dann geht alles ganz fix.

Q: How much traffic does scene.org generate every day?

Wie hoch ist der tägliche Traffic-Durchschnitt auf Scene.org?

A: Upwards of 160gb a day in average. A mirror will move around 10-15gb a day.

Durchschnittlich werden 160 GB und mehr hochgeladen. Ein Mirror muss somit 10 bis 15 GB am Tag bewegen.

Q: What are the next plans for technical upgrades to the main server

Was werden die nächsten technischen Verbesserungen auf dem Mainserver sein?

A: Bigger hard-drives, redundancy, separate servers for ftp and web.
Scene.org & it’s Netlabel Philosophy

Größere Festplattenkapazität und seperate Server für ftp und web.

Q: Scene.org is meant to be a ressource for the demoscene? Why did you decide to approve netlabels that are obviously not related to the demoscene?

Scene.org ist als Refugium für die Demoszene angelegt. Warum habt ihr euch dafür entschieden Netlabels zuzulassen, die offensichtlich nichts mit der Demoszene zu tun haben?

A: Initially it was meant to carry what we called then “electronic free media.” Online music, videos, demos.. to form a unique node on the internet where one might find works by culturally related artists. The purpose was quickly oriented towards free music, “tracked” music as it was earlier distributed. Of course our culture being that of the demoscene, that became a main trait, all the more naturally as most all free music labels at the time were somehow related to the demoscene, be it through the use of the same distribution mediums, or because of similar mentalities. Among the first included, “Five Musicians”, “Mono” and “Milk”, “Tokyo Dawn Records”, “Kfmf”, and “Noisemusic” all were proto-netlabels since the netlabel term wasn’t even invented at the time. Scene.org also made history by distributing one of the very first completly internet-released album in mp3, Kobn-Tich-Ey by Brothomstates. At a certain point it became clear to us, scene.org staff members — long time sceners and netlabel followers — , that we neither had capacity nor interest to support all digital artists in the world, so we decided to refocus on the demoscene and it’s supportive artists. Exceptions to this “demoscene related only” rule were few and mainly conceded to netlabels who possessed both good quality music on a low bandwidth server and a spirit strongly aimed towards promotion of free digital music.

Ursprünglich sollte Scene.org das beinhalten, was wir “electronic free media“ tauften – Online music, videos, demos …- um einen einheitlichen Knotenpunkt zu etablieren, wo man Arbeiten von kulturell zusammenhängenden Künstelrn finden kann. Das Ziel orientierte sich ziemlich schnell in Richtung “free music“, bzw. „tracked“ music wie es früher genannt wurde. Natürlich war unser kulturelles Selbstbildnis von den Wesenszügen der Demoszene geprägt. Es war ganz normal, dass alle free music labels zu dieser Zeit etwas mit der Demoszene tun hatten, sei es durch die gleichen Verbreitungswege oder eine ähnliche Mentalität. Die ersten Netlabels, “Five Musicians”, “Mono” and “Milk”, “Tokyo Dawn Records”, “Kfmf” und “Noisemusic” waren alle Prototypen von Netlabels zu einer Zeit, in der es den Begriff Netlabel noch gar nicht gab. Außerdem hat Scene.org Geschichte geschrieben indem es eines der ersten kompletten MP3-Alben im Internet releaste, “Kobn-Tich-Ey“ von Brothomstates. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wurde uns klar, dass wir weder die Möglichkeiten noch das Interesse daran hatten, alle digitalen Künstler in der Welt zu unterstützen, also haben wir uns für eine Refokussierung auf die Demoszene und ihre stützenden Künsteler entschieden. Ausnahmen für an die Demoszene angelehnte Künstler haben wir nur gemacht, wenn es sich um Labels mit einer guten Musikqualität und Servern mit niedriger Bandbreite sowie mit einem starken Willen zur Verbreitung von freier digitaler Musik handelte.

Q: How do you feel about netlabels that regularly sell cd-rs labelwise, but get free hosting at scene.org?

Was hälst du von Labeln, die über ihr Label CDs vertreiben und gleichzeitig freies Hosting bei Scene.org genießen.

A: We are looking at carrying labels that are really passionate and involved into the free online distribution of musical works. So for example, we do not subscribe to a label that might have short snippet or demo tracks on its website, as a way to promote sales of records or cds. But a netlabel that markets physical incarnation of its online releases, compilations, or even the occasional exclusive still belongs to our culture, and we recognize the value of this approach. As always, we try to make it a case by case thing. We understand the attraction of putting out cd-rs as a way to get legitimacy for a netlabel especially when dealing with music reviewers. Promo cds are a more accepted form and certainly feel more like a personal gift to the reviewer than having to download mp3s on some obscure webpage. Other labels simply want to allow the listeners to have a way to support their favorite artists and get something in return that is a bit more oncrete then the usual thank-yous by email. An achieved packaging or access to some unreleased tracks for a cheap price is usually considered a good trade for the music lovers and those little ammounts of donated money usually go into a RAM expansions or better sound monitors for the artist, so it’s a healthy trade in our opinion.

Wir versuchen Labels zu unterstützen, die wirklich passioniert bei der Sache sind und für einen freien Online-Vertrieb einstehen. Wir nehmen zum Beispiel keine Labels ins Boot, die auf ihrer Website Snippits oder Demotracks anbieten, um Werbung für ihr Platten oder CDs zu machen. Aber ein Netlabel, das seine Netreleases auch auf CD vertreiben möchte, gehört immer noch zu unserer Kultur. Meistens ist es eben eine Entscheidung von Fall zu Fall. Wir können gut verstehen, wenn Netlabels ihre Sachen auf CDs versenden, um wahrgenommen zu werden. Besonders für Journalisten ist es nervig, wenn sie erst ein MP3-File runterladen müssen, um es dann zu rezensieren. Promo-CDs werden eher akzeptiert, da sie so was wie ein Geschenk an den Reviewer sind und eben nicht ein Download auf einer obskuren Website. Andere Labels wollen durch den Verkauf von CDs auch einfach die Möglichkeit eröffnen, dem Künstler mehr als eine Dankeschön-Email zukommen zu lassen. Ein kleiner Erwerb durch den Verkauf einer CD-Zusammenstellung ist sowohl für den Musikliebhaber als auch für den Künstler eine kleine Bereicherung. Die kleine Summe, die ihm zukommt, kann er dann in besseres Equipment stecken. Das ist eine gesunde Form des Handels in unseren Augen.

Q: Describe the process of approving a netlabel. Do you have regular online meetings for that purpose?

Wie entscheidet ihr über die Aufnahme eines Netlabels. Habt ihr regelmäßige Online-Meetings?

A: The reviewers know each others well enough to trust each-other’s reasoning when approving or denying a label. It happens they require a second or third opinion on one of their decisions, especially when the music style or if the people’s seriousness and involvement are not known to us. We discuss regularly to follow and react as a whole to the developments of the netlabel scene, so we can adapt our approval policies.

Das gegenseitige Vertrauen der Entscheidungsträger ist in der Regel so groß, dass jeder einzelnen über die Aufnahme oder Ablehnung eines Labels entscheiden kann. Natürlich passiert es auch mal, dass man eine weiter Meinung, besonders wenn wir den Musikstil nicht kennen oder nicht über die Seriosität des Labels bescheid wissen. Wir besprechen uns regelmäßig als Ganzes um die Entwicklungen der Netlabelszene zu verfolgen und um unsere eigene Position anzugleichen.

Q: Certainly there will be more and more netlabels starting to operate and therefore apply at scene.org – do you have plans to be more limiting in the application process in the future, or will the rules stay as ever (good music rules).

Es ist abzusehen, dass es immer mehr Netlabels geben wird, die bei Scene.org anfragen werden. Habt ihr Pläne für striktere Aufnahmebedingungen oder werden die Regeln so bleiben wie bisher (“good music rules“)?

A: The good music rule is of course still king, but we require more and more proof of a serious involvement in the netlabel scene. We seek in a netlabel an ambition in building a singular relation between music listeners and artists on the net. We also remain strongly attached to carrying mostly netlabels that have cultural links with other works carried on the archive. We like netlabels that have an interest with working with artists of the demoscene. But our main interest is in good music mostly!

Die Regel “good music rule“ ist weiterhin maßgebend, aber wir verlangen immer mehr den Nachweis für eine ernste Einbindung in die Netlabelszene. Wir suchen bei den Labels nach der Ambition, eine gute und persönliche Verbindung zwischen Hörer und Künstler im Netz herstellen zu wollen. Wir halten auch weiterhin daran fest, dass wir größtenteils Netlabels beherbergen, die eine kulturelle Verbindung mit den anderen Arbeiten im Archiv haben. Wir arbeiten gerne mit Künstlern zusammen, die der Demoszene zugetan sind, aber unser Hauptinteresse ist gute Musik!
Q: Were there ever violations to the scene.org policies, so you had to delete a netlabels hosting?

Gab es jemals Verletzungen der Scene.org Regeln, so dass ihr ein Netlabelhosting löschen musstet?

A: There was once a case of copyright infrigement in the past that had us send an email to a netlabel operator, who was hosting mixes that were clearly infringing. We explained our concern with those, and the issue was solved.

There are more cases of netlabels asking us not to host their files anymore as they had artists that got signed and wanted to keep control on the distribution of those work. We never are pleased with those cases, so we prefer a case-by-case discussion to try to solve the problem in the best interest of the archive’s users and the netlabel itself. The world of intellectual works is getting more and more tensed as the ideas of extensive control reach more and more people.

In der Vergangenheit gab es einmal eine Copyrightverletzung. Uns wurde per Email die Information gegeben, dass ein Netlabelbetreiber Mixes hostet, die das Copyright verletzen. Wir haben ihm das erklärt und das Problem war aus der Welt. Es gibt auch Fälle, in denen uns Labels bitten das Hosting bestimmter Files zu stoppen, da beispielsweise ein Künstler gesigned wurde und sie den Vertrieb selbständig kontrollieren möchten. Wir sind nie erfreut über solche Fälle und versuchen in einem Gespräch das Problem zu besprechen, um die beste für die Archivbenutzer und das Netlabel zu finden. Die Welt der intellektuellen Arbeit wird immer mehr übrreizt und die Idee von ausgeweiteter Macht manifestiert sich in immer mehr Köpfen.

Q: What do you think of the fact that ftp hosts like scene.org and archive.org are the essentials ‘air to breathe’ for 90% of the netlabels – like, if scene.org would close, many netlabels would eventually go down since the traffic can not be paid. What would you suggest to those netlabels in order not to panic?

Was denkst du übern den Fakt, dass ftp-Hosts wie Scene.org und Archive.org die essentielle Plattform für 90 Prozent aller Netlabels ist. Falls Scene.org eingehen würde, könnten wahrscheinlich viele Netlabels auch dicht machen, da sie den Traffic nicht bezahlen könnten. Was sagst du den Netlabels, damit sie keine Panik bekommen?

A: Bandwidth is certainly an expensive good, and most netlabels rely on the goodwill of either private hosting services, or more general free hosting service like scene.org and archive.org. Some quite good netlabels (for example Ageema) have been known to release their music on very cheap hosting service like the one you’d expect your random homepage to be, getting a wider distribution as they were being relayed from ftp to ftp. It’s certainly one of our main goal to centralize funding and hosting efforts so as to enable small and bigger netlabels to concentrate on releases and not having to sort out bandwidth issues. But one of our criteria for approving netlabels applications on scene.org is the dedication shown by the netlabels founders. The effort they put into arranging their distribution themselves at first shows that they are 100% behind the music and that it is not just a one time effort. Then it is where we are kicking in. For now Scene.org’s situation is stable, we try to manage our budget consciously to help us if hard times come. We are not paying full-time employees which is both a blessing and a curse, and now that archive.org has fully stepped-in in netlabel hosting, it gives you a welcome redundancy if anything happened to either archives.

Bandbreite ist sicherlich ein teures Gut und die meisten Netlabels sind von privaten Hosting Services oder größeren Free Hosting Services wie Scene.org und Archive.org abhängig. Einige ziemlich gute Labels (z.B. Ageema) waren bekannt für ihre Releases bei sehr billigen Hosting Services, solche, die man eigentlich für normale Homepages benutzt. Als sie einen größeren Vbebreitungsgrad erreicht hatten, wurden sie von ftp zu ftp durchgereicht. Es ist sicherlich eines unserer Hauptziele Hostingbemühungen zu zentralisieren und somit kleineren und größeren Netlabels die Möglichkeit zu geben, sich voll und ganz auf ihre Releases zu konzentrieren und sich nicht mit Bandbreitenproblemen rumschlagen zu müssen. Aber einer der Hauptkriterien für die Aufnahme von Netlabels in Scene.org ist die Hingabe der Netlabelgründer. Das Bemühen, ihre eigene Musik selbst zu vertreiben, zeigt, dass sie voll und ganz hinter der Musik stehen, die sie veröffentlichen. Das ist der Punkt, wo wir einsteigen. Momentan ist die Situation von Scene.org gesichert. Wir versuchen unser Budget bewusst zu verwenden, um uns eventuell über harte Zeiten hinwegzuretten. Wir beschäftigen keine Vollzeitarbeitskräfte, was Segen und Fluch zugleich ist. Und da Archive.org nun auch mit beiden Beinen im Netlabel-Hosting steht, gibt es eine Art Auffangnetz, falls einem der beiden Archive was zustoßen sollte.

The Future

Q: What are the plans for the future?

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

A: With the Scene.org Awards, our demoscene outreach activities have grown with opportunities in germany, austria mainly. Whenever we can we try to help growing the exposure of online artists, and making our culture more widely known. Examples are Ars Electronica, the Bitfilm and FMX festivals. We try to work with other organizations such as the Digitale Kultur e.V.

Durch die Scene.org-Awards und die Erweiterung der Demoszenenaktivitäten, ist unser Wirkungsbereich gewachsen, besonders in Deutschland und Österreich. Wir versuchen, wann immer wir können, Online-artists zu bekannt zu machen und unsere Kultur zu Verbreiten. Beispiele dafür sind Dinge wie Ars Electronica, das Bitfilm und FMX Festival. Wir bemühen uns auch um die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie Digitale Kultur e.V.

Q: What is your outlook for the demoscene. Forever an underground thing or do you think there will be more public exposure coming up

Was ist dein Ausblick auf die Demoszene. Wird immer eine Sache im Untergrund sein oder glaubst du, dass es mehr öffentliche Aufmerksamkeit geben wird.

A: In a sort of way public exposure has already happened in the form of cultural works taking their inspirations from similar sources or directly from the demoscene. Music videos for example. Also, through VJ-ing, demoscene artists reach people that they would never have met otherwise. Designers now learn programming languages and distribute their work on the net. We hope there will be a lot of fruitful clashes between these cultures, and we hope to be part of that.

Auf eine bestimmt Art und Weise hat die Verbreitung und Publikmachung schon stattgefunden, auf dem Weg, dass kulturelle Arbeiten ihre Inspiration aus den gleichen Quellen beziehen oder direkt von der Demoszene. Bei Musikvideos zum Beispiel. Auch durch VJ-ing können Künstler der Demoszene Leute erreichen, denen sie sonst nie begegnet wären. Designer fangen an Programmiersprachen zu lernen und ihre Arbeiten ins netz zu stellen. Wir hoffen auf fruchtbare Zusammenstöße von Kulturen und wollen ein Teil davon sein.

Thank you Knos & Redhound for answering our questions!

Danke Knos und Redhound für das interview.

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Elektronische Lebensaspekte.