Mini-Projektor, Fingerprint-Touchscreen & Daten-Brille aus De:Bug 112


Mini-Projektoren
Wer gerne und viel fernsieht, hätte gerne auch einen Video-Projektor. Irgendwas ist an projizierten Bildern, das einen ganz anderen Charme hat als der übliche Screen. Vielleicht sind das noch die Reste der Kinoerfahrung. Nicht nur die Preise für solche Kisten fallen ja seit Jahren, sondern auch die Größe, und so wundert es eigentlich niemanden, dass Lösungen für Videoprojektion in Handys technisch tatsächlich schon machbar sind. Texas Instruments stellte so etwas kürzlich auf mehreren Messen als Prototyp vor. Grade mal vier Zentimeter Länge braucht der Projektor inklusive Laser, Stromversorgung und Chip und ist fähig, innerhalb eines Handys, wahlweise logisch auch sonstiger Kleingeräte, Videos in DVD-Qualität an die nächstbeste Wand zu werfen. Und auch LED-Projektionen sind mittlerweile im Taschenformat realisiert worden. Die finnische Firma Upstream Engineering hat sogar schon seit Jahren einen Prototyp in Streichholzschachtel-Format. Die Miniscreens dürften also in der nächsten Zeit durchaus Konkurrenz oder Unterstützung von ihren Projektionszwillingen bekommen.

Fingerprint-Touchscreens
Kleine Screens, davon hat einen die reine Vorstellung des iPhones schon überzeugt, gewinnen an Funktionalität durch neue Ideen, Touchscreens zu realisieren. Was man bei Kleinstgeräten durch Touchscreens an Tasten sparen kann, lässt sie so für intelligente, der jeweiligen Situation angepasste virtuelle Tasten ersetzen, und man gewinnt gleichzeitig Screen-Realestate. Dennoch haut man mit den Fingern auf Touchscreens nicht selten daneben. Die auf den ersten Blick skurrilste, aber extrem viel versprechende Idee in dieser Richtung entstammt einem Patent von XM, eigentlich eine Satellitenradio-Firma. In dem Patent werden die distinkten Qualitäten der einzelnen Finger über eine Software, die Fingerabdrücke vom Touchscreen lesen kann, in die jeweiligen Interfaces integriert. Wer also z.B. das Gespräch annehmen will, der tippt einfach mit dem Ringfinger auf den Screen, für besetzt steht z.B. der Daumen und für das Menu der kleine Finger.

lumus.jpg

Brille
Eine der grauenvollsten und dennoch höchst beliebten Zukunftsvisionen ist nach wie vor die in diversen professionellen Bereichen von “enhanced Vision” (Flugzeugbau z.B.) akzeptierte Bilder ausspuckende Brille. Cyborg-Look ist zwar extrem Retro, aber mittlerweile sehen nur noch die Models für solche Brillen ferngesteuert aus und man drängt langsam auf den gleichen Entertainmentmarkt wie beispielsweise tragbare Media Player. Brillen wie die Lumus 20, deren Projektionspart sogar etwas kleiner ist als ein iPod Shuffle, projizieren das Bild über ein spezielles, in gewissen Winkeln spiegelndes Glas direkt auf die Retina und man kann trotzdem zusätzlich noch geradeaus sehen wie ein normaler Mensch. Da das Feld allerdings von stylischen Designern in den frühen 90ern komplett verlassen wurde, dürfte es wohl noch Jahre der Rückgewöhnung brauchen, bevor sich die Technologie jenseits spleeniger CEOs durchsetzen wird.
http://www.lumusvision.com

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Elektronische Lebensaspekte.