Sterling, Doctorow, Stross, Dietmar Dath und Hubert Burda
Text: redbot aus De:Bug 110

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Si-Fi: Deutsche haben keine Zukunft

Science Fiction in der Schmuddelecke: Utopisch-technische Texte sind dem deutschen Literaturbetrieb seit 1933 suspekt, die Nazi-Ausgrenzung des Genres wurde nach 1945 nahtlos fortgeführt. Sogar Sci-Fi-Ausflüge von Säulenheiligen wie Robert Musil sind für Germanisten tabu. Text von Jörg Sundermeier in De:Bug 110.


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Ende der Schundheftchen

Dietmar Dath über das Mittelstreckenerzählen: Sci-Fi steht geradezu sprichwörtlich für aberwitzig dicke Schinken. Dabei ist es das kurze Mittelstreckenformat, in dem sich das Genre ursprünglich entwickelt hat – und in dem auch 2006 die besten Geschichten erscheinen. Ein Plädoyer dafür, dass sich die Sci-Fi wieder auf sich selbst besinnt. Text von Dietmar Dath in De:Bug 110


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Simulation der Zukunft

Science Fiction und Computer Games: Technisch sind Computerspiele real gewordene Science Fiction. Die Spiele selbst aber greifen lieber auf Themen aus Gegenwart und Vergangenheit zurück. Die Spieler wollen lieber ein besseres Jetzt als ein vages Morgen.
Text von Florian Brauer und Nils Dittbrenner in De:Bug 110


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Bruce Sterling feat. Hubert Burda

Keine Sprache für die Zukunft: Bruce Sterlings Ding ist die Zukunft der digitalisierten Welt. Der Cyberpunk-Vater ist nie um griffige Termini und forsche Thesen verlegen. Auch nicht, wenn ihm Hubert Burda über die Schulter guckt. Der Cyberpunk-Erfinder sitzt deplatziert im VIP-Bereich. Sterling: Da kommt Hubert! Burda: Geht´s gut? Sterling: Vielen Dank für die Einladung! Burda: Ihr Vortrag hat mir sehr gut gefallen! Sterling: Das ist aber nett! Text von Chris Köver in De:Bug 110


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Charles Stross im Interview

Die Ideen-Maschine der Singularität: Spätestens seit Accelerando hat sich Charles Stross für alle Liebhaber von Singularity Science Fiction als eine Art Ideen-Maschine etabliert, die unaufhaltsam das Genre aufrollt. Der auch Online veröffentlichte Roman über den Open Source Innovationsbroker Marcxs ist aber nur die Spitze des Eisbergs der unermüdlichen Textmaschine Charles Stross. Neben einer Serie von Parallelwelt Romanen, der Merchant Princess Serie, die feudale Fantasy und ökonomischen Thriller nun schon zum dritten Mal verbinden, finden sich in seinen Büchern Spionage-Themen mit Vampir-Einschlag (“The Atrocity Archives”, “Jennifer Morgue”), Singularity Space Operas (“Singularity Sky”, “Iron Sunrise”) und Post-Singularity Romane wie “Glasshouse”. Als enttäuschter Pharmakologe (“Sick at heart from drugging people”) und prä Dotcom-Boom Informatikaussteiger, sowie mit einer Nebenkarriere als Autor über Linux und Open Source, veröffentlicht er seit 1986 Science Fiction und betreibt nebenher sein Blog, auf dem er zwischen politischer Kritik, Recherche und Offenlegung des Science Fiction Betriebs pendelt. Text von Sascha Kösch in De:Bug 110


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Cory Doctorow im Interview

BoingBoing-Macher, DRM-Basher und Genre-Querschläger: Cory Doctorow, gebürtiger Kanadier, gilt als einer der offensivsten Kritiker von DRM und anderen Überwachungstechnologien und ist als Co-Editor von BoingBoing wohl einer der weltweit bekanntesten Blogger. Als Aktivist war er lange Zeit für die Electronic Frontier Foundation unterwegs, u.a. als deren Vertreten für Europa. Text von Richard Poynder in De:Bug 110


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Noch nicht online: Der Literatur-Überblick.

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Elektronische Lebensaspekte.