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Dreamcast Tomb Raider IV: The Last Revelation (Eidos Interactive/Core) Der schönste Teil der Tomb Raider Serie ist gross geworden und für die Dreamcast Konsole getrimmt. Das heisst für alle Polygonhasser der ersten Teile, dass die Grafik eine doppelt so hohe Auflösung hat. Bevor aber in Testosteronland die Vorfreude auf üppigere und rundere Lara Croft Kurven ausbricht, bezieht sich die Auflösungsverbesserung vorwiegend auf die Hintergründe! In The Last Revelation trifft man anfänglich auf eine 16-jährige Lara. Nach einem kurzen Übungsintermezzo mit ihrem Mentor Dr. Croy, was wohl neue Spieler in die Dynamik sanft einführen soll, kann sie sich ihrer neuesten Expedition widmen. Dieses Mal spielt sich das Abenteuer ausschließlich in Ägypten ab. Die Strecke führt von der Sahara bis nach Alexandria auf der Fährte einer todbringenden Legende. Auf der Reise kommt nicht nur der Fahrzeugbonus in Form von Jeeps, Motorräder oder eine atemberaubende Eisenbahnfahrt zum Vorschein. Auch eine Vielzahl von verschiedenen Belichtungsverhältnissen und Kulissen werden ausprobiert (Meer, Wüste, Tempel, usw.). Im Gegensatz zu TR 1, 2 und 3 setzt die Lernkurve zum Anfang des Abenteuers in Ägypten benutzerfreundlicher an. Je weiter sich das Spiel fortschreitet, desto kniffliger wird es aber. Neben dem üblichen Hallen- und Höhlendurchforsten quälen mathematisch gut durchdachte Rätsel, z.B. eine 90 Grad Drehung eines Raumes, um bisher verborgene Kammern betreten zu können. Mit einem guten Anteil an Nahkämpfen gegen Mumien und anderen Untoten distanziert sich IV ebenfalls von dem Horror Szenario der dauernden Rätsel von Numero Drei. Auf enttäuschender Art und Weise wurde das Ende gelöst, aber vermutlich nur deshalb, weil Core auf den Filmfilm und TR Nummer Fünf schielt. okoehler – Doch *****! NBA 2K (Visual Concepts/Sega) Consoledomain hat in ihrer Besprechung dieses Spiel alles auf den Punkt gebracht: “Hübscher als Dennis Rodman in einem Hochzeitskleid!” Ich bin echt begeistert, obwohl ich kein besonderer Freund der Sportspiele bin! NBA 2K geht einfach ein “Level” weiter. Im Vorspann zum Spiel berstet die Maschine vor so üppiger Grafik, dass man die Augen unmöglich wegreissen kann. Im Gegensatz zu anderen Vorspielen verschiesst NBA 2K nicht gleich sein ganzes Pulver. Das Tempo hält sich auch während des Spiels, ohne gross zu hoppeln; höchstens beim Angriffswechsel mal minimal. Das Spiel hat aber den Vorteil, dass es auch den weniger sportfreundlich eingestellten Gamer zum Sieg verhilft. Erfahrungen mit Fussball auf der Konsole oder PC helfen einem wenig. Die Dreamcast nutzt den Controller viel effektiver aus, um gleich mehrere Funktionen einzuordnen. Das ist aber halb so wild, wie es sich anhört. Mit reiner Intuition kann man den Ball ordentlich in den Korb slammen. Den grössten Spaß machen aber die vielen kleinen Extras aus. Bei der Einführung der Teams werden einzelne Spieler unheimlich lebensecht dargestellt, und das Court reflektiert wirklich wie poliertes Holz. In das Publikum ist genauso viel Mühe investiert worden: Sogar einzelne Zuschauer werden animiert. Der Nervfaktor beim Kommentar wird auch erheblich dadurch verringert, dass es ohne lästige Wiederholungen auskommt wie bei manchem Fußball Grandslam. Der wahre Reiz an NBA 2K liegt in der Tatsache, dass sich auf diese Plattform Gelegenheitsspieler sowie Sportjunkies alle einigen können. Und, dass jeder wirklich gewinnen kann! ***** – okoehler Crazy Taxi (Sega) Für viele begann die Zukunft des Fahrsimulation Genres letztes Jahr mit Driver. Für ebenso viele stellt Crazy Taxi den nächsten Schritt dar. Denn jetzt, wo der Geist aus der Polygonflasche raus ist, kennen Spiele dieser Art keinerlei Grenzen. Zusätzlich zur Nachbildung der Autos sind heute Städte, und alle verwandten Details im Blickwinkel der Game Designer. Das frühere Arcade Spiel setzt sich allerdings von Driver durch die etwas “friedlichere” Handlung ab. Die Pointe ist kurz erklärt: Du bist Taxifahrer und musst so viele Fahrgäste wie möglich von A nach B befördern. Wie die Strassen verlaufen, ob Fussgänger auf und ab laufen, und ob Grünflächen zu betreten verboten ist; alles ist Dir scheiss egal. Für die besten SICHEREN Moves oder Überholmanöver gibt’s mehr Geld. Womit wir beim Spiel selber wären. Mit einem so imposant detailgetreuen Bühnenbild dürfte eigentlich nichts schief gehen. Die zwei Städte, eine Art San Francisco meets Miami, sind in ihren Grössenverhältnissen unüberschaubar, und zweitens so abwechslungsreich, dass man von der Ferne gesehen die Handlung auf dem Bildschirm mit einem Bullit Trailer verwechselt. Beim Herumrasen von einem Markenetablissement zum anderen ” Levi’s Store, Tower Records, KFC, Pizza Hut; alle sind dabei” wundert man sich deshalb, wieviel Geld das Spiel gekostet haben muss. (Oder ist das Ganze nur eine Fortsetzung des Videospiel Marketings wie in WipeOut?) Soweit, so cool. Da es aber in einem früheren Leben Arcade Game war und dem Rauschen der Konkurrenz trotzen musste, ist aber ein Detail hängen geblieben, das eher peinlich ist als funky. Nämlich dieses PopPunk Soundtrack – ich glaube es ist Offspring. Nichts gegen PopPunk, aber etwas mehr Abwechslung mit verschiedenen Stilrichtungen “urbaner” Musik schadet nie. * für die Musik!! ***** für das Spiel – okoehler Slave Zero (Infogrames) Mit Slave Zero erweitert Infogrames seine Action Reihe auf der Dreamcast um einen etwas ernüchternden Titel. Zumindest wird es nicht seinen DC Vorgänger Millenium Soldier groß übertrumpfen. Was wirklich Schade ist, denn Slave Zero hat das Zeug zu einem wirklich guten Game. Die Zutaten sind alle da: Makelloses Charakterdesign, anständige und nachvollziehbare Blickwinkel, ordentliches Bühnenbild und eine ganz nette Story. Wären diese Ingredienzen nicht in so ein langatmiges Gemisch reingemixt, hätten sie sich auch voll entfalten können. Wo bei Millenium Soldier unaufhaltsam geballert wurde, tendiert Slave Zero eher zu ereignislosen Durststrecken. Für Tomb Raider, wo man auf längere Suchsequenzen fixiert ist, hätte sich so etwas geeignet. Wahrscheinlich wusste man aber nicht, wohin mit dem ganzen Speicherplatz und hat deshalb die Dreamcast GD-ROM bis zum Anschlag gefüllt. Dabei wäre es kein Fehler, wenn das Spiel etwas knapper wäre, und dafür extremer. Dementsprechend unfair sind dann nämlich die plötzlichen Böllersequenzen, auf die man sich nicht vorbereitet fühlt. Vorher musste man seine eher hilflosen als bösartigen Feinde suchen. Alles Faktoren, die man entschuldigen kann. Aber, wenn das Bild so wackelt wie hier, muss man sich dann doch fragen, ob nicht eine Playstation Crew wohl insgesamt ein besseres Ergebnis geliefert hätten. Oder ob Infogrames einfach seine Deadline etwas zu früh setzte. ** bis *** – okoehler Legacy of Kain: Soul Reaver (Eidos Interactive/Crystal Dynamics) Freunde der Playstation werden dieses Spiel in der Pixel lästigeren Form kennen. Wie seine Labelschwester Tomb Raider ist nun Legacy of Kain: Soul Reaver für die Dreamcast Konsole aufgewartet. An dem Spielkonzept hat sich wenig geändert. Eine finstere Vampirgeschichte mit mythischen Untertönen dient als Hintergrund für das Spiel. Als Raziel, Leutnant des Vampirekönigs Kain, wurdest Du in das Meer der verlorenen Seelen verbannt. Kurz darauf breitete sich eine Pest in dem Reich Kains aus. In der spektralen Ebene wiederbelebt, besteht nun Deine Mission darin, den ehemaligen Meister zu töten, und für ein Happy End im Reich Nosgoth zu sorgen. Obwohl Du in der spektralen Ebene wieder auferstehst, vollzieht sich der Kampf um die Gerechtigkeit in dieser als auch in der weltlichen Ebene. Es ist diese parallele Spielform, die das Besondere an Soul Reaver ausmacht. Neben der hervorragenden Grafik (Sind die Tage der Playstation nun endgültig gezählt?), die die atmosphärischen Wechsel zwischen Ober- und Unterwelt zum Greifen echt darstellen, sind auch die heimtücksichen Aufgaben von ziemlicher Spitzfindigkeit geprägt. Wenn beispielsweise ein Weg in der normalen Welt versperrt erscheint, kann es sein, dass diese nur über den Dimensionensprung zu bewältigen ist. Zur ordentlichen Bewältigung dieses Dramas haben die Leute bei Eidos den Grad der Interaktivität erhöht, was man sich bei Tomb Raider oder Resident Evil erwünscht. Ausser den üblichen Moves wie Springen oder Gleiten können Gegenstände (z.B. Fackeln und Waffen) aus den Wänden gezogen und benutzt werden. Verknüpft man diese Komplexität mit den Grössenverhältnissen eines Tomb Raiders, sollte man sich auf ein mehrstündiges Abenteuer gefasst machen. Wer sich die Zeit nimmt, dürfte nicht enttäuscht sein. **** bis ***** – okoehler Fear Effect (Eidos Interactive/Kronis Digital Entertainment) Grausige Survival Spiele stehen zurzeit hoch im Kurs. Alleine Eidos kann auf dieser Seite auf mehrere Titel verweisen. Das mag vielleicht für den Horror Freak vorteilhaft sein. Der gelegentliche Gamer wird sich hingegen fragen müssen wohin mit den Dollars? In anderen Genres, z.B. Formel Eins oder Fussball, kommt man relativ schnell zum Herz des Spiels. Da fällt die Wahl leichter. Im Falle von Taktikspielen wie Fear Effect wird die Essenz erst nach mehreren Stunden Spielzeit klar. Eidos hat aber schon mehrfach bewiesen, wie sehr sie das Genre beherrschen – und auch vorantreiben. Wo Resident Evil als Höhepunkt des Videospiel Noir bezeichnet werden kann, hat Lara Croft im Abenteuer Sektor ˆ la Indiana Jones einiges zu bieten. Und was kann Fear Effect? Ich persönlich habe so etwas noch nicht gesehen: FE ist ein elegant gestylter Anime Thriller in der dritten Person. Die Flüssigkeit der Übergänge von Spielsequenzen in Filmsequenzen erinnert etwas an der Perfektion von Final Fantasy VIII. Und mit den insgesamt 4 CDs bekommt man fast eine Art interaktives Vollwertmanga für sein Geld. Die Geschichte ist etwas schnörkelig mit verschiedenen neuen Wendungen, die in letzter Instanz nicht weniger als das Schicksal der Menschheit entscheiden. Wer sich mit Resident Evil weitgehend auskennt, wird auch kaum Probleme haben, die Steuerung zu bewältigen. Vermutlich dürften sich RE Kenner an der aufwendigen Grafik erfreuen. Allerdings verwundert Fear Effect schon: Zum einen treiben einem die Puzzles zum Rande des Wahnsinns, zum anderen betragen die CDs genau genommen jeweils eine knappe Stunde Spielzeit (Kniffeln ausgeschlossen). Und Angst? Fear Effect ist auf keinem Fall ein Rivale für Blair Witch Project. Vermutlich soll sich das Wort Fear auf den Sterbemodus beziehen. Statt durch Waffengewalt zu sterben, darf man aufgrund der etwas obskuren Variable “Angst” wiederholt die Reset Taste drücken. ***** (Grafik) **** (Spiel) – okoehler Road Rash Jailbreak (Electronic Arts) Obwohl es bestimmt die wenigsten De:Bug Leser zugeben würden, gehören manchmal Big Brother belächeln, ein Joint zuviel konsumieren und sich über weibliche Wesen in R&B Videos auslassen zu den tollsten Momenten des Lebens. Wenn es da noch das ergänzende Futter für die Konsole gäbe, wäre es wie Himmel auf Erden. Das Motorrad Renn- und Zerstörspiel Road Rash Jailbreak von Electronic Arts hätte teilweise das Zeug dazu, diese Lücke zu füllen. Das Spiel hat einiges an netten Überraschungen zu bieten; die Story ausgeschlossen. Rette Deinen Kumpel Spaz aus dem Gefängnis indem Du ihm beweist, dass Du ein Cop-killender, Motorrad-zerfleischender Mutterf**ker bist! Auf den Wüsten-, Dschungel- und Stadtbahnen müssen schamlos alle Gegner mit einem Arsenal von Fußtritten, Schlagstöcken und Ketten eliminiert werden. Mit blossem Fahrgeschick ist es noch nicht getan. Okay, die Grafik mag vielleicht nicht dem Niveau Playstation 2000 entsprechen, eher Playstation Anno 1998. Aber mit dem Bonus des phantastischen Beifahrermodus läßt sich über einen Leihabend doch eine gute Portion Spaß rausholen. Zusammen mit einem zweiten Spieler müssen sich beide ins Zeug legen, oder in die Kurve, um den etwas schwierigen Sieg zu erlangen. Das gab’s meines Wissens nach noch nicht und deswegen gibt’s auch von mir einen Preis! ** bis *** (Grafik) **** (Spiel) – okoehler Theme Park World (Electronic Arts) Das eigene Freizeitpark bauen dürfte zu den ungebändigten Träumen eines jeden Kinds oder Kindskopfes gehören. Es dann zu verwalten, finanzieren und profitabel zu führen dagegen ist im Traumportfolio eines jeden Möchtegern Analysten enthalten. Theme Park World bietet beiden Zielgruppen etwas, und mehr noch. Das Ziel dieses Simulationsspiels ist recht leicht: Baue ein Freizeitpark mit verschiedenen Attraktionen, Achterbahnfahrten, Läden, Buden, usw. Siehe zu, dass das Ding läuft und Du kannst peu-ˆ-peu erweitern. Was sich recht leicht anhört, ist doch in Wahrheit komplexe Materie, das fast schon ein Studium der Wirtschaftskunst voraussetzt. Bloß pixelierte Lego Landschaften bauen tut’s nicht. Personal muss für diverse Aufgaben eingestellt, ausgebildet und vor allem zufrieden gehalten werden. Um in neue Attraktionen investieren zu können, was wiederum mehr Besucher lockt usw., muss zusätzlich geforscht und Darlehen aufgenommen werden. Und bei mehr als sieben Hauptmenüpunkten – mit weiteren Unterpunkten kann man ab und an den Überblick verlieren. Keine Sorge, denn TPW buchstabiert Überblick gross. Neben der Dauereinblendung der Tastenbelegung in der oberen linken Ecke des Bildschirms hilft einem der kleine Ratgeber weiter. Er kann zwar nerven, aber um auf dem Laufenden zu bleiben, ist er unerlässlich. Erreicht man diverse Ziele, die ab und zu etwas unklar sind, erhält man Bonusse in Form von goldenen Eintrittskarten, mit denen man sich neue Freizeitparks mit anderen Themenschwerpunkten (Space, Jungle, Halloween) kaufen kann sowie eine Videokamera, mit der man in der Ich-Perspektive sein Wunder miterleben und inspizieren kann. Dabei mag die Grafik nicht dem Status Quo 100% entsprechen, ist dafür nicht zu kindisch, um Erwachsene zu vertreiben. Und ebenso nicht zu erwachsen, um Kinder zu vertreiben. Eine geniale Brücke haben sie da geschlagen, die EA’ler! **** bis ***** – okoehler Rollcage Stage II (Psygnosis) Derjenige, der den ersten Teil dieses Spiels auf der PSX verpaßt hat, wird sich bestimmt an Spiele wie WipeOut, Crash Team Racing oder Speed Freaks erinnert fühlen. In puncto Geschwindigkeit, psychedelischer Grafik, komplettes Moving Shadow Soundtrack und Gesamtidee unterscheidet sich Rollcage wenig von seinen qualitativen Rennspiel Ahnen. Was aber nicht bedeuten soll, dass man es mit einem Aushilfespiel der oberen zu tun hat. Mit seinen 360-Grad Tunnelrennen bestreitet Rollcage ganz anderes Terrain. Wo bei WipeOut und den Kartspielen eher auf Kurventaktik gesetzt wird, muss der gewissenhafte Rollcage Jockey eher auf Gravitationsverhältnisse achten. Zum Beispiel, wenn die Decke in einem Tunnel angepeilt wird, um an neue, schön fies positionierte Waffenarsenale heranzukommen. Um ein besseres Gefühl für das Spiel zu bekommen, ist es auch deshalb empfehlenswert, seine Fähigkeiten im vorhinein im Übungsmodus zu trimmen. Selbst versierte Kartspezialisten werden sich hier anstrengen müssen. Mit 12 hübsch gestalteten Weapons Systems, die sich koppeln lassen hat Rollcage auch einiges im Bereich Zerstörungsinnovation zu bieten. Schade ist allerdings, dass dabei die Grafik ein wenig auf der Strecke geblieben ist. Nicht, dass sie schlecht ist. Mir wurde kotzübel schon beim Zugucken! Nur hat teilweise WipeOut hier und da einfach ein Hauch mehr Hmmpf! in seine Grafikmaschine eingepackt, so dass man sich fragt, ob das Psygnosis Wissen nicht überall angewendet werden kann. *** bis **** – okoehler Die Hard Trilogy 2: Viva Las Vegas (n-Space Inc./Fox Interactive) Nach dem Furor um die ersten “Vervideospielisierung” der Stirb Langsam Filmreihe, mit Die Hard Trilogy, hätte man eigentlich ein furioseres Comeback erwartet als Trilogy 2. Der fein getunete Ballerjunkie, zu dem er spätestens bei DHT mutiert war, wird vergeblich ein so bombastisches Spiel wie damals erleben können. Grafisch knüpft zwar DHT2 an anderen EA Filmspielen wie Tomorrow Never Dies an, doch irgendwie schien DHT von der gesamten Gestaltung her satter. Das lag wahrscheinlich an der festgelegten Streckenvorgabe. In dieser Folge ist dieses Feature durch die interaktive Bewegungsfreiheit in den diversen Levels abgelöst. Das Spiel an sich hat sich nicht vom Format seines Vorgängers distanziert. Drei verschiedene und gleichermassen blutrünstige Spielmodi werden in einem Spiel/Film vereint: Dritte Person Search and Destroy, Ego-Shooter und Rennspiel. Diese können in Reihenfolge im Film Modus, oder vereinzelt im Arcade Modus gespielt werden. Im Playstation Markt haben diese einzelnen Spielformate natürlich qualitativ hochwertigere Ebenbilder, z.B. Time Crisis, Gran Turismo und Metal Gear Solid. Bei DHT2 geht es aber darum, diese Formate zu einem “filmischen” Gesamterlebnis zu verschmelzen. Darin liegt eben die Attraktion, aber auch der Nachteil des Spiels. Während sich Spiele mit spezifischem Format auf die Generation 5 Playstation Design konzentrieren, muss DHT2 mit einem G3 Niveau auskommen. Kleinere Fehler, wie die unbeabsichtigte Röntgensicht durch Mauern oder eine etwas simpel gestrickte Autojagd, können daher entschuldigt, aber nicht ganz weggedacht werden! Den einzigen wirklichen Vorwurf, den man dem Spiel aber machen könnte, wäre, dass er nicht die Action so grandios vermittelt wie sein Vorgänger (wo es um Leben oder Tod ging). Vielleicht hängt das damit zusammen, dass sich DHT2 nicht strikt an eine Filmvorgabe hält, weil’s keinen entsprechenden Film gab. Insgesamt wird ein sehr abwechslungsreiches Spiel mit viel Variation (Checkt die Extra Level im Übungsmodus aus!) geboten und deswegen doch die Punktezahl: **** – okoehler Street Skater 2 (Micro Cabin/Electronic Arts) Um es vorweg zu nehmen: Nein, Street Skater 2 ist keine Fortsetzung von Tony Hawks ProSkater. Den Meister kann man nicht schlagen. Das ist halt so im wahren wie im virtuellen Leben. Street Skater 2 (oder Sk8er) ist aber eine wesentliche Verbesserung seines Vorgängers und ein weiterer Stoss in Richtung Skateboard Himmel! Im Vergleich zum ersten Street Skater sind nicht nur die Grafiken, Handling und Spielablauf wesentlich aufgepäppelt. Street Sk8er 2 verfügt über ein Feature, das von den meisten Konkurrenzprodukten bislang ignoriert wurde. In dem Create Park Modus lassen sich nämlich mit ein paar simplen Tastengriffen Traum Skate Anlagen simulieren. Aufgrund dieser Fähigkeit, und dem hochwertigen Kursdesign, wird man nicht enttäuscht. Zudem ist das Spiel etwas tighter konzipiert mit konsequenter Aufgabenstellung. Vom Tempo her könnte man meinen, man sei in Driver. Während Tony Hawks Pro Skater Game zum ratlosen Umherirren tendiert, wird Street Skater 2 als knapp kalkuliertes Rennen geskatet. Nur wenn die richtige Punktezahl für Tricks und allgemeiner Zerstörung angesammelt worden ist, besteht man die sämtlichen Kurse. Von dem Städtedesign her fühlt sich Street Sk8er beim brettern durch Washington DC, London und Moskau (man kann sogar Grinds auf russische Panzer abziehen!) eher wie ein James Bond an. Bei so vielen bekannten Schauplätzen fragt man sich allerdings, warum nicht die Charaktere allesamt keine Pros sind. Immerhin haben Powell mit alten Deck Designs für Nostalgie gesorgt, warum also keine Team Mitglieder? **** – okoehler Playstation Resident Evil 3: Nemesis (Eidos/Capcom/PSX) Nach dem etwas schwer zugänglichen ersten Teil von Resident Evil und dem farbenfrohen, teilweise kurz geratenen zweiten Teil nun also das beste Resident Evil: Nemesis. Inhaltlich schliesst das Spiel an den zweiten Teil an. Jill hat ihren Dienst bei S.T.A.R.S quittiert und will aus Racoon City fliehen. Wieder sind die biochemischen Kreaturen der Umbrella-Coorporation und die durch den T-Virus zu Zombies mutierten Menschen ihre Gegner. Die Kämpfe sind durch neue Moves (Ausweichen, 180¡ Drehung, wahlweise automatisches oder manuelles Zielen) sehr viel spannender und flüssiger geworden. Im Spielverlauf muß man jedoch nicht nur alles abballern, was sich einem in den Weg stellt, sondern auch Rätsel lösen. Zum Teil sind wirklich harte Nüsse zu knacken, die dem Spieler auf die selben gehen (Wasserprobe). Verbesserte Grafik, keine lästige Munitionsknappheit, das Wechseln des Charakters und ein überraschender Spielverlauf, in den man diesmal auch selbst eingreifen kann, machen Resident Evil 3 zu einem echten Spielvergnügen. Hat man nach zwei Nächten mutiger und intensiver Widmung den riesigen Fleischklops von Endgegner ins Jenseits befördert, wird man durch eine neue Garderobe (checkt den Rubbersuit aus) und ein höllisch schweres Bonusspiel auf Zeit (Sie sind tot!) belohnt. ***** – Henning Stuenitz & Steffen Neuert

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Mission Impossible (Infogrames) – PSX Das Geschäft mit dem “Vervideospielen” von Filmen ist schon immer eine heikle Angelegenheit gewesen, und dazu noch eine, die von Nintendo bislang besser bewältigt wurde. Dabei dankt man natürlich sofort an den Knüller Goldeneye, der für manche mit ein Grund war, die N64 endgültig zu kaufen. Die Playstation hat damit weniger glück gehabt: Man denke an Das 5 . Element, Men in Black, oder an die recht simpel gestrickten Star Wars Spiele. In diesem Sinne stellt das Spiel zum Film Mission: Impossible einen ersten Ansatz der Besserung dar. Als Adventure/Strategie Game konzipiert, schlüpft man am Anfang in die Rolle von Ethan Hunt. Ziel des Spieles ist es, wie soll es auch anders sein, sämtliche binahe geheime, unmögliche Missionen auszuführen. Und da haben wir es schon: Nach dem einfachen Startfilm fühlt man sich in gewisser Hinsicht wie in Metal Gear Solid oder Tomb Raider Anno 1997 zurückversetzt. Die Mission beginnt in Lundkwist in Norwegen, und geht sofort auf die 12. Mit schlechten Entschuldigungen für sein Anwesendsein muss man sich an einigen Wächtern vorbeiprügeln, um hinter einem Laster zu entkommen. Wie der Titel schon impliziert, ist dies nicht so leicht zu bewältigen, wie man meinen könnte. Erschwerend für den Spielablauf sind nämlich die etwas zackigen Bewegungsabläufe, die bestimmt mit etwas mehr Zeit hätten vermieden werden könne. Auch zerrt die sich ständig verschiebende Perspektive etwas an die Nerven. Mit dem weiteren Verlauf des Spiels steigern sich die Missionen, und an einigen Stellen gerät man allzu leicht in Verzweiflung, wenn der Spielstand wieder verloren geht. Definitiv ein Spiel für die langen, geduldigen Winternächte! Durchaus lohnenswert ist aber der Vorstoß bis zum Scharfschützenmodus in dem man durch einen Fadenkreuz feindliche Zielscheiben eliminieren muss. Insgesamt gibt das Spiel also einiges an Spielspaß her, nur wird es leider etwas von kleineren Makos geplagt es empfiehlt sich deswegen vor dem kauf des Spiels einen Termin mit dem nächsten Videospielverleih auszumachen. *** – **** okoehler Kurushi Final (SCEE) – PSX Kurushi Final ist die Fortsetzung des Playstation Bestseller Spiels Kurushi, von Masahiko Sato entwickelt. Am Spielkonzept hat sich grundlegend wenig verändert: Der Spieler wird auf eine Plattform niedergelassen, wo er einer ganzen Reihe Blöcke, die auf ihn zurollen, Herr werden soll. Dies erreicht er, indem er gewisse Felder mit Minen belegt, und die darauf rollenden Blöcke per Auslöser zerstört. Gelingt ihm das nicht, wird er von den Würfeln überrollt und prompt aufgefordert, das Ganze noch mal zu versuchen. Je nach Geschick des Spielers, vergrößert sich die Plattform oder aber sie wird kleiner, blockiert Fluchtwege, bis zum Schluss kein Ausweg mehr besteht. Klingt leicht? Fehlansage! Trotz recht monotonem Spielablauf spielt sich das meiste im Kopf ab, wenn versucht wird, die passenden Lösungsansätze zu finden. Den Rest müssen das schnelle Umsetzungsvermögen leisten: Fremitus dentium ist also vorprogrammiert. In der Fortsetzung sind allerdings neu hinzugekommen: Sämtliche neue Figuren sowie neue Geschütze. Zusätzlich ist das Spiel mit neuen Modi, wie das besonders kniffelige Survival Modus oder die Selbstherstellernummer Create ausgestattet. Obwohl kein Spiel für den Schnellschussklan, kann ich es jedem empfehlen, der sich grundsätzlich mit Spielen mit Tiefgang quält oder gerne auseinandersetzt. **** – okoehler Command & Conquer (Westwood Studios) N64 Was Wipeout für die Playstation war, so könnte man Command & Conquer bezeichnen: Der beste Grund, sich die Hardware zum Spiel anzuschaffen. Nach Quake und den sämtlichen anderen Varianten an Fantasy Multispieler Ballerorgien bildete das Spiel aus den Westwood Studios die erhabenste Möglichkeit, sich als Erwachsener mit anderen Sonic und Mario Verdrossenen gediegen abzuknallen. Nun, pünktlich zur Veröffentlichung der dritten Folge für PC, Tiberian Sun, erschien die Nintendo (und Playstation) Version von C & C. Grundsätzlich ist auch der Charakter des Spiels weitgehend gelungen übersetzt worden. Die strategisch anspruchsvolle Schlacht zwischen der demokratischen Global Defense Initiative (GDI) und den Baddies, den NODs basiert ebenso auf die komplexen Gegebenheiten der modernen Kriegsführung. Will sagen: Armeen müssen rekrutiert, gefüttert und durch neue Waffen unterstützt werden… usw. Mittels Energiekristallen, Scharen von Technikern und neu erbauten Kraftwerken wird der Krieg “am Leben” gehalten. Wer sich darunter aber einen lockeren Abend auf der Couch vorstellt, sollte sich damit abfinden, dass hier alles andere als Entspannung angesagt ist. Taktisches Denken wird gefordert, um nicht die Peilung in den massiven Spielwelten zu verlieren. Da hilft es natürlich, Gleichgesinnte zur Unterstützung mit heranzuholen. Nur offenbart sich zu diesem Zeitpunkt eines der Mankos dieses ansonsten einwandfreien Games: Es ist nur im One Player Modus verfügbar… **** – okoehler Command & Conquer (Westwood Studios) N64 Was Wipeout für die Playstation war, so könnte man Command & Conquer bezeichnen: Der beste Grund, sich die Hardware zum Spiel anzuschaffen. Nach Quake und den sämtlichen anderen Varianten an Fantasy Multispieler Ballerorgien bildete das Spiel aus den Westwood Studios die erhabenste Möglichkeit, sich als Erwachsener mit anderen Sonic und Mario Verdrossenen gediegen abzuknallen. Nun, pünktlich zur Veröffentlichung der dritten Folge für PC, Tiberian Sun, erschien die Nintendo (und Playstation) Version von C & C. Grundsätzlich ist auch der Charakter des Spiels weitgehend gelungen übersetzt worden. Die strategisch anspruchsvolle Schlacht zwischen der demokratischen Global Defense Initiative (GDI) und den Baddies, den NODs basiert ebenso auf die komplexen Gegebenheiten der modernen Kriegsführung. Will sagen: Armeen müssen rekrutiert, gefüttert und durch neue Waffen unterstützt werden… usw. Mittels Energiekristallen, Scharen von Technikern und neu erbauten Kraftwerken wird der Krieg “am Leben” gehalten. Wer sich darunter aber einen lockeren Abend auf der Couch vorstellt, sollte sich damit abfinden, dass hier alles andere als Entspannung angesagt ist. Taktisches Denken wird gefordert, um nicht die Peilung in den massiven Spielwelten zu verlieren. Da hilft es natürlich, Gleichgesinnte zur Unterstützung mit heranzuholen. Nur offenbart sich zu diesem Zeitpunkt eines der Mankos dieses ansonsten einwandfreien Games: Es ist nur im One Player Modus verfügbar… **** – okoehler G-Police 2 Weapons of Justice (Psygnosis) PSX Über ein Jahr nach dem ersten Kapitel von G Police kehrt die futuristische Bullenstaffel zurück mit einer ebenso neuen Schar zu besiegender mieser Mafiosi. Laut der Hintergrundsgeschichte, von der man im Gemetzel aus Chaos und Zerstörung nicht sonderlich viel merkt, ist es seit dem ersten Spiel der Polizei Schwadron gelungen, die Kontrolle über die in Kuppeln eingeschlossenen Städte zurückzuerobern. Vielleicht!?! Wie man schon schnell bei Spieleinstieg mitbekommt, hat hier eigentlich niemand die Kontrolle, erst recht nicht Du selber! Denn, wenn sich eines fortgesetzt hat, dann ist es die faszinierend schizophrene Lernkurve mit der man sich beim Erlernen des totalen 3-D Steuerungssystems auseinandersetzen darf. Hat man sich aber erst mal durch den Kontrollmodus durchgebissen, entfaltet sich dann der volle Ausmaß des Spiels, das gleich mehrere dieser klaustrophobischen Städte einschließt. Genau das richtige für die anstehenden, langen post-Wipeout Wintermonate! *** bis **** – okoehler Final Fantasy VIII (Squaresoft) – PSX Schon im ersten Frame des aufwendigen Vorspanns merkt man, dass Final Fantasy VIII einen dezidierten Schritt weiter geht als der Rest! Von dem grafischen Look and Feel der Tekken Reihe zuzuordnen, wird im einleitenden Film die Geschichte des Kampfes zwischen Squall Leonhart und seinem Mitschüler und Rivalen Seifer. Nahtlos wird man im Anschluss in die Spielhandlung eingetaucht, wo sich auch schon erste Unterschiede bemerkbar machen. Weg von den japanischen “Cutie” Figuren entsprechen die Charakteren in ihrem Aussehen dem westlichen Menschenschlag. Am bemerkenswertesten ist jedoch die Spielumgebung, die Filmsequenzen und Spielablauf perfekt verschmilzt, so dass man zum ersten Mal das Gefühl hat einem Full-Motion Spiel nahegekommen zu sein. Das letzte Mal, dass dieser Effekt auch nur annähernd so präzise umgesetzt wurde, war in Oddworld: Abe’s Exxodus. Die Spielhandlung an sich orientiert sich an dem Rollenspiel Genre. So spielt man den jungen Squall, der 17-jährige Absolvent der Militärschule The Garden. Auf dem ersten Blick erscheint The Garden wie eine friedlich idyllische Umgebung. Doch die Intrigen, die sich außerhalb der Schule abspielen, sind alles andere als friedlich. Draußen erwartet einem ein Machtkampf zwischen sämtlichen Ländern und gegen der Hexe Edua. Die Kampfabläufe ähneln dem D&D Rollenspielprinzip indem bei jedem Kampf die zur Verfügung stehenden Waffen aufgelistet werden. Für den Neueinsteiger kann dieser Kampfmodus zeitweilig zu Verwirrungen führen, sowie die abartig riesige Spiellandschaft, die sich insgesamt über 4 CDs ausbreitet. Geduld ist also gefordert. Hat man jedoch den Zugang zum Spielmodus gefunden, so entfaltet das Spiel automatisch eine packende Wirkung wie kaum ein anderer. Genial und äußerst zukunftsträchtig! ***** – okoehler Formula One 99 (Psygnosis) – PSX Bei all den Rennspielen, die zur Zeit in den Elektroläden grassieren, ist es zu einer Frage auf Leben und Tod geworden, in welches Spiel man seine hart verdienten DM 89,- bis DM 100,- investieren soll. Alleine auf der Playstation rasten in den letzten vier Monaten pro Monat mindestens ein Titel über die Landetheken (Ridge Racer Type 4, Speed Freaks, Wip3out, Need for Speed usw.). Und mit der Erscheinung der Dreamcast ist die Phalanx an hochwertigen Spielen gleich verdoppelt worden: Formula 1 World Grand Prix, Monaco GP Racing Simulation, u.a. (ganz zu schweigen von den sämtlichen N64 Titeln!). Auch wenn der versierte Hobby-Häkkinen behaupten würde, dass Rennspiel noch lange nicht gleich Rennspiel ist, – womit man ihm ja auch recht geben mag – sollte man doch festhalten, dass es den meisten in erster Linie um die Geschwindigkeit geht. Wo also die Maßstäbe setzen beim Nachgehen seiner Speed Sucht? Da inzwischen Grafik auf allen Plattformen recht ähnlich ausgereift ist (Sonys Playstation wird von Spiel zu Spiel besser, und die Dreamcast steht gerade am Anfang ihrer Entwicklung), ist Qualität nur noch eine Standard Voraussetzung. Was gefordert wird, ist Liebe zum Detail. Was passiert, wenn’s regnet? Werden neue Reifen meine Performance steigern? Welchen weltberühmten Fahrer kann ich auf welcher Strecke spielen? Und aus welchen Blickwinkel? Sind Boxenstopps notwendig, oder nur sinnlose Zeitverschwendung? Wer kommentiert bzw. moderiert? Derjenige, dem diese Merkmale von Bedeutung sind, der dürfte sich mit Formula One 99 wie zu Hause fühlen. Detailgetreu wird die ganze, gerade gelaufene Saison in die Virtualität umgesetzt (von der Sepang Strecke in Malaysia bis zu Schumis verpassten Rennen ist alles dabei) und mit einer Lebendigkeit untermalt, die den meisten Spielen in dieser Klasse fehlt. Außer die vier Kamerawinkel bei Premiere World kommt man, meiner Meinung nach, nicht näher an das Grand Prix Feeling heran. ***** – okoehler Pong (Atari/Hasbro Interactive) Auf Anhieb fallen mir ungefähr 100.000 Möglichkeiten wie man aus einem Remake dieses Urspiels der Videogames eine Sensation hätte machen können. Verwirklicht wurden davon genaugenommen Null. Es macht also keinen Sinn darüber zu weinen wie man die 50er Jahre schwarzweiss Ästhetik zu einem graphischen Wahnsinn der neuen Generation hätte umstylen können, schliesslich kann man das ja immer noch, wie man die Spieleszene mit einem Schlag hätte durch simulative Oberflächen reiner Mathematik zu einer längst fälligen Bewegung in Richtung Abstraktion mit diesem Spielegeschichtlich unglaublich wertvollen Kulturgut hätte zwingen können, denn es sollte wohl einfach niedlich werden. Das geniale Quaderding sollte ein putziges menschliches Antlitz bekommen (ähnlich der Fritznase), und da kann man schon froh sein wenn ihm ein Gesicht erspart geblieben ist, und sich die Farben der Schläger auf dezentes RGB Verhalten eingependelt haben. Ansonsten: Pinguine, Pinguine und nochmals Pinguine. Kaum zu unterscheiden von anderen Hit & Run Nachfolgern bleibt das Grundkonzept der Puckspiele mit märchenartigen Addons vor weichgezeichneten Hintergründen aller Art erhalten, und dürfte eher was für die Generation sein, die von Pong noch nie etwas gehört hat. Also die Leute die auf dem Schulhof mit raubkopierten Versionen von Playstation handeln, weniger die, bei denen Pong als Klassiker einen ersten Gang in die Mediamärkte dieser Erde hätte bewirken können. Strange Marketingstrategie aber zumindest superschneller fast Fun Unsinn. bleed ¥¥¥-¥¥¥¥ Centipede (Atari/Hasbro) Mit dem Charme einer längst vergessenen Draufsichtszweidimensionalität hat dieses Remaker des beliebten Tausendfüsslerspiels tatsächlich eine Methode wiederentdeckt, die überraschend erleichternd sein kann. Auf jeglichen übertriebenen graphischen Unsinn verzichtend und dafür mit einem straighten Ballerverhalten der Triggerfingeragression (draufhalten, immer draufhalten) Emphase, tötet man am laufenden Band irgendwelches Ungetier mit seinem kleinen Raumschiff, und sammelt vielleicht etwas langatmig Punkte. Mit Orginal Arcade Version, was man sich bei solchen Spielen zur Pflicht machen sollte. bleed ¥¥¥¥

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