Kniffeln mit dem GUI
Text: Sascha Kösch aus De:Bug 110


Irgendwie möchte man das W950 mögen. Es ist stylisch, verzichtet auf eine Kamera, weil es lieber ein gutes MP3-Smartphone sein möchte, der Touchscreen antwortet in vielen Fällen auch ohne den mitgelieferten Stift, Jogdial, explizite Musiktaste, flach in die Oberfläche integrierte Telefontastatur, irgendwie scheint alles zu stimmen. Und auch an den Funktionen lässt sich nicht meckern. Symbian OS mit sympathischem UIQ GUI, 4 GB Speicher, USB 2, Bluetooth sowie Unterstützung für alle denkbaren Audioformate (außer Ogg) sowie eine Menge Videoformate. Die Installation der PC Suite für Sony Ericsson ist nicht wirklich die schnellste (da kommen u.U. noch .Net-Framework-Dateien dazu und ähnliches, was einen mal wieder davon überzeugt, dass PCs ihr Eigenleben etwas zu sehr schätzen), da man das aber nur einmal macht, spielt es nicht wirklich eine große Rolle.

Das eigentliche Problem beim W950 ist, dass es viel Übung braucht, manchmal auch ein klein wenig zu viel Geduld. Das GUI ist nicht gerade in allen Bereichen schnell und der Touchscreen gelegentlich – auch mit Stift – etwas ungenau, was man bei Schreibschrift-Eingabe gewöhnt ist, aber bei anderen Dingen eben irritiert. Die Musiksoftware, mit der man das Verschieben von Datein handelt, ist halbwegs kryptisch, wenn man iTunes gewöhnt ist. Wer sich allerdings gerne mit seinem Telefon etwas intensiver auseinander setzt und sich sowohl in der typischen SonyEricsson-Umgebung als auch in Symbian wohl fühlt und vor allem ein Smartphone mit guter MP3-Unterstützung haben möchte, das keine Kamera braucht, dafür aber hervorragend aussieht, der wird es mögen.

http://www.sonyericsson.de

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Elektronische Lebensaspekte.