Musiker brauchen Performance. Und die war auf Powerbooks schon lange nicht mehr zeitgemäß. Mit dem Macbook Pro verspricht Apple ein Vielfaches an Power für die Pro-Anwender. Die neue Logic-Version 7.2. liegt bereits für die Intel-Macs vor.
Text: Thaddeus Herrmann aus De:Bug 102

Logic Pro 7.2 auf Macbook Pro

Apple ist zeitig dran mit der Intel-Version ihrer DAW. Neben neuen Funktionen, die auch von PowerPC-Anwendern genutzt werden können (Agogee-Interface-Unterstützung, verbesserte und aktualisierte TDM-Unterstützung, ReWire-Fähigkeit in Stereo-Kanälen, Serato “Time And Pitch Machine”-Unterstützung (spezielle Logic-Version inkl.), native AAC- und Apple-Lossless-Unterstützung, diverse Kleinigkeiten), liegt der Hauptaugenmerk natürlich auf der Performance und hier insbesondere auf der des Powerbook-Nachfolgers Macbook Pro. Unser Testgerät besitzt einen 2-GHz-Dualcore-Prozessor und zwei GB Ram. Ein ungewöhnlicher Test, denn sämtliche CPU-intensiven Softsynths von Drittanbietern funktionieren auf Intel-Macs nicht. Rosetta, die PPC-Emulation, mag zwar für den täglichen Gebrauch nützen; bei Audio ist aber Schluss. Also halten wir uns an die Logic-eigenen Kraftfresser wie Space Designer oder Sculpture. Ohne hier erbsenzählerische Hochrechnungen aufzulisten … die Performance ist beeindruckend. Das Macbook Pro ist locker auf Doppel-G5-Standard. Es ist einfach ein entspanntes Arbeiten, man muss nicht ständig die CPU-Auslastung im Blick haben und kann schichten und schichten und schichten. Und auch bei PlugIns, die auch auf dem Powerbook schon sehr gut liefen, holt der neue Silberling von Apple noch mehr raus. Extra-Stimmen bei Synths? Kein Problem.
Die Frage nach dem Umstieg muss nun aber jeder selbst beantworten. Wer im Studio einen G5 hat, kann sich Zeit lassen. Wer aber auf ein mobiles Studio setzt. kommt am Macbook Pro nicht vorbei. Der Zeitpunkt des Umstiegs hängt am ehesten von den Drittanbietern ab. Liegen die Standrad-Programme und -PlugIns einmal als Universal Binary vor und haben alle Hardware-Hersteller ihre Treiber neu programmiert (hier ist ja schon viel passiert), steht einem tragbaren Mega-Studio nichts mehr im Weg. Hoffentlich ist es bald so weit.

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Elektronische Lebensaspekte.