Vom HD Film zum Mash-up-Panorama.
Text: Anton Waldt aus De:Bug 151


Foto: cc-by vitroids

Die Bildwerdung im Prozessor verflüssigt die Fotoproduktion in immer abstraktere Sphären, beispielsweise mit Panoramaaufnahmen, für die der Nutzer nur noch die Digicam schwenken muss, den Rest erledigt die Technik selbstständig: Das Gerät registriert mittels Sensoren die Bewegung und nimmt eine Bildserie auf, die dann prompt und passgenau kombiniert werden. Heute noch als Taschenspielertrick bestaunt, werden die Video-Foto-Mash-up-Panoramen schon bald als Standard-Feature in durchschnittlichen Digi-Knipsen auch Schnappschuss-Usern die Fusion von Videokamera und Fotoapparat nahebringen.

Am Ende dieser Entwicklung werden wir unter einer Kamera die Kombination aus Linse und Bildchip verstehen, die alle erdenklichen Bildarten ausspuckt, von still über bewegt bis zu animiert und gerendert. Und die künftige Hybrid-Kameraklasse kündigt sich natürlich nicht nur auf der Fotoseite an, auch Camcorder werden jenseits der Standbildfunktion als Foto-Tool entdeckt, das die Grenzen des Abbildbaren weiter hinausschiebt, etwa beim Ablichten vorbeifahrender Züge. Um die HD-Einzelbildserie zu einem Streifenfoto zusammenzusetzen, hat der japanische Tüftler Masakazu “Matto” Matsumoto ein kleines Programm namens TrainScanner geschrieben, das als OpenSource-Software weiterentwickelt wird.

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Elektronische Lebensaspekte.

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