Die Favoriten des französischen Club-HipHop-Sounds haben eine neue Platte gemacht. Auf "3615TTC" bewegen sich TTC souverän auf internationalem Booty-Parkett und lieben noch immer coole Hits.
Text: Clara Völker aus De:Bug 109


Im Herbst 2004 erschien mit “Bâtards Sensibles” eines der unkonventionellsten französischen HipHop-Alben. Die zweite LP der Pariser Rapgruppe TTC verdeutlichte nicht nur dem interessierten Teil der heimischen Nation, sondern auch dem Rest der hiphopinfizierbaren Welt, dass Rap aus Frankreich nicht ausschließlich gewichtige Sozialmiseren behandelt und HipHop durch elektronischen Booty-Einschlag gewinnt. Konkret war die Platte so gelungen, dass TTC sich auch außerhalb des, schon damals immer größer werdenden, Zirkels der “Big Dada”-Fans einen Namen machten und in Folge gefeiert quer durch die Republik reisten. Nebenbei flowten sie über ein paar andere digitale Beats, beispielsweise des kalifornischen Stubenmusikers und Labelkollegen Daedelus und der Berliner Schredderknabengruppe Modeselektor. Deren gemeinsamer Track “Dancing Box” wurde auch von Fans abseits des Genres, wie Thom Yorke von Radiohead, in den höchsten Tönen gelobt. Zu Recht natürlich.

Für ihr neues Album namens “3615TTC” haben die MCs Teki Latex, Tido Berman und Cuizinier auf ihre hauseigenen Beatmacher DJ Orgasmic, Para One und Tacteel zurückgegriffen. Beim Gruppenausflug ins Ferienhaus, wo man kollektiv die Platte vorschliff, haben diese tief in ihre Apparaturen geblickt und zeitweise auch zum Mikrofon gegriffen. Während TTCs 2002 auf Big Dada erschienenes erstes Album “Ceci n’est pas un disque” ein dezent surreal wirkender subtiler Underground-Erfolg war und “Bâtards Sensibles” die Tanz- und Bouncefläche im Visier und das Publikum auf seiner Seite hatte, wippt “3615TTC” mittendrin gelassen mit, in gewohnt elaborierter Manier, aber versierter, bestimmter und poppiger.

Immerhin haben TTC inzwischen Dutzende von Auftritten und Gastfeatures in der Tasche und ihre Entertainer-Qualitäten damit mehrfach erprobt. Zudem gibt es massig Seitenspielwiesen: Cuizinier hat zusammen mit DJ Orgasmic eine Streettape-Reihe namens “Pour Les Filles” begonnen, bei der in vergnügsamer Weise über beispielsweise 90er-Hit-Sample-Beats gerappt wird, Teki Latex chansoniert ausgebreitet im Poprave-Dancefloor und Tido Berman dreht Wörter auf seinen “industrial-karibischen”-Beats; Para Ones Album “Epiphani” erschien 2006 auf Institubes und Tacteels Album “La Saint Etienne” auf Villa Magica Records, DJ Orgasmic macht massig Mixtapes. 2007 stehen zudem Soloalben von den drei MCs und damit eine Art TTC-Invasion an. Und da die Jungs auf ihre Art immer charmant neben dem Konventionellen liegen, wird sie sicherlich Spaß machen.

Momentan ist es Oktober und Teki, Tido, Cuizinier und Orgasmic verbringen gerade eine Woche auf kanadischem Boden, bevor sie in die USA weitertouren, unter anderem stehen New York und Baltimore auf dem Programm. Teki Latex spielt auf seinem iBook die neuen Tracks vor und erklärt, wovon sie handeln (siehe unten), Orgasmic zupft am Nebentisch das Promo-Snippet zurecht, Cuizinier und Tido schlendern vom Plattenladenbesuch herein. Während Teki zu jedem Stichwort ein ganzer Wortschwall einfällt, sind Cuizinier und Tido eher wortkarg und reden hauptsächlich auf Französisch. Interviews sind nicht ihre Lieblingsbeschäftigung, sie hören lieber Teki dabei zu, wie er TTC auf Englisch erläutert.

“Und der Titel des Albums! ‘3615TTC’. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Warum haben sie das so genannt!? – Hast du je von Minitel gehört? Es ist eine Box, die in Frankreich erfunden wurde und nur dort funktionierte. Es war der Vorläufer des Internets. Wir hatten es so zehn bis fünfzehn Jahre vor dem Internet in Frankreich, es war ziemlich verbreitet, wenn auch weniger avanciert und ziemlich grobpixelig. Man zahlte eine Gebühr und bekam dafür eine Art Internet-Box. Der Code, um Zugang zum System zu haben, war 3615. Man würde beispielsweise ‘3615telefonbuch’ eingeben und bekam das Telefonbuch. Oder ‘3615martina’ und konnte mit ein paar Mädchen reden. Es gab eine Menge Sex-Sites. Es war französisch und vor dem Internet vorhanden, es ist wirklich etwas, auf das wir stolz sein sollten, auch wenn es nicht wirklich Bestand hatte und lange Zeit niemanden außer Franzosen anbelangt hat. Es war trotzdem eine ziemlich coole Erfindung. Man konnte z.B. seine Abitur-Resultate via Minitel abrufen, jede Fernsehsendung hatte ihre Minitel-Seite. Als Kind war das ziemlich aufregend. Damals sah man überall Werbung: ‘3615dies’, ‘3615das’. Es war sehr präsent. Wir hatten es fast vergessen und fanden es cool, es wieder aufzugreifen. Ich war immer fasziniert von dem Objekt und es hat eine Menge Sachen mit TTC gemeinsam, das Sex-Ding zum Beispiel. Es ist sowas wie die Zukunft der Vergangenheit. Das ist ein Konzept, dem wir recht nahe stehen.”

Auf “3615TTC” kommen die externen Stimmen einzig von TTCs Kinder-Verwandtschaft und nur Modeselektor sind mit einer Gastproduktion vertreten. Teki Latex: “Wir haben versucht, recht spontan bei dem Album zu sein, und wollten keine Gäste haben, bei denen wir darauf warten müssen, dass sie ihre Parts abgeben. Wir sind ins Studio gegangen und haben alles auf einmal gemacht. Wir haben eine Menge zu tun mit unseren Solokarrieren und Institubes nebenher und müssen jetzt schneller arbeiten, jedem Projekt eine bestimmte Menge Zeit zuteilen. TTC sind idealerweise wir vier und Para One und Tacteel. Eigentlich sollten wir zu sechst auf Tour gehen und wie eine richtige Band sein. Idealerweise wäre TTC eine große Orchesterband. Leider können wir das nicht realisieren. Aber wenn wir das Album machen, stellen wir es uns so vor. Jeder hat Mitsprache bei den Beats, den Lyrics, bei allem. Die Arbeit ist wirklich die Arbeit von sechs Leuten. Insbesondere bei diesem Album, denn hierfür sind wir aufs Land gefahren zum Ferienhaus von Cuiziniers Eltern und haben uns dort eine Weile in der Mitte vom Nichts isoliert. Wir haben im selben Zimmer geschlafen, in dem auch unser Equipment war, sind also aufgewacht und haben Beats gemacht, bis wir zu müde waren, um wach zu sein. Das ist die Art, wie wir Sachen denken. Also war es natürlich, dass Para One und Tacteel nach einer Weile das Mikro nehmen und sich ausdrücken würden und ein verbaler Teil der Songs sind. Es ist mehr und mehr nicht die Arbeit von drei MCs und einem DJ oder zwei Produzenten, sondern die Arbeit von TTC als globaler Einheit.”

Das Album hätte ja auch bereits im Mai rauskommen können, weshalb die Verzögerung?
TL: Das ist eben die übliche Plattenfirmen-Politik, sie brauchen immer eine Menge Zeit, um ein Album zu veröffentlichen. Es ist eine faule Angelegenheit und immer dasselbe, man kann es nicht beschleunigen, es liegt in ihrer Hand. Das ist das Schöne an Cuiziniers Mixtapes: sobald sie fertig sind, können wir sie rausbringen, niemand hält uns davon ab. Und es funktioniert perfekt so. Ich denke, dass HipHop heute mehr denn je Musik ist, die man schnell konsumieren muss. Da ist nichts Schlechtes dran. Die Leute denken, es sei schlecht, wenn Musik vergänglich ist. Ich finde das eine schöne Sache. Es ist wie Mode. Weil Mode nicht langlebig ist, ist sie nicht schlecht. Man kann immer zurückgehen. Es hat einen ersten Tod und dann lebt es ewig und man kann immer wieder darauf zurückgreifen und mit einem externen Blickwinkel darauf zurückblicken. HipHop-Musik ist genauso. Wenn heute ein Rapper nicht alle neun Monate ein Album herausbringt, vergisst ihn jeder. Die neuen großen Rapper wechseln alle drei Monate. Man muss dranbleiben und fokussiert sein, die ganze Zeit mit Gastauftritten auf dem Markt bleiben und sich abrackern, Alben machen. Und wenn du keine Alben machst, musst du Mixtapes herausbringen, sonst vergessen dich die Leute. So ist das Rapgame. Und ich will ein Teil davon sein, ich finde es ist ein ziemlich cooles Game! Ich möchte nicht Musik machen, die Bestand hat und die mein Vater hören kann und stolz auf mich sein kann, Musik, die dich entwickeln lässt. Das ist pathetisch. Fuck that! Ich liebe meine Hits! Ich liebe, es die großen Hits zu hören und sie dann zu vergessen und zwei Jahre später wieder zurück zu ihnen zu gehen. Ich möchte keine state-of-the-art-music machen, die in Stein eingemeißelt wird! Ich weiß, dass Rap so nicht ist, und ich akzeptiere es. Daher will ich Platten schnell herausbringen. Sachen machen, die einen sehr kontemporären Sound haben, sie rausbringen und dabei schon zu einem anderen Ding weitergehen.

Ihr scheint dennoch eine recht traditionelle Band zu sein, beispielsweise ladet ihr bei jedem eurer Konzerte Mädchen ein, mit euch auf der Bühne u.a. zu einem eurer Songs, “Girlfriend”, zu tanzen. Ich vermute, das passiert in Übereinstimmung mit eurer Aussage, dass ihr “grands féministes” seid – warum habt ihr diese Tradition begonnen?
TL: Die Tradition begann, als wir anfingen, “Girlfriend” zu spielen. Wir sahen die Notwendigkeit, Franzosen in Booty Music zu unterrichten. Als “Girlfriend” rauskam, haben sich die Leute gefragt, was das soll: sehr schneller Rap über Sex. Sie dachten, wir hätten das erfunden oder so. Oder dass wir die einzigen Leuten auf dem Planeten seien, die das machen. Sie dachten, es käme aus dem Nichts. Also haben wir ein Medley zusammengestellt aus Stücken von DJ Aussault, DJ Dion, DJ Nasty. Wir laden die Mädchen auf die Bühne ein, um zu verdeutlichen, dass es keine Musik ist, vor der die Leute Angst haben sollten. Es ist einfach lustige Musik, um Spaß zu haben. Die Lyrics sind nicht degradierend, sondern ass-shaking, funny, cartoonish, misogyn in einer so comichaften Art, so übertrieben, dass du sie nicht wirklich ernst nehmen kannst. Wir mögen es, die Mädchen auf die Bühne einzuladen, weil sie unsere Hintern klatschen können und eine Art Rache für all die schmutzigen Dinge, die wir über sie sagen, nehmen können.

Was ist abgesehen davon das größte Missverständnis, dem ihr immer wieder begegnet?
TL: Viele Leute denken, dass wir Rapmusik machen für Leute, die keinen Rap hören. Wohingehen wir die größten Rapfans in der Welt sind!
Tido Berman: … oder für Weiße.
TL: Das ist ungefähr das gleiche Problem. Ab einem gewissen Punkt wurden wir mit “Alternative Rap” assoziiert. Da wir nicht besonders viel im Radio gespielt werden, denken viele Leute, dass es das ist, was uns ausmacht. Sie sehen uns als eine Gruppe, die gegen den Mainstream und das Radio ist. Aber ich liebe Sean Paul und er ist überall im Radio, ebenso Britney Spears oder eine Menge des populären Raps. Ich liebe Jay-Z, Little Jon, Snap Music und viele Sachen, die nicht mehr sind als pure Rapmusik. Also fühle ich mich wirklich komisch, wenn mir Leute so was sagen. Erst habe ich es als Kompliment aufgefasst, aber wenn ich darüber nachdenke, weiß ich nicht, ob es wirklich ein Kompliment ist, wenn mir Leute sagen: “Ihr seid die einzige Rap-Musik, die ich höre. Ich hasse den Rest von Rap-Musik.” Es ist so, als ob sie mich dissen würden. Denn ich liebe Rapmusik! Ich bin damit aufgewachsen, die ersten Platten, die ich von meinem eigenen Geld gekauft habe, waren Rap-Platten, und für eine Weile war das das Einzige, was ich gehört habe. Ich verstehe das nicht, ich finde nicht, dass wir irgendetwas anderes als Rap machen. Es ist einfach so, dass unsere Vorstellung die Traditionen der Musik vielleicht nicht so ganz respektiert. In gewisser Weise schon, weil wir Einflüsse von überallher nehmen. Aber wir sind stolz darauf, einzigartig zu klingen, und das ist es, was die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zieht. Wenn ich beispielsweise Outkast höre, verstehe ich sie nicht als “alternative Rap”, für mich ist es einfach schöne Musik. Ich möchte keine Musik für Leute machen, die Rap hassen. Das ist, als wäre ich gegen mich selbst. Das ist glaube ich das größte Missverständnis. Was gibt es sonst?
Cuizinier: Die Leute denken, dass wir misogyn sind. Das stimmt nicht. Es gibt genauso viele Stücke, die von Liebe handeln, wie Stücke, die ein bisschen stichelnd sind. Es stört mich, dass das immer wieder angeführt wird.
TL: Aber das ist auch einfach, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
C: Es ist so, als wenn dir jemand sagen würde, du seist Rassist. Nach jedem Gig in Frankreich gibt es mindestens eine Person, die mir das sagt. Aber es ist generell schwierig, den Punkt eines Künstlers wirklich zu erfassen. Vielleicht wären die Künstler, die ich mag, irritiert, wenn ich ihnen sagen würde, warum.
TL: Eine andere Fehlvorstellung über TTC ist, dass wir eine Underground-Gruppe sind, dass wir uns wirklich Mühe geben, Underground zu sein. Dabei wollen wir im wahren Leben wirklich viele Platten verkaufen! Wir machen unsere Musik mit dem Radio im Kopf und schämen uns nicht dafür. Aber das Problem ist: Das Radio, das wir im Kopf haben …
C: … gibt es nicht.
TL: Doch, aber in Atlanta, nicht in Paris. Das Problem ist, dass die Musikindustrie in Frankreich ziemlich grässlich ist. Die französische Musik, die in Frankreich im Radio gespielt wird, ist ziemlich pathetisch. Die Ideen dahinter und die Art, wie es gemacht wird, ist mehr als cheesy. Es basiert auf Dingen, zu denen wir wirklich keinen Bezug haben. Es ist sehr demagogisch. Es handelt davon, Sachen zu sagen, die wir alle eh schon wissen, um die Leute glücklich zu halten. Gerade passieren in Paris musikalisch aber jede Menge nette Sachen. Das ganze Institubes-Zeug, Ed Banger, das neue French-Revolution-Zeug, die zweite Welle von “French Touch” oder so. Das inspiriert uns sehr. Wir gehen fast jede Nacht aus, wir sehen eine Menge DJs und hören ständig eine Menge neue Musik. Und es gibt momentan zum ersten Mal einen wirklichen Paris-Sound, eine Szene, in der wir uns zu Hause fühlen. Es gab mal eine Art Independent-Rap-Szene, aber das war eigentlich eine Illusion, es gab keine Struktur, keine wirklichen Orte, an denen man sich treffen konnte. Wohingegen bei dem neuen French-Touch-Ding jeder miteinander abhängt. Leute, die sich ewig kennen – beispielsweise sind Tacteel und Feadz zusammen zur Schule gegangen und waren als Teenager zusammen in einer Rapgruppe. Para One und ich waren Nachbarn, wir leben um die Ecke voneinander. Es ist zum ersten Mal eine richtige Szene, die Sinn macht.

Albuminfo

Teki Latex erklärt die Tracks von “3615 TTC”:
“Paris, Paris” ist ein Track über Las Vegas. Bis auf dass die Worte “Las Vegas” durch “Paris” ausgetauscht wurden. Es ist ein Track über den kleinen Eiffelturm in Las Vegas, die Miniatur-Version von Paris. “Pas la peine d’appeler je ne réponds pas au téléphone” ist unser Klingelton-Track, die TTC-Version des Crazy Frogs. Orgasmic hat den Track produziert und die Musik ist Baltimore-House, gemacht von Kids, die mit Technotronic aufgewachsen sind. “Antenne 2” ist von Para One produziert, ein sehr nostalgischer Track, unsere Cousins und Cuiziniers kleine Schwester und Neffe singen darauf. Family-Kids. “Ambition” ist von Para One produziert und featuret einen Verse von ihm. Die Musik hat einen ziemlich starken John-Carpenter-Feel und ist sehr galaktisch und kraftvoll, etwa wie eine Wagner-Oper. Es handelt davon, wie wir unserer selbst sicher sind und der Bewegung, die wir auf den Tisch gebracht haben. Sehr arrogant. “Quand je claque tes doigts” ist von Para One produziert und featuret ihn. Es ist ein sexy intimer Club-Track. “Strip pour moi” ist ein weiterer intimer Club-Track, über die Kunst des Strippens. “Travailler” ist ziemlich bodenständig, es geht um das Alltagsleben, ein vage demütiger Track darüber, einen Tagesjob zu haben, jeden Tag an der Musik zu arbeiten und solche Sachen. Tacteel rappt darauf und hat den Track auch produziert. “Frotte ton cul par terre” ist auch von Tacteel produziert und in gewisser Weise der Nachfolger von “Girlfriend”. Der Track wird von einem Tanz begleitet, an dem wir gerade arbeiten. Es ist sowas wie ein Club-Med-Track, oder halt irgendein Urlaubszentrum, in dem sie dich ulkige Tänze und einfach dämliche Sachen machen lassen. Wir haben herausgefunden, dass “Girlfriend” bei Studenten sehr beliebt ist, vor allem auf diesen großen Studentenpartys, auf denen alle betrunken sind und sie dann eine Art Fußballgesang haben, den sie alle gröhlen, it’s a very fratboy-thing. Und wir haben uns entschieden, diesen Track noch etwas weiter auszuschöpfen. “Turbo” soll ein Track über schnelle Autos und Mechanik sein. Aber wir können alle gar nicht Auto fahren, also haben wir uns einfach ein paar Sachen einfallen lassen. Viele verrückte Ideen und Onomato-Poesie in dem Track. Es ist lustig, es geht um sehr schnelle Autos, aber es ist ein sehr langsamer Track. Meine größte Angst ist es, ein Auto fahren zu müssen, aber ich bin fasziniert von Mechanik. Ich wünschte, ich hätte ein Auto einfach zum Abhängen, sieht halt gut aus. “C’est pour vous” ist ein Zouk-Track, ein Lovers-Track, sehr Borderline-cheesy, übertrieben verführerisch. Tido hat ihn produziert und sein Cousin wird im Hook gefeatured. Es ist das erste Mal, dass wir einen solchen Track machen, vermutlich werden viele Leute also überrascht sein und nicht verstehen, was wir zu machen versuchen. Aber wir hatten eine Menge Spaß dabei. Die Lyrics sind ziemlich Serge-Gainsbourg-inspiriert. Dann gibt es den Instrumental-Track von Tido. Ich glaube, er ist eine Brücke zwischen “Bâtards Sensibles” und diesem Album, er hat den Sound davon und das MPC-Feel von Tidos Beat. Dann gibt es noch den Modeselektor-Track “Une bande de mec sympa”. You know we love these guys. Wir sehen sie ständig, werden immer auf dieselben Festivals gebucht und hängen ziemlich viel mit ihnen ab. Wir sind große Fans ihrer Musik. Wie bei einem Modeselektor-Track üblich, weiß man im Vorfeld immer nicht, was einen erwartet. Sie haben einen ganzen Vers von mir weggeschnitten, ich glaube, sie konnten das File nicht finden (lacht). Aber sie haben etwas Wundervolles mit dem gemacht, was sie hatten. Natürlich können auch wir nicht mehr verstehen, was wir sagen, weil es alles chopped up ist. That’s it.

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Elektronische Lebensaspekte.